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HOTLINE Nr. 36 - 7. Juni 2004

IN DIESER AUSGABE:

- Keren Hayesod-Veranstaltungen in aller Welt
- Missionen: Sichtbarer Ausdruck der Solidarität mit Israel
- KH-Projekte nützen den israelischen Gemeinden
- Gedenken an KH-Erbschafts-Spender
- Europäisches Delegierten-Treffen
- IFJC unterstützt auch weiterhin ganz Israel
- Israelische Jugendliche – Lebendige Brücke zwischen Israel und den
   Diaspora-Gemeinden

 

1. Keren Hayesod-Veranstaltungen in aller Welt

a) Kiew, Ukraine – Der allererste Keren Hayesod-Abend der Solidarität mit Israel, der in Kiew am 17. Mai stattfand, war eine denkwürdige Veranstaltung. Nicht nur deshalb, weil eine derartige Veranstaltung zum ersten Mal in Kiew stattfand, sondern auch deshalb weil sie im ersten koscheren Restaurant Kiews, Ohel Avraham, in der Brodsky-Synagoge stattfand.

Die Gäste wurden von Vadim Rabinovich, Präsident des Keren Hayesod der Ukraine und von Moldawien begrüßt sowie von Nomi Ben Ami, der israelischen Botschafterin der Ukraine und Moldawiens. Nach einer sehr deutlichen Darstellung der gegenwärtigen Sicherheitslage und der damit verbundenen Herausforderungen, vor denen Israel steht, durch Carmi Gillon, dem früheren Leiter des israelischen Sicherheitsdienstes, rief der Oberrabbiner Israels, Yona Metzger, die Teilnehmer dazu auf, ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck zu bringen und sie im Kampf gegen den Terror zu unterstützen. Keren Hayesod-Generaldirektor Gad Ben-Ari bestärkte den Spendenaufruf, indem er darauf verwies, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten Israels schwache Bevölkerungsteile unterstützt werden müssten. Eine IDF-Unterhaltungsgruppe zeigte bei dieser Veranstaltung, worin der besondere Geschmack Israel liegt und ließ an diesem historischen Abend einen besondere Atmosphäre entstehen.

b) Mallorca, Spanien –Am Sonntag, 23. Mai, fand die allererste Kampagnen-Eröffnung in Mallorca, Spanien, im Santa Ponsa Playa Hotel, in der Nähe von Palma de Mallorca, statt. An der Veranstaltung nahm der neue Präsident der kleinen jüdischen Gemeinde von Mallorca, Jacques Stern, der Rabbiner der Gemeinde und die Präsidenten sowie andere wichtige israelische und jüdische weltweit-bezogene Einrichtungen teil, die in Mallorca und auf den Balearen-Inseln sehr aktiv sind. Der KH-Gesandte in Spanien, Marcello Goldin, der diese Veranstaltung organisierte, rief die Teilnehmer dazu auf, Israel über die Förderung von KH-Projekten direkt zu unterstützen. Für die Unterhaltung des Abends sorgten Meital und Adi, ein junges Duett aus Israel, das den Gästen israelische Lieder – bekannte wie neue – vorstellte und deren Vorstellung auf begeisterten Beifall stieß. Die Kinder der Gemeinde sangen zusammen und tanzten und schufen eine sehr familiäre und warme Atmosphäre. Am Morgen vor der Veranstaltung besuchte unser Gesandter gemeinsam mit den Sängern die jüdische Gemeinde in Palma de Mallorca und sprach mit einer Gruppe von Kindern in der örtlichen Talmud Torah-Schule.

c) Budapest – Als der Europäische Rat der jüdischen Gemeinden seine erste GA (General-Versammlung) vom 20. bis 23. Mai in Budapest organisierte, war auch der Keren Hayesod vertreten, den sein Generaldirektor Gad Ben-Ari neben dem Direktor der Europa-Abteilung, Yankele Snir sowie Vertreter der örtlichen KH-Kampagne repräsentierten – Gustav Zoltai, ihr Direktor, sowie Andras Heisler, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde von Budapest. 1000 Teilnehmer aus 41 Ländern fanden sich zusammen und stellten damit die Wiederentstehung der Europäischen Gemeinden 14 Jahre nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" dar – eine Wiederentstehung, der durch den Eintritt der meisten osteuropäischen Ländern in die Europäische Union weitere Energie verliehen wurde.

