|

IN DIESER AUSGABE
1 –
Stiftung für Terror-Opfer in Israel gegründet
2 -
Terror trifft JAFI- Mitarbeiter
3 –
Neues Projekt, das von Italien gespendet wurde, in Ramat Negev eingeweiht
| Aliyah -
Update Seit der
letzten Ausgabe der Hotline Nr. 5 (1. März), sind 1346
Olim in Israel angekommen; 880 aus der früheren Sowiet Union und Ost
Europa, 176 aus Argentinien, 175 aus Äthiopien, 33 aus den Vereinigten
Staaten, 26 aus Frankreich und der Rest aus Kolumbien, Brasilien, Chile,
Uruguay, Kanada, England, Peru, Mexiko, Indien, Deutschland und
Süd Amerika. |
1- Stiftung der Jewish Agency für Terror – Opfer in Israel gegründet
Die Jewish Agency hat zusammen mit dem Keren Hayesod und der UJA (den
Vereinigten Jüdischen Gemeinden in den USA) eine Stiftung für die Opfer der
Terror-Anschläge in Israel gegründet. Dieser Beschluss wurde als Folge der
anhaltenden palästinensischen Gewalttaten gefaßt. Die Stiftung wird
israelischen Bürgern beistehen, die Opfer von Terror-Opfern wurden,
besonders den neuen Einwanderern. Er wird seine Arbeit zusammen mit der
Nationalen Versicherungs-Behörde und den Verteidigungs- und
Eingliederungsministerien aufnehmen.
Die Stiftung wird Opfern von Terroranschlägen ergänzende Versorgung und
Unterstützung gewähren, die als Folge ihrer erlittenen Verletzungen Hilfe
benötigen, um mobil zu bleiben, eine Anpassung ihrer Umgebung an ihre
besonderen Bedürfnisse erfordern, die sich eine Grundausstattung anschaffen
müssen etc. und denen es nicht möglich ist, von den offiziellen
Regierungsbehörden für ihre Bedürfnisse völlige Unterstützung zu erhalten.
Der Vorsitzende der Jewish Agency, Sallai Meridor, und der Generaldirektor
der Nationalen Versicherungs-Behörde, Prof. Yochanan Stassmann, betonten,
dass
“die Gründung der Stiftung ein Beispiel der Solidarität des Jüdischen Volkes
mit dem Volk Israels ist.” Sie drückten ihre Hoffnung aus, dass die Stiftung
dazu beitragen wird, die Leiden der Opfer der feindlichen Angriffe zu
lindern, worunter sich neue Einwanderer befinden.
16 Millionen NIS ($3,4) sind in die Stiftung bereits eingezahlt worden und
die Jewish Agency hofft, dass sich dieser Betrag bis zum Ende dieses Jahres
verdoppeln wird. Ein Berater-Gremium, das sich aus Vertretern der Jewish
Agency, den spendenden Gemeinden, dem Verteidigungsministerium und der
Nationalen Versicherungs-Behörde zusammensetzen wird, soll die Statuten der
Stiftung festlegen. Um eine realistische Datenbank erarbeiten zu können,
wird die Stiftung mit allen Organisationen zusammenarbeiten, die Opfern von
Terror-Anschlägen beistehen.
2 – Terror trifft JAFI-Mitarbeiter
Yochai Porat wurde am 3. März bei einem Terror-Anschlag auf Zivilisten und
Soldaten getötet, als er sich im Dienst befand. Neben seiner Tätigkeit als
26jähriger Unteroffizier und als Sanitäter in der Armee Israels, war Yochai
auch Mitglied der JAFI-Familie. Er trat der Jewish Agency vor einem Jahr als
Koordinator des Programmes für ausländische Freiwillige bei, das gemeinsam
mit dem Magen David Adom (MDA) organisiert wird. Dieses Programm zielt
darauf ab, junge Juden mit Israel in Verbindung zu bringen, indem diese für
das höchste Gut im Judentum arbeiten – der Rettung von menschlichem Leben.
Yochai war selbst seit über einem Jahrzehnt MDA-Freiwilliger, er hatte sich
dieser Organisation im Alter von 15 Jahren angeschlossen. Das ausländische
Freiwilligen-Programm, das unter seiner Leitung erheblich ausgeweitet und
weiterentwickelt worden war, wurde in vielen Ländern bekannt. Im Rahmen
seiner Aufgaben bildete Yochai persönlich Freiwillige in Erster Hilfe aus,
wobei er die Bedürfnisse von jedem einzelnen berücksichtigte. Er widmete
seiner Arbeit sein Herz und seine Seele, um junge Erwachsene näher an Israel
und an die Aliyah heranzubringen.
Die Beziehungen, die Yochai mit den jungen Freiwilligen entwickelte, waren
von ganz besonderer Art. Er verbrachte mit ihnen viel Zeit, weit über die
gewöhnlichen Arbeitszeiten hinaus. Er machte es sich zu seiner Aufgabe,
ihnen das Beste von Israel zu zeigen. Während er immer freundlich und
persönlich blieb, verlangte er dennoch von seinen Freiwilligen immer die
maximale Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, indem er ihnen durch
seine eigene Arbeitseinstellung ein Beispiel gab.
