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DIE EINWANDERUNG AUS ARGENTINIEN UND ÄTHIOPIEN GEHT
NACH WIE VOR WEITER
Von Ora Arif, Yediot
Aharonot 4.4.2002
Am
Na’aleh-Programm nahmen 110 Jugendliche aus Frankreich teil, im Vorjahr
waren es nur 40 gewesen
Wie
erwartet, hat sich die Intifada auf die Einwanderung in Israel negativ
ausgewirkt. Nach den Zahlen der Jewish Agency hatte es 1999 aus der
ganzen Welt 76 766 Einwanderer gegeben. Im Jahr 2000, als die Intifada
begann, ging diese Zahl auf 60192 zurück und im Jahr 2001, in dem die
Intifada ungebrochen anhielt, fiel die Zahl der Einwanderer dramatisch
auf nur noch 43 471.
Die
Zahl der Einwanderer aus der früheren Sowjet Union halbierte sich im
Zeitraum von 1999 bis 2001: 1999 waren es 66 848 Einwanderer gewesen; im
Jahr 2000 – 50 817; und im Jahr 2001 lag die Zahl bei lediglich 33 550.
Die
Zahl der Einwanderer aus Nord Amerika belief sich 1999 auf 1697; im Jahr
2000 – 1401; und im Jahr 2001 nur noch bei 1378.
Die
einzigen Länder in der Welt, aus denen die Aliyah in diesem Zeitraum
zunahm, waren Argentinien und Äthiopien: Die Zahl der Einwanderer aus
Argentinien lag 1999 nur bei 936; im Jahr 2000 bei 1053; im Jahr 2001
bei 1367. Die Zahl der Einwanderer aus Äthiopien lag 1999 bei
2290; im Jahr 2000 – 2201; im Jahr 2001 bei 3272.
Trotz
der Tatsache, dass im letzten Jahr die Zahl der Einwanderer aus
Frankreich zurückging, 1002 verglichen mit 1153 im Jahr 2000 – schätzt
Moshe Almoznino, der Geschäftsführende Direktor der Jewish Agency
Mission in Frankreich, dass 2002 eine große Einwanderungswelle nach
Israel zu verzeichnen sein wird. Nach seinen Worten sind bis Mitte März
164 Juden nach Israel ausgewandert. “Wir schätzen, dass diese
Einwanderungszahlen im Sommer ansteigen werden,” sagt Almoznino, “und es
ist sehr gut möglich, dass sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr
verdoppeln wird.”
„Die
Situation in Israel hat sich auf die Aliyah aus Frankreich oder
Argentinien nicht ausgewirkt,” sagt Mike Rosenberg, Generaldirektor der
Einwanderungs-Abteilung der Jewish Agency. “Personen mit der Absicht,
Aliyah zu machen, nehmen davon nicht Abstand. Bei den kürzlich
abgehaltenen Aliyah-Messen in beiden Ländern waren Jewish Agency-Teams,
Repräsentanten von Einrichtungen Höherer Schulen sowie Arbeitgeber aus
Israel davon überrascht, dass fast keine Fragen zur Sicherheitslage
gestellt wurden, stattdessen wurde vor allem nach dem Wohnungsmarkt und
den Möglichkeiten bei der Jobsuche gefragt.”
Eine
weitere Tatsache, die zusätzlich Almozninos Annahme unterstützt, dass
die Zahl der Einwanderer aus Frankreich zunehmen wird, ist die Liste der
Bewerber für das Na’aleh-(Jugend vor den Eltern) Programm. Bis heute,
einen Monat vor dem Ende der Einschreibung, haben sich bereits 110
französische Jugendliche für das Programm eingeschrieben, verglichen mit
nur 40, die im Vorjahr daran teilnahmen.
“Dies
zeigt, dass sogar die Familien dieser Jugendlichen daran denken, nach
Israel auszuwandern. Sonst würden sie ihre Kinder nicht schicken,“ gibt
Almoznino zu bedenken. Nach seinen Worten ist sogar eine Zunahme bei der
Anmeldung für alle Arten der erzieherischen Einrichtungen zu
verzeichnen. Jerusalems religiöses Lev Institut zum Beispiel, das im
letzten Jahr 40 von 100 Bewerbern aufnahm, hat bereits 300 Bewerbungen
vorliegen.
Die
Zahlen in diesem Jahr lassen einen wesentlichen Anstieg an Einwanderern
aus Argentinien erwarten: In den ersten drei Monaten des Jahres 2002
alleine kamen 980 Einwanderer in Israel an – praktisch die gleiche Zahl,
die im ganzen Jahr 2000 einwanderte. Das Wesentliche daran: Wenn dieser
Trend anhält, wird die Gesamtzahl der Einwanderer aus Argentinien in
diesem Jahr bei 4000 bis 5000 liegen.
“Wir
arbeiten dafür, soviele Juden wie möglich zur Aliyah zu bewegen,” sagt
der Vorsitzende der Jewish Agency, Sallai Meridor. “Das Interesse an der
Einwanderung nach Israel nimmt nach wie vor zu, trotz der Lage im Land.”
keren-hayessod.de / 22-04-02
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