Die Hauptthemen der GA lauteten: Die Reaktion der jüdischen Gemeinden auf den wachsenden Antisemitismus in Europa, die Einrichtung einer Datenbank auf dem neuesten Stand, die allen europäischen jüdischen Gemeinden zur Verfügung stehen würde, die Förderung von örtlichen Führungskräften und Gemeindedienstleistungen sowie die Verdeutlichung der Existenz von Israel im Bewusstsein der Diaspora-Gemeinden. An der Eröffnungs- und Schlusssitzungen nahmen Mitglieder der ungarischen Regierung und Vertreter der israelischen Botschaft teil.

Im Laufe der GA-Veranstaltung hielt sich eine Delegation von 200 IDF-Offizieren in Budapest auf, ein Besuch, der mit dem örtlichen Büro der Jewish Agency koordiniert worden war. Diese nahmen an einer sehr gefühlsbetonten Feier im Hof der Neolog-Synagoge teil, die zum Gedenken an die ungarischen Juden abgehalten wurde, die im Holocaust umgebracht worden waren. Sie nahmen auch an einer Solidaritäts-Feier für Israel teil, die zum Teil vom Keren Hayesod gesponsert worden war und bei der etwa 1000 Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die israelische Botschafterin Judith Varnai-Shorer sowie der Bürgermeister von Budapest anwesend waren. Eine weitere Meldung: Die ungarische KH-Kampagne befindet sich mitten in der Planung für eine Spendenveranstaltung, die im Laufe des Jahres stattfinden wird.

2. Missionen: Ein Ausdruck der Solidarität mit Israel

a) Deutschland –Im Laufe des Monats Mai besuchten zwei christliche Gruppen aus Saarbrücken, die zur Heinrich Böll Stiftung gehören, Israel, um ihrem Wunsch nach Solidarität Ausdruck zu verleihen und aus erster Hand zu erfahren, was wirklich in Israel vor sich geht. Sie zeigten sich von der Berichterstattung über Israel in den Europäischen Medien tief betroffen und legten dagegen ihren Protest ein. Sie hatten ein volles Programm, dass sie von touristischen Sehenswürdigkeiten auch in Krankenhäuser führte, wo sie sich über die Behandlung von Terror-Opfern informierten; sie trafen mit Militärpersonal zusammen und besuchten, neben anderen Stätten, den Keren Hayesod, wo sie einen ganzen Tag über verfolgten, wie der Keren Hayesod Israel gegenwärtig hilft. Die beiden Gruppen wurden vom Europa-Direktor Yankele Snir und von der stellvertretenden Direktorin der Abteilung für Kommunikation and Marketing, Ellen Shmueloff empfangen und über alle Einzelheiten der KH-Arbeit für Israel informiert.

Die Realität der Erfahrung von Israelis angesichts des palästinensischen Terrors wurde ihnen sehr deutlich durch Anat, Mutter des 11jährigen Noam, vor Augen geführt, der bei dem Bombenanschlag im August 2001 im Sbarro Restaurant in Jerusalem verletzt worden war. Die Familie wird von der KH/JAFI-Stiftung für Terror-Opfer unterstützt. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland eröffnete die Gruppe ein Bankkonto und begann damit, zugunsten Israels für den Keren Hayesod Geld zu sammeln. Ein Treffen mit dem KH-Delegierten in Frankfurt, Benny Ilsar, ist bereits eingeplant.

