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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Im Vorfeld der Keren Hayesod- Juni-Konferenz:
"Ich fühle, wie ich hier in Israel Wurzeln zu schlagen beginne"

Eine neue Einwanderin aus Argentinien erarbeitet sich ihre wissenschaftliche Forschungskarriere in ihrer neuen Heimat

Aus der JAFI Website – von Batsheva Pomerantz

Jerusalem – Als sie in Cordoba in Argentinien aufwuchs, fühlte Ariela Hurvitz, dass ihr etwas in ihrem Leben fehlte, da sie nicht in Israel lebte. Im Laufe der Jahre hörte sie von ihren Eltern Geschichten über Israel, die kurz nach ihrer Hochzeit für kurze Zeit hierher gezogen waren. Ihr Vater, ein Mediziner, der Facharzt für Orthopädie ist, war eine Stelle für drei Jahre in Ashkelon angeboten worden. Ihr älterer Bruder ist hier geboren worden. "Sie erzählten oft über ihre schöne Zeit in Israel", erinnert sich Ariela, die 33 Jahre alt ist. "Sie sprachen manchmal Hebräisch zusammen, um Geheimnisse außer Hörweite zu halten. Ich war auf Hebräisch und Israel neugierig."


Ariela Hurvitz in Israel

Ariela besuchte Israel zuerst als Kind. Als junges Mädchen nahm sie am Jewish Agency-Tapuz-Sommerprogramm im Kibbuz En Gev teil.

Nachdem sie Aliyah in Betracht gezogen hatte, wurde ihr geraten, im Ausland zuerst einen Beruf zu erlernen. Sie studierte fünf Jahre Biochemie und spezialisierte sich auf Molekular-Technologie. Darauf arbeitete sie für eine pharmazeutische Firma, die Proteine aus Blut herstellte. Zusätzlich studierte sie Theaterwissenschaften in Cordoba, was ihr auch eine Rolle im Theater einbrachte.

Als Ariela schließlich soweit war, in Israel zu leben, wandte sie sich an die Jewish Agency und informierte sich über die Berufliche Fortbildungsprogramm im Land. Dieses Programm bietet jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt die Möglichkeit, sich berufliche Erfahrung in Israel anzueignen, indem sie freiwillig als Auszubildende auf ihrem Gebiet arbeiten. Ariela arbeitete am Weizmann Institut für Wissenschaften in Rehovot, wo sie drei Monate lang Forschungsarbeit leistete. "Es war das erste Mal, dass ich mich in Israel in einer akademischen Umgebung befand."

Die Erfahrung war ausgezeichnet und mir machte die Forschungsarbeit Spaß. "Zusätzlich zu den hoch angesehenen Wissenschaftlern des Weizmann Institutes als Kollegen, wusste Ariela die dortigen modernen Laboratorien zu schätzen, an denen es in Argentinien so sehr mangelt. Während ihrer Zeit am Weizmann-Institut studierte Ariela am dortigen Ulpan für Wissenschaftler, an dem Kollegen aus der ganzen Welt Hebräisch studieren. Sie beendete ihre Erfahrungszeit im April 2005. Ariela würde gerne den Doktortitel in Biochemie erwerben, wenn sie einmal die geeignete Studienumgebung gefunden hat.

Das Jewish Agency Berufserfahrungsprogramm festigte in Ariela den Wunsch, Aliyah zu machen. "Es war das erste Mal, dass ich hier alleine lebte. Obwohl ich nicht gerade eine Israelin war, arbeitete ich mit Israelis. Ich lernte im Supermarkt wie alle anderen Israelis einzukaufen. Ich lebte unabhängig, ohne die ständige Anwesenheit eines Ratgebers wie es in anderen Programmen der Fall ist, die auf Jugendliche ausgerichtet sind." Aber es war ihr immer möglich, sich an den Jewish Agency-Koordinator zu wenden, wenn sie Beistand benötigte.

Die Erfahrungszeit beinhaltete Ausflüge zu den bekannten Sehenswürdigkeiten in ganz Israel, wo Ariela weitere Teilnehmer des Erfahrungsprogrammes aus vielen Ländern kennen lernte. "Es war das erste Mal, dass ich viele dieser Orte besuchte, und ich entwickelte eine Beziehung zu dem Land und seiner Geschichte."

Ariela machte im Juli 2005 Aliyah und studierte die Sprache am Jewish Agency - Ulpan Etzion in Jerusalem. "Die Lehrer waren wunderbar und achteten immer darauf, uns zu helfen auf welche Weise es auch nötig war. So erleichterten sie uns zum Beispiel den Gang zu den Behörden indem sie Einwanderungs-Beamte ins Ulpan brachten. Sie halfen mir auch dabei, eine Wohnung in Tel Aviv zu finden." Ariela hat immer davon geträumt in Tel Aviv zu leben, wo sie Freunde aus Süd-Amerika hat.

Arielas Grosseltern waren von Europa nach Südamerika ausgewandert und waren einige Male umgezogen. Auch ihre Eltern sind einige Male umgezogen. "Meine Familie hat eine lange Reise hinter sich. Sie waren wie wandernde Juden. Im Gegensatz dazu habe ich das Gefühl, dass Israel meinen Platz in der Welt darstellt. In Israel bin ich jüdisch und ich habe das Gefühl, dass ich hier Wurzeln schlage."

Das Beruf-Erfahrungsprogramm wird von den KH-UIA-Spendern unterstützt

Keren Hayesod 07-06-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem