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IN DIESER AUSGABE

  1. Die Not-Situation
  2. Aliyah-Aktivitäten
  3. Aliyah-Aktivitäten für die Jugend und ihre Familien
  4. Hilfe für die Olim aus Uruguay
  5. Nava Rubenzadeh unterstützt Kinder aus Beer Sheva am  Beit Ariel
  6. Bruderschaft von Christen und Juden hilft den Bedürftigen
  7. Neuer Schatzmeister der JAFI
  8. Neue Einwanderer, die Israels Ansehen in der Welt heben

Aliyah-Update: Seit der letzten Hotline vom 1. August 2002 sind 2157 neue Olim in Israel angekommen; 1099 aus der früheren  Sowjet-Union und aus Ost-Europa, 312 aus Argentinien, 421 aus Frankreich, 113 aus Äthiopien und der Rest aus der Schweiz, England, Deutschland, Belgien, Australien, Süd-Afrika, Nigeria, Ekuador, Kolumbien, Brasilien, Uruguay, Mexiko,Venezuela, Indien, Kanada und den Vereinigten Staaten. Seit Beginn dieses Jahres sind  20,356 neue Einwanderer in Israel angekommen.


1 - Die Not-Situation

a) Solidaritäts-Demonstrationen im Ausland

§ 25 isralische Studenten, die der WUJS (Welt-Vereinigung jüdischer Studenten) angehören, waren Teil der Jewish Agency-Delegation beim UN Welt-Gipfel-Treffen für Umweltpolitische Entwicklung in Johannesburg. Während die Jewish Agency auf dem Gebiet des Umweltschutzes, Ausbildung und Verbesserung der Lebensqualität viel anzubieten hatte, war sie auch auf die Möglichkeit vorbereitet, dass die Konferenz für antisemitische und antiisraelische Zwecke mißbraucht werden könnte, wie dies der Fall in Durban gewesen war.

§ Dutzende von jüdischen Studenten von der Witwaterstrant Universität in Johannesburg drückten mit einer Demonstration auf dem Campus-Gelände ihre Solidarität mit Israel aus. Diese Demonstration war von der Südafrikanischen Vereinigung jüdischer Studenten nach dem tragischen Terror-Anschlag auf Studenten an der Hebräischen Universität in Jerusalem organisiert worden. “Ich war wirklich tiefbewegt vom Mut, der Hingabe und den Gefühlen, die die Studenten zum Ausdruck brachten,” sagte Michael Mensky, der Direktor des israelischen Zentrums von Süd Afrika und Repräsentant der Jewish Agency und der WZO. Eine ähnliche Demonstration fand in Cape Town statt.

§ Die jüdische Gemeinde von Berlin veranstaltete und finanzierte zusammen mit der israelischen Botschaft eine Informations-Reihe. Die Anzeigen-Serie zeigte 50 Foto-Poster von israelischen Kindern und Jugendlichen, die zu Opfern des Terrors geworden waren. Diese Poster waren für die Dauer von zehn Tagen in der Berliner Untergrundbahn ausgestellt worden.

b) Solidaritäts-Missionen

§ Die Toronto UJA Federation King David Solidaritäts-Mission führte ein intensives fünftägiges Besuchsprogramm durch, bei dem die Teilnehmer mit politischen und militärischen Führungspersonen zusammentrafen, das Hadassah Medizinische Zentrum, die Zentrale der ZAKA (der Organisation, die bei der Identifizierung von Terror-Opfern hilft) und Terror-Opfer in Jerusalem besuchten, mit einem Hubschrauber die Grüne Grenzlinie entlangflogen und einer Gedenkfeier an der Frank Sinatra Cafeteria in der Hebrew University in Jerusalem beiwohnten.