b) Venezuela – Eine einzigartige Familien-Mission aus Venezuela kam im April nach Israel. Die fünf Familien setzten sich aus Eltern zusammen, die seit 35 Jahren befreundet sind, gemeinsam zur Schule gegangen sind, ihre Kinder gemeinsam aufgezogen haben und deren Beziehungen auch über ihre Kinder intakt geblieben sind, die bis zum heutigen Tag auch alle miteinander befreundet sind. Ihr Traum war es gewesen, gemeinsam nach Israel zu reisen – und sie ließen ihren Traum wahr werden mit Hilfe des KH-Gesandten Ze'ev Kirtchuk! Gemeinsam trafen sie sich mit Soldaten in Israel, die hier alleine leben, sie besuchten Terror-Opfer im Assaf Harofe Hospital und mehrere KH-Projekte wie zwei religiöse Schulen in der Pisgat Ze'ev-Wohngegend in Jerusalem. Der Teilnehmer Alfredo Cohen merkte an, dass der "Keren Hayesod eine sehr wichtige Organisation ist, die jüdische Menschen in der ganzen Welt vereint, um Israel zu stärken." Eine besondere Sache war die Teilnahme an einem Pessach-Abend auf einer Armee-Basis gemeinsam mit den Soldaten. Als sie von vielen Menschen gefragt wurden, ob sie Angst hatten nach Israel zu reisen, antwortete Moises Azerrad, dass "sie definitiv keine Angst hatten, weil es eine Organisation gibt – den Keren Hayesod – die alles sorgfältig organisiert hat und auf uns gut aufpassen wird." Der 14jährige Brian Cohen sagte, dass es eine "unvergessliche Erfahrung ist." Er fügte hinzu, dass "Israel nicht so ist, wie es im Fernsehen dargestellt wird. Ich nahm am täglichen Leben in Israel teil und sah all die guten und schönen Dinge, über die es verfügt."

c) Venezuela – Zwischen dem 13. und 23. Mai  kam eine Solidaritäts-Mission aus Venezuela nach Israel, die vom KH-Delegierten Ze'ev Kirtchuk organisiert worden war, um sich über das hiesige Leben in dieser schwierigen Zeit zu informieren. Die Woche ihres Besuches war in der Tat eine sehr schwierige Zeit, denn in diesen Tagen wurden 11 israelische Soldaten in Gaza getötet. KH-Weltvorsitzender Avi Pazner begrüßte die Gruppe und dankte den Teilnehmern dafür, so gute und unterstützende Freunde von Israel zu sein und für das, was sie für den Keren Hayesod leisten würden. In ihrer Anwesenheit traf die Gruppe mit führenden israelischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen, wie den früheren Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Arbeiterpartei, MK Shimon Peres, der sich am Leben der jüdischen Menschen in Venezuela sehr interessiert zeigte; mit dem Minister für Einwanderer-Eingliederung, Tzippi Livni sowie mit dem früheren Leiter des Mossad, Labor MK Danny Yatom. Der Chefredakteur der örtlichen Gemeindezeitung Nuevo Mundo Israelita, Gustavo Arnstein, beschrieb das Israel, das die Gruppe besuchte, um es zu unterstützen, als "blühend". Dies auch dank der führenden Persönlichkeiten und Soldaten, mit denen sie zusammentrafen und die ihnen dabei halfen, das Leben in Israel und das des Volkes im Land besser zu verstehen. Roberto Croitorescu, Präsident der Sociedad Israelita und der Va'ad HaKihilot sagte, dass die gesamte jüdische Führung aus der ganzen Welt nach Israel kommen sollte, um die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft in der Diaspora mit dem israelischen Volk zum Ausdruck zu bringen, besonders jetzt, da die Welle des Antisemitismus in der Welt Ausmaße erreicht hat, die denen in den schwierigsten Phasen der jüdischen Geschichte gleichen. "Wir sind ein Volk", sagte er. Er fügte hinzu: "Ich danke dem Keren Hayesod für diese außerordentliche Erfahrung, die es uns ermöglicht hat, mit all diesen führenden Persönlichkeiten zusammenzutreffen und für die wichtige Arbeit, die der Keren Hayesod leistet."

