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Grußwort an die Jüdischen Gemeinden in der Diaspora
von Außenminister Silvan Shalom
zum 56. Unabhängigkeitstag des Staates Israel 5764 - 2004

"Dies ist für uns alle ein Tag zum Feiern"

Freunde,

es ist mir eine große Ehre, Ihnen die besten Wünsche zum Anlass des 56. Unabhängigkeitstag Israels zu übermitteln.

Dies ist ein Tag zum Feiern für das gesamte jüdische Volk.

An diesem Tag feiern wir die demokratischen Werte und Institutionen des Staates Israel und unseren jüdischen Lebensweg.

Wir feiern unseren unabhängigen Rechtsstaat und die freie Presse; unsere Kreativität und unseren Pioniergeist in den Wissenschaften, der Medizin und Landwirtschaft; unseren Erfolg, Millionen von Immigranten und Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern zu integrieren; unseren kulturellen Reichtum und unsere kulturelle Vielfalt; und die Fähigkeit, unsere Bürger zu schützen.

Wir feiern den lebendigen Traum der Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Heimatland.

Die kleine Gemeinde von 600.000 Israelis, welche an diesem Tag vor 56 Jahren in den Straßen tanzten – und welche den gegen sie geführten arabischen Angriff abwehrten – ist zu einer florierenden, pluralistischen High-Tech-Gesellschaft von fast 7 Millionen Bürgern angewachsen.

Als Sohn von Einwanderern weiß ich um die Bedeutung des Geschenkes, welches dieser kleine Staat seinen Bürgern durch seine Existenz selbst und seine Werte sowie Möglichkeiten und Chancen, die er ihnen bietet, täglich gibt.

Zurückblickend auf die 56 Jahre unserer Unabhängigkeit ist es wichtig daran zu erinnern, dass keine unserer Errungenschaften als selbstverständlich gesehen werden kann.

Besonders zu diesem Zeitpunkt der Nationalfeier verbeugen wir uns zu Ehren der vielen tausend Männer und Frauen, die den höchsten Preis dafür bezahlten, dass unser Land überleben und blühen kann.

Wir zollen auch Tribut an die Solidarität und die Unterstützung der Jüdischen Gemeinden aus der ganzen Welt.
Durch Ihren Einsatz und Mobilisierung zugunsten Israels in sämtlichen Bereichen, haben die Jüdischen Gemeinden in der Welt maßgeblich zum nationalen Erfolg beigetragen.

In den letzten 56 Jahren hat Israel sich vielen Herausforderungen und Gefahren gegenüber gesehen, von denen einige noch bis heute andauern.

Leider sind wir noch immer der Feindschaft in der Palästinensischen Autonomiebehörde, in Syrien und weiteren arabischen Staaten ausgesetzt, wie auch im Iran und von islamistischen Militanten anderswo.

Die Bedrohung durch Terrorismus geht weiter, obwohl unser nationaler, wie auch der internationale Kampf gegen ihn an Kraft gewinnt.

Antisemitismus ist auch wieder einmal als Gefahr hervorgetreten, nicht nur für Israel, sondern auch für die Jüdischen Gemeinden in der Welt.

Israel, die jüdische Welt, und die gesamte internationale Gemeinschaft müssen sich im Kampf gegen den Terror, Antisemitismus, und Rassismus – die Feinde unserer Werte und unseres gemeinsamen Lebensstils – weiter vereinen und mobilisieren. Das ist die Herausforderung unseres Zeitalters.

Natürlich haben wir noch viel Arbeit vor uns, zu beschützen, was wir aufgebaut haben und die Ansprüche unseres Volkes auf eine friedliche und bessere Zukunft zu sichern.

Aber wir haben aus unserem Erfolg bisher Stärke und Mut geschöpft.
Im Besonderen aus dem historischen Friedensvertrag mit Ägypten, dessen 25. Jahrestag wir einige Wochen zuvor feierten, aus unserem Friedensvertrag mit Jordanien ebenso wie aus unserer engen Freundschaft mit der Mehrheit der Nationen dieser Welt.

Ich schöpfe besonders Mut aus dem Fortschritt, den wir in den Beziehungen mit der arabischen Welt machen, dem wir große Bedeutung beimessen.

Wenn wir auf die Zukunft dieses Feiertages schauen, so sind wir auch weiterhin verpflichtet, alles in unserer Macht liegende zu tun, um unserem Volk Frieden, Sicherheit und Wohlstand zu bringen.

Wir betonen nochmals unsere Einheit mit dem jüdischen Volk, mit dem wir den zionistischen Traum wahr werden lassen wollen.

Aus Jerusalem – der Stadt des Friedens, ungeteilte und ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes – sende ich Ihnen die besten Grüße, in einer Zeit, in der wir das wunderbare Geschenk, den modernen Staat Israel, gemeinsam feiern.

Chag Sameach.

Silvan Shalom

Keren Hayesod 21.04.2012