§ Eine Gruppe von 100 Britischen Jüdischen Studenten besuchten in diesem Sommer Israel in dem Bemühen, ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen. Im Verlaufe ihres Besuches arbeiteten sie als Freiwillige in Sommerlagern im Norden von Israel, und verteilten Pakete an Soldaten, ausserdem nahmen sie an Treffen und Führungs-Seminaren mit ihren israelischen Gastgebern teil.

§ 22 nordmerikanische und südafrikanische Mediziner bereisten im Rahmen einer Studienfahrt der Jewish Agency-Einrichtungen der IDF und zivile Noteinrichtungen. Die Ärzte hatten sich freiwillig bereit erklärt, ihre israelischen Kollegen in zivilen Krankenhäusern zu ersetzen, wenn diese zu ihrem Reserve-Dienst eingezogen werden sollten. Dieses Freiwilligen-Programm war von der Tnuat Aliyah der Jewish Agency organisiert worden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und dem medizinischen Corps der IDF, in Abstimmung mit der amerikanischen Ärzte-Vereinigung in Israel. Das Ziel der Mission lag darin, den Teilnehmern das medizinische System des Landes nahezubringen, sowohl im zivilen wie im militärischen Bereich, und über seine Bereitschaftseinrichtungen für Notfälle und bei Terror-Anschlägen zu informieren..

2 - Aliyah-Aktivitäten

§ Am 5. August kamen an einem einzigen Tag 515 Einwanderer ins Land, was in diesem Jahr einen Rekord-Tag darstellt. 380 neue Einwanderer aus der Ukraine und Moldawien kamen im Hafen von Haifa an und weitere 135 Einwanderer kamen aus anderen Ländern an - aus dem südlichen Kaukasus, Grossbritannien, den Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich, Süd-Afrika, Indien und aus dem Iran. Die Einwanderung aus Moldawien war von einer christlichen Gruppe finanziert worden, Even Ezer, die auch für den Transport des Gepäcks der Einwanderer aufkam. Am folgenden Tag kamen weitere 500 neue Einwanderer an, die die Gesamtzahl der Einwanderer für diese Woche auf 1050 ansteigen liessen, das ist die höchste Anzahl einer wöchentlichen Einwanderung seit Beginn dieses Jahres. Die Ukraine, wo noch etwa 215,000 Juden leben, stellt gegenwärtig die höchste Zahl an Einwanderern.

§ Eine Mission von 30 Aliyah-Koordinatoren aus der Ukraine hielt sich für ein elftägiges Trainings-Seminar in Israel auf. Sie gehören einem Netzwerk von 450 Aliyah-Koordinatoren in der gesamten GSU an, es sind ortsansässige Menschen, über die die Jewish Agency mögliche Einwanderer auch in den entlegensten Gebieten erreichen kann. Ihre Ausbildung beinhaltet Erst-Informationen über die verschiedenen Einwanderungs-Programme, über die Universitäten, über direkte Eingliederungs-Programme der Stadtverwaltungen, über Aliya 2000 Programme und Selah-Programme. Sie studieren auch besondere Fächer, die sich auf die Gesellschaft Israels beziehen und den möglichen Kultur-Schock behandeln.

§ Ein dreiwöchiges Ausbildungs-Seminar für fünfunddreissig erfahrene Hebräisch-Lehrer in der GSU fand in Jerusalem statt, organisiert von der Erziehungs-Abteilung der Jewish Agency. Über 40,000 Personen lernen Hebräisch und informieren sich über Israel an etwa 300 Ulpanim in der ganzen GSU. Der Lehrgang am Ulpan bereitet die Studenten auf die Aliyah vor und macht sie auch mit der jüdischen und israelischen Kultur vertraut.