d) Mexiko – Vom 22. bis 29. April kam eine Mission aus Mexiko nach Israel, nachdem sie an der Marsch der Lebenden-Mission im früheren KZ Auschwitz in Dachau teilgenommen hatte. Ihr Besuch hier in Israel war besonders bedeutsam, weil die Mitglieder an den Yom HaZikaron and Yom HaAztmaut-Feiern teilnahmen. Sie legten Kränze am Dolphinarium in Tel Aviv nieder, wo vor drei Jahren 21 junge Menschen von einem Selbstmordattentäter ermordet worden waren, sowie am Moment Café, wo 9 Menschen im März 2002 ermordet worden waren. Sie besuchten das ZAKA und das Assaf Harofe Hospital, wo sie sich über die Auswirkungen von Terror-Anschlägen informierten, sie informierten sich auch über die Not-Stiftung des Keren Hayesod, die eingerichtet worden war, um Israels besonderen Bedürfnissen in der gegenwärtigen Sicherheitskrise gerecht zu werden. Die Gruppe hatte auch die Gelegenheit, einige inspirierende frohe Anlagen zu besuchen, wie zum Beispiel das KH Gilo Musik-Zentrum und das KH Beit Dagan Day Care Zentrum, in denen sie die Arbeit des Keren Hayesod begutachten konnten. Ein weiterer Höhepunkt und gefühlsbetonter Augenblick war das Abendessen zusammen mit Soldaten, die alleine in Israel leben. Und wie so oft, wenn sich zwei Juden treffen, fanden sich auch Familienbande. Einer der Teilnehmer, Isaac Marcovich, fand heraus, dass sein Vater und der Vater von Ilan Shtulman, Leiter der Produktionsabteilung des Außenministeriums, der den Teilnehmern einen Einblick in die Sicherheits-, Wirtschafts- und politische Lage in Israel verschaffte, gemeinsam studiert hatten. Diese Entdeckung trug zur besonderen Wärme und Gefühlsbetonung der Erfahrung dieser Mission bei. KH-Generaldirektor Gad Ben-Ari und der Direktor der Lateinamerikanischen Abteilung, Shaul Ravid, schlossen sich der Mission und ihren Teilnehmern beim abschließenden Abendessen in Israel an.

e) Frankreich – Die Solidaritäts-Mission der A.U.J.F. von Frankreich, kam nach Israel, um den Yom Yerushalyim in Jerusalem zu feiern. Sie nahmen an der offiziellen Gedenkfeier am Givat HaTahmoshet teil, im Beisein von Staatspräsident Moshe Katsav, Premierminister Ariel Sharon, Ministern, Knesset-Abgeordneten und weiteren Würdenträgern. Im weiteren Verlauf ihres Aufenthaltes besuchten sie KH-Projekte in Lev Ha'ir, wo der KH und die Stadtverwaltung gemeinsam  ein vielseitiges Programm entwickelt haben, um mit den sozialen Herausforderungen fertig zu werden, vor denen sich die Hauptstadt Israels gestellt sieht. Sie fuhren nach Haifa, wo sie eine IDF-Marine-Basis besuchten und das Atlit-Museum, wo sie sich über die  Ma'apilim informierten – die illegale Einwanderung in den Jahren vor der Staatsgründung. In Ramle lernten sie aus erster Hand das neue, erfolgreiche und wachsende Net@Programm kennen, das in insgesamt 10 Städten durchgeführt wird. Das Ziel liegt darin, junge Israelis, die in Randgebieten leben, zu Berufstätigen im Hi-Tech-Sektor auszubilden und zu ihrer Entwicklung als verantwortungsbewusste Bürger des Landes beizutragen. Für die Teilnehmerin Sara Novak aus Albi, ist die Teilnahme an einer Solidaritäts-Mission der A.U.J.F. der beste Weg, um seine eigene Solidarität zum Ausdruck zu bringen, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. "Das ist der richtige Weg, um Bande mit Israel zu knüpfen, zu zeigen, dass wir an Israels Seite stehen. Meine Botschaft lautet: "Kommen Sie selbst nach Israel, um sich davon zu überzeugen, dass die Wirklichkeit bei weitem anders ist als jene, die Sie im Fernsehen vorgeführt bekommen."

