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Rosch Haschana-Grusswort von KH-Generaldirektor Greg Masel
130 neue Spenderprojekte in Angriff
genommen
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26. September 2005
Liebe Freunde,
Erst kürzlich musste
der Staat Israel durch den Rückzug eine seiner größten Prüfungen bestehen.
Trotz der hochschwappenden Emotionen und des tiefen Schmerzes behielt die
jüdische Einheit die Oberhand. Weil dieses Thema mit so viel Verständnis und
in menschlicher Art und Weise gehandhabt wurde, glaube ich, dass unsere
Gesellschaft und unsere Bürger dadurch noch sehr viel stärker wurden.
Da wir jetzt einen
hoffnungsvollen Blick in die Zukunft werfen können, werden wir das neue Jahr
mit erneuerter Stärke begrüßen und uns dabei auf Einheit und Solidarität
berufen können, um uns den Herausforderungen zu stellen, vor denen wir als
Volk stehen. Ich kann mit großer Zuversicht sagen, dass wir – der Keren
Hayesod – Vereinigte Israel Aktion – auch weiterhin an vorderster Front
aktiv sein werden, um uns der Bewältigung dieser Herausforderungen zu
widmen.
Zum Ende meines
ersten Amtsjahres kann ich auf ein Jahr der Partnerschaft und der
Errungenschaften zurückblicken. Ich fühle mich geehrt, einer derart
wunderbaren Organisation dienen zu dürfen. Unsere massive Repräsentanz in
der ILR im letzten April unterstrich unseren herausragenden Platz in der
Führungsspitze der jüdischen Welt. Dies brachten auch die 4.000 Gäste zum
Ausdruck, die sich zur Solidarität mit Israel entschieden, indem sie sich
der Keren Hayesod Mission anschlossen. In allen vier Regionen erweisen sich
unsere Kampagnen als fundiert, und die erneute Betonung der Ausbildung
unserer jungen Führungsschicht und der International Women's Division legen
eine solide Grundlage für die Zukunft.
Erst kürzlich zeigte
eine Studie, wie groß das Potenzial unserer Fonds und Stiftungen ist: Neue
Spender werden dazu angeregt, sich unserer Familie anzuschließen, und unsere
treuen Spender bauen ihre Spendengrundlage aus. Dank großzügiger Spenden von
Einzelpersonen war es uns im Laufe des vergangenen Jahres möglich, vierzig
Projekte umzusetzen. In dieser Zeit wurden zudem 130 neue Spendenprojekte in
Angriff genommen. Ich kann mit großer Genugtuung feststellen, dass sich
immer mehr Spender zur Unterstützung von Projekten im Rahmen der Aktivitäten
der Jewish Agency entschließen.
Einer der Höhepunkte
des vergangenen Jahres war unsere Weltkonferenz im Juni, durch die rund 250
unserer Aktivisten die mannigfaltige Welt der Künste und die
Kulturlandschaft in Israel näher kennen lernten. Sie erfuhren mehr über den
Einfluss unserer Arbeit in diesen und in vielen anderen Bereichen des
alltäglichen Lebens.
Ich möchte mit Ihnen
die Geschichte von Michael Kirkilan teilen, der vor drei Jahren aus der
Ukraine nach Israel einwanderte. Er machte seine Alijah im Rahmen des
Na'aleh-Programms der Jewish Agency, das der Keren Hayesod finanziell
fördert. Michael eroberte die Herzen der israelischen Öffentlichkeit als er
im israelischen TV-Programm "Superstar" (Kochav Nolad) den zweiten
Platz belegte. Zu Michaels Auftritten wurde seine Familie mehrmals aus der
Ukraine live zugeschaltet. Die Übertragung erfolgte vom Büro der Jewish
Agency in Kiew, weshalb das israelische Publikum zugleich mehr über die
wichtige Arbeit erfuhr, die dort geleistet wird.
Der
Teenagerwettbewerb wurde von einem Lied begleitet, das den Titel trug:
"Manchmal werden Träume wahr." Ich denke, dass diese Worte eine ganz
besondere Bedeutung sowohl für Michael als auch für uns alle haben. Manchmal
schaffen wir es nicht, Träume umzusetzen, und dennoch können wir Menschen
Chancen eröffnen und ihnen Hoffnung spenden, so dass sie die Kraft finden,
ihre Träume zu realisieren. Jede Geschichte und jeder Traum ist Bestandteil
eines größeren Bildes. Indem wir im Rahmen unserer Kampagnen
zusammenarbeiten, tragen wir dazu bei, dass der Staat Israel gestärkt wird
und Garant unserer Zukunft als ein Volk ist.