§ 57 französische Zahnärzte hielten sich in Israel auf, um an einem besonderen Vorbereitungskurs zur Erlangung der zahnärztlichen Zulassung in Israel teilzunehmen, und um sich über die beruflichen Möglichkeiten und Wohnmöglichkeiten in Israel zu informieren. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich werden sie ihr Zulassungs-Examen ablegen, das auf Französisch abgehalten wird. Dies ist das erste Mal, dass diese Prüfung im Ausland stattfindet. “Das gegenwärtige Programm ist Teil einer neuen Initiative der Jewish Agency, die auf die besonderen Eingliederungsbedürfnisse einer besonderen beruflichen Gruppe eingeht und eine Antwort auf das ständig wachsende Interesse nach Aliyah der französischen jüdischen Gemeinde darstellt,” sagte Avi Kadoch, Gesandter des Jewish Agency-Büros in Paris, der dieses Programm in die Wege leitete und die Reise organisierte. Im vergangenen Monat organisierte die Agency eine Orientierungs-Reise für französische Mediziner.

§ Zwei Touristen-Gruppen aus der GSU - die meisten aus Moskau, die weiteren aus St. Petersburg, den Baltischen Staaten, Weiss-Russland, der Ukraine, Georgien, Azerbaijschan und aus Usbekistan - besuchten in Israel ein Seminar, das von der Jewish Agency durchgeführt wurde und darauf abzielt, junge Familien zur Aliyah zu ermutigen. Die 80 Teilnehmer - jeweils ein Mitglied einer Familie - setzen sich aus Psychologen, Lehrern, Ingenieuren, Wirtschaftswissenschaftlern, Steuerberatern, Ärzten und aus Vertretern anderer Berufe zusammen. Sie besuchten Universitäten, Schulen und Kindergärten und trafen mit Vertretern von Organisationen zusammen, die sich mit Eingliederung befassen. Die Besucher machten natürlich auch eine Rundreise im Land.

3 - Aliyah-Aktivitäten für die Jugend und ihre Familien

§ 100 Eltern aus der früheren Sowjet-Union, deren Kinder bereits an verschiedenen Erziehungsprogrammen der Jewish Agency in Israel teilnehmen, besuchten das Land im Rahmen eines Kurzbesuches, der es ihnen ermöglichte, sich über die israelische Lebensart und die Arbeitsmarktlage zu informieren und mit ihren Kindern zusammen zu sein. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass sie bald mit ihren Kindern für immer in Israel vereint sein werden.

§ Eine Gruppe von 40 Eltern von alleine in Israel lebenden IDF-Soldaten kam in der vergangenen Woche hier an, um ihre Kinder zu treffen und das Land zu bereisen. Ihr Besuch ist Teil des Keshet-Programmes der Jewish Agency, das seit dem letzten Jahr läuft. Das Ziel des Programmes liegt darin, es Eltern von alleine in Israel lebenen Soldaten aus der früheren Sowjet-Union zu ermöglichen, ihre in der IDF dienenden Kinder zu besuchen und auch selbst mehr über Aliyah-Möglichkeiten für sich in Israel herauszufinden. Die meisten der Kinder, die von ihren Eltern besucht wurden, dienen in Elite-Einheiten der IDF. Einige von ihnen haben ihre Eltern seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen und dieser Besuch wird ihrer Moral einen positiven Schub verleihen. Der einwöchige Besuch beinhaltete Rundreisen in Israel und ausführliche Informationsprogramme über Einwanderungs- und Eingliederungsmöglichkeiten. Der Höhepunkt ihres Besuches war ein Wochenend-Seminar gemeinsam mit ihren Kindern in einem Hotel in Tel Aviv.

§ Teilnehmer des Selah- (Hebräisches Akronym für die Worte Studenten vor ihren Eltern) und des Atid- Programmes der Jewish Agency sind kürzlich in Israel zum Besuch des gegenwärtigen Schuljahres angekommen. Insgesamt nehmen 650 junge Erwachsene aus der früheren Sowjet-Union in diesem Jahr an Selah teil und 140 weitere nehmen an dem parallelen Atid- Programm für argentinische Studenten teil. Diese Programme bereiten Abiturienten auf ihre weiterführende Ausbildung an Universitäten in Israel vor. Das Selah- Programm für GSU-Studenten befindet sich gegenwärtig in seinem 7. Jahr. Bis heute wurde die überwiegende Mehrheit der 6,300 Absolventen dieses Programmes an israelischen Universitäten und technischen Instituten aufgenommen. Etwa die Hälfte der Absolventen des Programmes dienen in der IDF, die meisten in Einheiten, die im Feld dienen. Die Selah und Atid-Programme sind zu Begriffen für die erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft Israels geworden.