3. KH-Projekte nützen den israelischen Gemeinden

a) Beit Ariel in Be'er Sheva

Am 18. Mai fand eine Gedenkfeier statt, bei der Stipendien an Studenten mit hervorragenden Leistungen an der Beit Ariel Branco Weiss Schule verliehen wurden. Bei der Feier gab es mehrere Gedenktage: den 23. Jahrestag des vorzeitigen Todes von Ariel Rubenzadeh, der im Alter von 17 Jahren verschied; den 6. Jahrestag des Todes von Edna Ashkenazi, der verstorbenen Frau von Noam Shimron, Vorsitzender der Beit Ariel-Stiftung und Bruder von Nava Rubenzadeh sowie den 5. Jahrestag des Todes des Architekten von Beit Ariel, Ricardo Fiterman. Nach der Gedenkfeier gab es Ansprachen von Prof. Avishai Braverman, Präsident der Ben Gurion Universität, die Nava Rubenzadeh, Vorsitzende des Vorstandes der KH International Women's Division sowie Daniel Rubenzadeh, Beit Ariels Gründer und langjährige Spender und aktive Mitarbeiter des Keren Hayesod, für ihre Arbeit zugunsten von Beit Ariel dankte; vom Bürgermeister von Beersheva, Ya'akov Turner, der die Arbeit der Rubenzadehs würdigte und sich auch bei Noam Shimron für die wichtige Arbeit bedankte, die beide für die Jugend von Beer Sheeva leisten; vom KH-Weltvorsitzenden Avi Pazner, der wegen der Arbeit für Beit Ariel voll des Lobes war und Nava für alles dankte, was sie für den Keren Hayesod geleistet hat, besonders für die Women’s Division; Daniel erinnerte an den Grund der Stipendien, der darin liegt, die Erinnerung an seinen Sohn Ariel wach zuhalten und er sprach von der Bedeutung, gerade in dieser schwierigen Zeiten in Israel zu sein. Im Namen der Studentenschaft sprachen zwei Studenten sehr emotionell – einer mit einem Gedicht, in dem er den Verlust eines Nahe Stehenden beschrieb, und eine weitere, in der sie ihre tiefe Dankbarkeit dafür ausdrückte, dass ihr die Schule eine Möglichkeit biete, ihr Leben zu verändern und sie bedankte sich auch beim Personal, dem sehr an ihrem Wohlbefinden gelegen sei und das alles für sie tue. Nava Rubenzadeh wird bei der bevorstehenden Keren Hayesod Welt-Konferenz mit dem Women's Division Award of Excellence-Preis ausgezeichnet werden.

b) Für Alec Rogoff, dem Vorsitzenden der Aaron Baere-Stiftung in Süd-Afrika, lag der beste Weg, seinen Geburtstag zu feiern, darin, den Grundstein für die Ayalon Feuerwehr- und Rettungsstation zu legen, die für die Ramle-Lod-Region zuständig ist. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Ramle, Liat Ratner, machte klar, dass der Bau einer neuen Abteilung der Feuerwache eine Fortsetzung der anhaltenden Unterstützung der Baere - Stiftung für Ramle darstellt.  Sie fügte die Hoffnung hinzu, dass die Feuerwache niemals im Einsatz sein möge. David Magen, Vorsitzender der Feuerwehr- und Rettungseinheiten-Gemeinschaft, dankte der Baere-Stiftung für das Verständnis ihrer Bedürfnisse und für die andauernde Hilfe.

In Begleitung von Aaron Baeres Witwe, Bernice Baere, stellte Alec Rogoff klar, dass er es als ein Privileg empfinde, mit Ramle in Verbindung gebracht zu werden. Er bezog sich auf das Buch Ruth als Alex Rogoff die Verpflichtung im Namen der Baere-Stiftung ausdrückte, dass "wohin auch immer Israel gehe, wir an seiner Seite stehen. Wir werden dich nicht alleine lassen in schweren Zeiten. Mit Projekten wie diesen und weiteren Keren Hayesod – UIA-Projekten sind wir an der Zukunft Israels beteiligt und ein Teil davon."