In einer kürzlich abgehaltenen Ansprache vor Zuhörern des kanadischen Magen
David Adom, sagte Yochai: “Für mich ist der Magen David Adom in meiner
Seele, in meinem Blut und in der Luft, die ich einatme. Ich glaube an das
MDA-Programm, wegen der guten Arbeit, die es verrichtet. Es ermöglicht es
jungen Juden aus dem Ausland zu erkennen, dass sie eins sind mit uns, ein
Teil von allen 13 Millionen Juden in der Welt, und dass ihre Heimat, ihre
Liebe und ihr Land Israel ist.
In diesen Tagen fühlt sich das Volk Israels alleine gelassen in seinem Kampf
um das Überleben und es benötigt die Unterstützung und die Ermutigung von
anderen Juden in der ganzen Welt. Es ist eine Tatsache, dass Sie gekommen
sind, Sie haben unsere Gefühle berührt und Sie haben uns stärker gemacht.”
Möge das Andenken an Yochai gesegnet sein.
* * * * * * * *
Erneut hat eine Tragödie die Familie der Jewish Agency getroffen. Ariel
Zana, 19, war der Sohn von Avi and Sarah Zana. Avi leitet das französische
Büro der Einwanderungs - und Eingliederungs-Abteilung der Jewish Agency. Er
und seine Frau waren aus Frankreich nach Israel eingewandert.
Ariel fiel dem Terror-Anschlag zum Opfer, der auf die vormilitärische
Akademie in Atzmona am 7. März verübt wurde. Er war einer der fünf Studenten
– alle im Alter zwischen 18 und 19 Jahren – die an dieser Akademie
eingeschrieben waren und getötet wurden, als ein palästinensischer Terrorist
in die Akademie eindrang, Schüsse abfeuerte und Granaten warf.
Der Direktor der Atzmona-Akademie würdigte die Studenten. Er fragte, was
Ariel und die anderen jungen Männern wollten? Er wurde mit folgenden Worten
zitiert: “Nichts anderes als einfach Torah lernen und durch den
Militärdienst gestärkt zu werden.”
Möge das Andenken an Ariel gesegnet sein.
3 – Neues Projekt, von Italienern gespendet, in Ramat Negev
eingeweiht
Das neue Kinder-Förderungs-Zentrum in Ramat Negev wurde in der letzten Woche
eingeweiht. Diese Einrichtung wird allen Kindern dieser Regional-Verwaltung
zur Verfügung stehen und die umliegenden Einrichtungen werden diagnostische,
therapeutische und unterrichtende Dienstleistungen anbieten. Der Bau dieses
Zentrums wurde durch die Spende von Mirella und Giulio Fiz aus Italien
ermöglicht, die damit das Andenken an ihre Eltern ehrten. Das Ehepaar wollte
zuerst wegen der gegenwärtigen Lage nicht nach Israel kommen, sagte bei der
Feier jedoch, dass sie außerordentlich erfreut und glücklich waren, sich
letzten Endes doch dazu entschlossen zu haben, zusammen mit ihren Kindern zu
kommen. Ihre Begeisterung führte dazu, dass sie ankündigten, weitere
Beiträge für das Zentrum zu leisten, wenn diese benötigt würden.
4 – Internationale Veranstaltungen
¨ Die Euroleadership Reunion des Keren Hayesod fand vom 15. bis 18. März in
Amsterdam statt, als Gastredner war Elie Wiesel anwesend. Gastgeber war die
Keren Hayesod Holland Kampagne unter dem Vorsitz von Menno Paktor und die
KH-Europa-Abteilung unter Leitung von Micha Limor.
¨ Als Teil der neu ins Leben gerufenen Keren Hayesod Argentinien 2002
Kampagne, wird vom 18. bs 21. März eine besondere Keren Hayesod- Mission
nach Buenos Aires reisen, um sich aus erster Hand über die Krise zu
unterrichten, von der die argentinische jüdische Gemeinde betroffen ist und
die Bedürfnisse zu ermitteln, denen besonders dringend Rechnung getragen
werden muß.
5 – Historische Daten
¨ Vor 85 Jahren, am 28. März 1917, erließ der türkische Gouverneur von Eretz
Yisrael, Jamal Pasha, einen Ausweisungs-Beschluß für 5,000 Juden aus Tel
Aviv-Jaffa, die nach Galiläa und in andere Gebiete wanderten.
¨ Vor 64 Jahren, am 21. März 1938, fand eine der größten “Choma U’Migdal”
(Turm und Aufbau)- Operationen statt, als die Hagana den Kibbutz Chanita an
der libanesischen Grenze gründeten. In der letzten Woche wurde eine Mutter
und ihre Tochter bei einem Terror-Anschlag getötet.
Keren Hayesod
02.04.2008
|