§ Insgesamt nahmen 5000 Jugendliche an 66 Sommer-Lagern in ganz Israel teil, die von der Jewish Agency organisiert und vom Keren Hayesod und dem UJC finanziert wurden, um Jugendliche von den Strassen fernzuhalten - wegen der Sicherheitslage. Die Lager boten kulturelle Arbeitskreise, sportliche Veranstaltungen und viel Spass. Viele der Programme hatten das Ziel, verschiedene Bevölkerungs-Gruppen zu integrieren: neue Einwanderer mit eingesessenen Israelis, sozial gefährdete Jugendliche mit “normalen’ Jugendlichen, sozio-ökonomisch gemischte Gruppen aus Kindern und taube Kinder mit hörfähigen Kindern.

§ Ein Sommer-Ulpan für junge Erwachsene aus der früheren Sowjet-Union begann kürzlich im Ibim Jugend-Dorf im Negev. Fünfzig junge Erwachsene im Alter von 17 - 26 Jahren kamen zu einem fünfwöchigen Jewish Agency-Treffen zusammen, das zusätzlich zu den Hebräisch-Kursen auch besondere Seminare und Besuche von Stätten von nationaler und historischer Bedeutung in Israel beinhaltete.

§ Dutzende von Winter-Lagern für jüdische Jugendliche im Alter von 13 - 17 Jahren finden in Brasilien, Argentinien, Chile und Uruguay statt. Die Lager, die von drei Tagen bis eine Woche dauern, werden von der Jewish Agency zusammen mit Zionistischen Jugend-Bewegungen sowie mit örtlichen Jugendbewegungen und Organisationen durchgeführt. Die Leiter sind Absolventen des Institutes für Jugendleiter aus dem Ausland der Jewish Agency sowie Ausbildungs-Gesandte.

§ Über 10,000 Jugendliche aus der gesamten GSU nahmen an Sommer-Lagern für Jugendliche aller Altersgruppen teil, die Teilnehmer kamen von Grundschulen wie von Universitäten. Die Lager-Programme fanden unter dem Motto statt: “Davka Israel, Davka Now”. Für viele der Jugendlichen war es ihr erster Kontakt mit dem Judentum und mit Israel.

4. Hilfe für die Olim aus Uruguay

Die Exekutive der Jewish Agency hat beschlossen, bis zum 31. Dezember 2002 den Olim aus Uruguay die gleiche Hilfe wie für die Olim aus Argentinien zukommen zu lassen, vorgesetzt die Regierung Israels handelt ebenso. Dies ist auf die harten wirtschaftlichen Bedingungen in Uruguay zurückzuführen, die in den letzten Wochen bekannt wurden. Die geschätzten Kosten für die Jewish Agency, 200 Olim nach Israel zu bringen, belaufen sich auf $1.4 Millionen. Die Finanzierung dieser Aktion würde aus den Mitteln des Not-Programmes erfolgen.

Zusätzlich bereitet die Jewish Agency Aktionen vor, um die Aliyah aus Uruguay zu verstärken, indem die Zahl der Gesandten in diesem Land erhöht wird und die Informationsmöglichkeiten über die Eingliederung in Israel verbessert werden. Die geschätzten Kosten für die besonderen Aktionen im Laufe von vier zusätzlichen Monaten werden auf $80,000 Dollar geschätzt. Die Finanzierung dieser Ausgaben erfolgt aus dem laufenden Haushalt der Aliyah-Abteilung.