4. Gedenken an KH-Erbschafts-Spender

Shavuot Yizkor-Gottesdienste zum Gedenken an Keren Hayesod-Spender wurden am 26. Mai in der großen Synagoge in Jerusalem abgehalten. Den Yizkor –Gottesdienst leitete in diesem Jahr der frühere Oberrabbiner von Israel, Rabbi Israel Lau, ein. In seiner Rede sprach Rabbi Lau von den Patriarchen des jüdischen Volkes, von denen ein jeder einen prinzipiellen Wert im jüdischen Leben darstelle. Es war Abraham, sagte er, der in seinem Charakter den Wert der gemilut hasadim darstelle, denn er habe sich immer als Spender und Mensch der Nächstenliebe gezeigt. Und, so sagte er, die Juden in der Diaspora folgen über den Keren Hayesod der Tradition von Abraham, indem sie für Israel spenden, um für die Wohlfahrt, die Ausbildung und die lebensrettenden Bedürfnisse des Volkes von Israel beizutragen. Deshalb, wie er betonte, wird den Erbschaftsspendern des Keren Hayesod aus der ganzen Welt mit dem Yizkor-Gottesdienst gedacht.

Den über 800 Anwesenden, die dem Gottesdienst beiwohnten, wurde eine besondere Broschüre des Keren Hayesod überreicht. Neben den besonderen  Themen über die Tradition der tzedaka und dem Vermachen von Erbschaften, enthielt die Broschüre auch eine Gedenkliste von Erbschaftsspendern aus den verschiedenen Kampagnen-Ländern.

Wie es in der Grossen Synagoge von Jerusalem Brauch ist, wurde Yizkor für die früheren Präsidenten und Ministerpräsidenten des Staates Israel gesagt. Ein besonderes El Maleh Rahamim wurde zu ihrer Erinnerung von dem weltbekannten Oberkantor Naftali Herstik gesungen. Cantor Herstik sang darauf ein weiteres besonderes El Maleh Rahamim-Gebet für Keren Hayesod Erbschaftsspender. Der Gottesdienst schloss mit dem Kaddish-Gebet.

5. Europäisches Delegierten-Treffen

Ein kurzes aber fruchtbares Europäisches Delegierten-Treffen fand in Genf vom 7. bis 8. Mai statt. Daran nahmen teil aus der KH-Zentrale Generaldirektor Gad Ben-Ari, KHs neuer CFO Yoav Sharon sowie Europadirektor Yankele Snir, der das Treffen gemeinsam mit dem örtlichen Delegierten Itzik Lev und dem stellvertretenden Europadirektor Ya'akov Moreno organisiert hatte. Die Hauptthemen, die bei der Konferenz diskutiert wurden, bezogen sich auf den Status der Überweisungen aus den europäischen Kampagnen im ersten Drittel des Jahres 2004, auf die Analyse der Ergebnisse der 2003 Kampagnen und einen Überblick auf die Ergebnisse im Jahre 2003 in Bezug auf Erbschaften und Vermächtnisse.

Es wurde berichtet, dass die Überweisungen für das erste Drittel 2004 im Vergleich zum Vorjahr erheblich angestiegen waren und noch mehr im Vergleich zum Jahre 2002. Die Analyse jeder Kampagne im Vergleich zu den Zahlen der vergangenen 4 bis 5 Jahre zeigte, dass bei den europäischen Kampagnen die Gesamtzahl der Spender zugenommen hat und dass auf die Analyse und Betreuung der Großspender besonderer Wert gelegt werden sollte. Was Erbschaften und Vermächtnisse betrifft, wurde ein Bericht bezüglich der Ergebnisse des Jahres 2003 vorgelegt und betont, dass im Jahre 2004 mehr auf diesem Gebiet erreicht werden müsse. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass in Zürich, Wien, Deutschland und bald auch in Spanien neue Delegierte ernannt worden seien.

Darüber hinaus wurden zwei wichtige bevorstehende KH-Veranstaltungen diskutiert, die Juni-Konferenz und Yachdav, wobei die Werbung von Teilnehmern für Yachdav von besonderer Bedeutung ist, da dies Auswirkungen auf die Zukunft aller Kampagnen hat. Für weitere Informationen über Yachdav hier anklicken.