Für dieses Ziel hat
sich der Keren Hayesod seit seiner Gründung eingesetzt. Obwohl sich die
einzelnen Herausforderungen immer wieder wandeln, ändert dies nichts daran,
dass unsere Zielsetzung ebenso wie unsere Verpflichtung gegenüber diesen
Herausforderungen bestehen bleiben. Dank der Inspiration und dem
persönlichen Beispiel unserer treuen Führungskräfte, dank der Verpflichtung
unserer geschätzten Spender und des unermüdlichen Einsatzes unserer
ehrenamtlichen Helfer sowie der unschätzbaren Arbeit unseres professionellen
Mitarbeiterstabs in aller Welt, schaffen wir es immer wieder, diese
Herausforderungen zu meistern. Einerlei, wie diese Herausforderungen in der
Zukunft auch aussehen werden, wir werden sie weiterhin bewältigen.
Gegenwärtig sind wir
damit beschäftigt, die strategischen Ziele der kommenden fünf Jahre zu
ergründen. Auch im 85. Jahr seines Bestehens wird sich der Keren Hayesod
weiterhin der Beantwortung der strategischen Bedürfnisse des Landes widmen
und dabei die neuen strategischen Richtlinien berücksichtigen, welche die
Jewish Agency zusammen mit der Regierung des Staates Israel definiert. Wir
haben uns zum Ziel gesetzt, eine übergeordnete Herausforderung zu meistern:
Sicherung der Zukunft der jüdischen Nation mit einem starken Israel
im Herzen.
Diesbezüglich werden wir in drei
zentralen Bereichen aktiv werden:
-
Die Zukunft von Neueinwanderern sichern, indem möglichst viele Juden nach
Israel geholt werden und wir ihre erfolgreiche Integration gewähren.
-
Die Zukunft von Israels sozial schwachen Bürgern sichern, indem sozial
Klüfte durch die Schaffung von Chancengleichheit für benachteiligte
Menschen abgebaut werden.
-
Unsere Zukunft als ein Volk sichern, indem die nächste Generation an
Israel und an das jüdische Erbe als integrales Element ihrer jüdischen
Identität gebunden wird.
Die Kampagne des
Jahres 2006, über die Sie schon bald informiert werden, wird sich
unmittelbaren sowie Langzeitlösungen widmen, damit wir diese strategischen
Ziele umsetzen können.
Im November jährt
sich zum zehnten Mal die Ermordung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin, sel.
A. Deshalb möchten wir diese Zeilen mit einem Auszug auf einer Rede Rabins
auf der KH-Weltkonferenz im Juni 1993 abschließen. Seine Worte sind auch
heute noch von großer Bedeutung:
" (...) Wenn wir eine Botschaft für Sie
haben, dann die folgende: Gegenwärtig ist Israel ein Land, das an seine
Stärke glaubt und überzeugt ist, seine Träume realisieren zu können, indem
versucht wird, Frieden und Sicherheit zu schaffen und zugleich jene Menschen
aufzunehmen, die sich zu uns gesellen möchten. (...) Ich stehe hier nicht
vor Ihnen, um mich über die Miseren Israels zu beklagen, sondern appelliere
an Sie im Namen eines starken Israels. Mit Ihrer Hilfe wird es uns noch viel
besser gehen, (...) der Keren Hayesod wird führend sein, wenn es um die
Verbreitung dieser Botschaft geht. Tun Sie mehr, nicht im Namen von Leid und
Armut, dafür jedoch im Namen der Stärke und der Schaffung einer besseren
Zukunft. Das ist durchaus eine Herausforderung. Ich möchte Ihnen für alles,
was Sie für uns getan haben, danken. Doch ich möchte Ihnen noch mehr für das
danken, was Sie in Zukunft für uns tun werden."
In diesem Sinne
möchte ich Ihnen und Ihren Familien sowie Ihren Gemeinden und ebenso dem
Staat Israel und dem jüdischen Volk ein frohes, gesundes und friedvolles
neues Jahr wünschen.
Shana Tova VeChatima Tova.

Greg Masel
Generaldirektor
Keren Hayesod - 29-09-2005
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