Der Ausbildungs-Bedarf für die dortige jüdische Gemeinde wird im Jahr 2003 näher untersucht werden.

5. Nave Rubenzadeh, die internationale Präsidentin der KH-Women’s Division, hilft

benachteiligten Kindern in Beer Sheva

Ein neues wichtiges Projekt wird gegenwärtig zusammen mit der Rashi-Stiftung und dem Erziehungs-Ministerium in Beit Ariel in Beer Sheva durchgeführt. Das Ziel liegt darin, Kinder mit besonderen Lern-Problemen in den normalen Schul-Stundenplan einzubeziehen. Beit Ariel wird das Projekt beaufsichtigen, während gleichzeitig die normalen Aktivitäten am Morgen und Abend weitergehen.

Beit Ariel wurde 1986 von der Rubenzadeh-Familie aus Argentinien zum Gedenken an ihren Sohn Ariel æ"ì in Zusammenarbeit mit dem Keren Hayesod-United Israel Appeal, der Jewish Agency, dem Erziehungs-Ministerium und der Stadtverwaltung von Beer Sheva gegründet. Die Ausbildungs-Einrichtung entwickelt fortwährend neue Projekte mit dem Ziel, den Unterrichtsstandard in Beer Sheva zu verbessern. Das Zentrum bietet auch Kurse für talentierte Kinder aus sozial schwachen Nachbarschaften an.

1,000 Kinder und Jugendliche aus Beer Sheva und den umliegenden Gegenden nehmen an den Kursen des Zentrums teil, viele davon sind neue Einwanderer aus Äthiopien, Usbekistan in der früheren Sowjet-Union, Argentinien und aus anderen Ländern. In jedem Jahr werden den Schülern Stipendien angeboten. In diesem Jahr standen erheblich mehr Stipendien als üblich zur Verfügung, was auf die Zunahme von Olim zurückzuführen ist, die dieses Zentrum besuchen.

Im Rahmen der Keren Hayesod Welt-Solidaritäts-Konferenz im Juni fand die jährliche Stipendien-Verleihung statt, unter den Teilnehmern waren: Nava Rubenzadeh, Präsidentin von Beit Ariel und Internationale Präsidentin der KH Women’s Division; Matan Vilnai, Minister für Wissenschaft, Kultur und Sport; Botschafter Avi Pazner, Welt-Vorsitzender des Keren Hayesod; Gad Ben Ari, General-Direktor des Keren Hayesod; Ya’akov Turner, Bürgermeister von Beer Sheva; Weizman Shiri, M.K.; Avishai Braverman, Präsident der Ben Gurion-Universität im Negev; Eli Elalouf, General-Direktor der Rashi-Stiftung, zusammen mit Freunden des Keren Hayesod, Beer Sheva, Schülern und ihren Familien.

Nachfolgend ein Brief einer Mutter, deren Sohn, ein neuer Einwanderer aus Argentinien, seinen Dank für die Stipendien im Namen der Schüler ausdrückt:

“Ein neuer Einwanderer zu sein ist nicht leicht. Es ist nicht einfach einen gewohnten Ort zurückzulassen, Gewohnheiten und Menschen, die man liebt, und plötzlich in ein neues unbekanntes Land mit Menschen zu kommen, die man nicht kennt. Wir sind glücklich, dass wir nicht alleine sind. Beit Ariel umarmte uns sofort. Wir haben das Gefühl, dass Bruno, unser Sohn, der die ORT-Schule in Argentinien besuchte, nicht alleine nur mit seinen Eltern hier ist, sondern als Teil der gesamten Beit Ariel-Familie, die uns und ihm in allen Fragen zur Seite stand. Wir danken allen in Beit Ariel aus ganzem Herzen für ihre Unterstützung, ihre Wärme und ihre Freundschaft. Vielen Dank.”