6. IFJC unterstützt auch weiterhin ganz Israel

Die Internationale Bruderschaft von Christen und Juden hat mehrere Programme gestartet, die sich auf die Leben vieler Menschen in allen Gebieten Israels auswirken werden: Eine Spende über NIS1 Million ($217,391) für bedürftige neue Einwanderer und ihren Familien in Be'er Sheva über verschiedene neue Projekte; eine Spende von NIS 120,000 ($27,000) für bedürftige Menschen wobei man sich besonders auf Kinder und Jugendliche im Beit Shean Tal konzentriert; Das "Marsch der Hoffnung" – Projekt, das dem "Neediest Family Funds"-Programm entspricht, das von Zeitungen in der gesamten USA unterstützt und in Israel von Tageszeitung Ma'ariv gefördert wird. Es handelt sich um eine Multimillionen Dollar-Initiative, mit der Tausenden von armen Familien in ganz Israel geholfen wird. Jede Familie erhält bis zu $6,000 an Beihilfe für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Erziehung, Berufsausbildung und für weitere grundsätzliche Dinge; die "Alternativa Laboral"-Organisation wird es eingesessenen Einwanderern aus Süd-Amerika ermöglichen, neuen Einwanderern beizustehen und ihnen zu helfen, einen Arbeitsplatz zu finden sowie ein Programm für äthiopische Männer und Frauen, die am Tel HaShomer Hospital zu Krankenpflegepersonal ausgebildet werden.

7. Israelische Jugendliche – Lebendige Brücke zwischen Israel und den Diaspora-Gemeinden

a) Zwölf Studenten und zwei Lehrer der Har VeGai Schule (Kibbuz Dafna, Ober- Galiläa) reisten am 18. April aus Israel ab, um ihre Kollegen an der Calgary Jewish Academy und die jüdische Gemeinde zu treffen. Dies alles geschah im Rahmen des "Galilee Panhandle/Coast-to-Coast Canada Schools Living Bridge- Programmes". Eine Gruppe von 13 Schülern und 3 Lehrern aus der Emek HaHula Schule (Kibbuz Kfar Blum, Ober-Galiläa) reisten in der gleichen Woche zur Edmonton Talmud Torah. Beide Studenten-Missionen nahmen an den Yom Ha'zikaron und Yom Ha'aztmaut-Feiern teil, die an ihren Partnerschulen und deren Gemeindezentren abgehalten wurden. Sie verbrachten auch Zeit in den Klassenzimmern und brachten damit das wirkliche "Aroma" der Galilee Panhandle-Region und aus Eretz Yisrael zu ihren Kollegen.

b) Das Magic Moments-Programm lief in England zum zweiten Mal und war erneut sehr erfolgreich. 85 Jugendliche & Führungskräfte aus der englischen Partnerschaftsregion in Nord-Israel wurden von 14 verschiedenen Gemeinden im ganzen Land willkommen geheißen. Die israelischen Jugendlichen besuchten Schulen, 'Cheders' und Altenheime und veranstalteten Gemeinschaftsabende on Synagogen an Yom Hazikaron und Yom Ha'atzmaut. Insgesamt trafen sie mit über 7000 Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft Englands zusammen.

David Cohen, UJIA Chairman, sagte: "Die Auswirkung des Magic Moments-Programms ist immens, sowohl für die Israelis wie für unsere eigene Gemeinschaft in England. Die Jugendlichen arbeiteten die ganze Woche über sehr hart, sie trafen mit Menschen aus allen Altersgruppen zusammen und halfen, die Bande zwischen uns zu stärken. Ich hoffe, dass "Magic Moments" weiterhin für viele Jahre ein Höhepunkt des UJIA-Kalenders sein wird."

Produziert von der Kommunikations– und Marketing–Abteilung
des
Keren Hayesod Jerusalem
Redaktion: Ellen Shmueloff
, Deutsche Bearbeitung: Wolf S. Bruer
www.kh-uia.org.il / info@kh-uia.org.il

Keren Hayesod 05-06-04