Beatrice und Miguel Schatman

6. Internationale Bruderschaft aus Christen und Juden hilft Äthiopiern und anderen Menschen in Not

§ Die Beit Avraham (Haus Abraham) Synagoge in Afula wurde im letzten Monat in Anwesenheit von Afulas Bürgermeister, Yitzhak Meiron, den Oberrabbinern der Stadt, Rabbi Yechiel Eckstein, Präsident der Internationalen Bruderschaft von Christen und Juden und Mitglied des KH-UIA Treuhänder-Gremiums, zusammen mit über zweihundert äthiopischen Einwohnern von Afula eingeweiht. Das schöne und moderne Synagogen-Gebäude wurde mit Hilfe der Bruderschaft eingerichtet. Zuvor hatte Rabbi Eckstein auch an der Eröffnung der ersten äthiopischen Synagoge in Beit Shean teilgenommen, die eine aktive und wachsende äthiopische Gemeinde aufweist. Diese Synagoge, sie heisst Shevet Achim Gam Yachad, wurde ebenfalls mit Hilfe der Bruderschaft gegründet.

§ In Beer Sheva finanziert die Bruderschaft die Unterhaltskosten für das grosse

Geistige Gemeinde-Zentrum, das Hunderten von äthiopischen Einwohnern der Stadt zur Verfügung steht. Die Internationale Bruderschaft aus Christen und Juden hat in den letzten Monaten $1 Million Dollar für die Gründung von 4 weiteren geistigen Zentren zugunsten der äthiopischen Gemeinde in Israel zur Verfügung gestellt. Rabbi Eckstein traf sich persönlich mit den Bürgermeistern und den äthiopischen Gemeindevorsitzenden von Ashkelon, Lod und Rehovot und besichtigte die vorgesehenen Standorte. Eckstein sagte über diese Projekte: “Seit 1998 hat uns die grosszügige Hilfe unserer christlichen Freunde und Förderer dabei geholfen, dass Tausende von äthiopischen Juden nach Israel einwandern und sich hier ein neues Leben aufbauen konnten. Wir akzeptieren jedoch auch den Wunsch der äthiopischen Gemeinde, die ihr einzigartiges Erbe und ihre kulturelle Identität bewahren möchte, und dieses aufwändige und wichtige Projekt ist unser Beitrag dazu, dieses Bedürfnis zu erfüllen.”

§ Zusätzlich zu diesem Projekt wendet die Bruderschaft jährlich Millionen von Dollar für die Berufsausbildung der äthiopischen Einwanderer auf sowie für ihre Einbindung und ihre Integration die Arbeitswelt Israels auf.

§ Die Bruderschaft genehmigte kürzlich auch ein Not-Unterstützungsprogramm für die Stadt Lod. Das Programm wurde bei einem besonderen Arbeitstreffen mit Ministerpräsident Ariel Sharon und dem Bürgermeister von Lod, Maxim Levi in Lod veröffentlicht. Rabbi Eckstein sagte, dass das Programm dazu gedacht ist, der Stadt zu helfen, dringende Probleme im Sozialbereich und im Bereich der Einwanderer-Eingliederung zu lösen. Die Probleme der Stadt wurden dem Direktor der Bruderschaft, Dvora Ganani, bei einem Arbeitstreffen mit dem Bürgermeister erläutert. Als Ergebnis beschloss die Führung der Bruderschaft, Lod zu helfen, indem ein Jugendklub für eingewanderte Jugendliche und ein Klub für ältere Einwanderer eingerichtet werden soll, der sofort eröffnet wird; sechs neue soziale Dienstleistungen und Stellen für Einwanderer-Eingliederung werden geschaffen und zusätzliche Mittel für die Einrichtung und andere Projekte werden bereitgestellt. Die IFCJ beschloß auch, den Sozial-Haushalt für besondere Bedürfnisse von Lod zu verdoppeln. Die Bruderschaft teilte mit, dass sie auch weiterhin den $1 Million Dollar teuren Bau des geistigen Zentrums für die Tausende von äthiopischen Einwanderern finanzieren wird, die in der Stadt leben.

In den letzten Jahren hat die IFCJ etwa $60 Millionen Dollar von christlichen Freunden an Spenden für Projekte in Israel erhalten, die sich auf die Bereiche der Aliyah und Eingliederung, der Hilfe von Armen und der Sozialfürsorge in Israel beziehen. Im letzten Jahr hat die IFCJ etwa 20 Städte in ganz Israel besonders geholfen und prüft gegenwärtig Anfragen von 20 weiteren Städten.

7. Neuer Schatzmeister der JEWISH AGENCY

Shai Hermesh wurde zum Schatzmeister der Jewish Agency und der WZO gewählt. In den vergangenen 15 Jahren arbeitete er als Leiter des Sha’ar Ha’Negev Regional-Rates. Er war direkt an der Gründung des Sapir Akademischen College in Sha’ar Ha’Negev beteiligt, die die größte Regional-Hochschule in Israel ist. Hermesh, 58, hat einen MA in Geschäftsmanagement, den er an der Hebrew Universität in Jerusalem erworben hat. Er ist verheiratet, Vater von fünf Kindern und Mitglied des Kibbutz Kfar Aza. Er ist ein langjähriger Partner von KH-UIA, mit dem er viele Projekte in Sha’ar HaNegev verwirklicht hat.

8. Neue Einwanderer, die Israels Ansehen in der Welt heben

§ Stabhochspringer Alex Averbukh, 27, der aus Sibirien im Jahre 1999 einwanderte, war der erste Israeli, der eine Goldmedaille bei Europäischen Leichtathletik-Meisterschaften in München gewann. Averbukh war der einzige Stabhochspringer, der über 5.85 Meter sprang und die beiden deutschen Finalgegner besiegte. Es war ein bewegender Augenblick für die israelischen Zuschauer in München, die gekommen waren, um an der Gedenkveranstaltung für die 11 israelischen Athleten teilzunehmen, die vor 30 Jahren im Jahre 1972 bei den Olympischen Spielen ermordet worden waren und auch für Averbukh, der sagte: “Mir sind die tragischen Ereignisse von 1972 bekannt, aber ich glaube, dass es manchmal nötig ist, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und an die Zukunft zu denken. Ich widme diese Medaille meinem Vater (der erst kürzlich verstarb) und dem Volk Israels. Ich möchte dem israelischen Volk ein kleines Geschenk machen, als Ersatz für die Nachrichten, die nicht so gut sind.”

§ Der junge israelische Pianist Boris Giltberg gewann den Internationalen Piano-Wettbewerb in Spanien. Giltberg, 18, wanderte 1990 aus Moskau nach Israel ein. Er gewann den Preis über $20,000 Dollar und Einladungen für Konzerte in Europa. Im Finale schlug Giltberg einen Amerikaner chinesischer Abstammung, der vorher einen Chopin-Wettbewerb in Warschau gewonnen hatte sowie einen Pianisten aus Korea.

§ Der israelische Dokumentarfilm “It Kinda Scares Me” (Hebräischer Titel: Tomer VeHasrutim, Deutsch: Es macht mir irgendwie Angst) von Tomer Heymann gewann den ersten Preis für Dokumentarfilme beim Internationalen Film-Festival von Melbourne in Australien. Der Film dokumentiert Heymanns Erfahrungen als Aufseher einer Gruppe von Jungen in Azur, einer Siedlung im Zentrum des Landes. Der Film hatte vorher bereits den Israel Film und Fernseh-Akademie-Preis sowie den Torino Festival-Preis gewonnen und war beim Edinburgh Festival gezeigt worden. Heymann gewann $3000 australische Dollar als Preisgeld.

Keren Hayesod 02.04.2008