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Berlins Gemeindevorsitzender Dr. Alexander Brenner ruft zur Unterstützung Israels durch Spenden über den Keren Hayesod auf:

„Hilfe für Israel ist für Juden in der Diaspora auch ein Privileg“

Folgenden Aufruf zur Hilfe für Israel über den Keren Hayesod veröffentlichte in diesen Tagen der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Dr. Alexander Brenner:

„Mehr denn je ist in diesen Tagen unsere Solidarität mit dem Staat Israel gefragt. Als Juden in Deutschland, die wir Zeugen des Antisemitismus-Streit in der FDP und einer dessinformativen Medien-Hetzkampagne gegen den Staat Israel sind, erleben wir wieder einmal, wie prekär unsere Existenz in der Diaspora ist, wie sehr sie mit dem Schicksal aller Juden weltweit verbunden ist und wie die Geschehnisse in Israel uns ebenso betreffen wie die Juden, die dort leben.

Als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin kann ich das „Israel-Not-Programm“, das der Keren Hayesod unlängst gestartet hat, nur begrüßen und ihm meine vollste Unterstützung zusagen. Seit dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten sind rund 500 israelische Bürger bei Terror-Anschlägen ums Leben gekommen und rund 4.000 verletzt worden. Die anhaltende Krise, die im September 2000 begann und deren Ende nicht abzusehen ist, hat sich empfindlich auf die israelische Wirtschaft ausgewirkt. Bis zum Ende des Jahres 2002 wird sie dem Staat Israel 8,5 Milliarden Dollar gekostet haben. Die Krise verstärkt bereits bestehende Notlagen unter den wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsschichten Israels.

Hier sind wir Juden in der Diaspora aufgerufen, Hilfe zu leisten! Und ich appelliere an alle Gemeindemitglieder, ihrer Pflicht gegenüber dem jüdischen Staat nachzukommen. Unterstützen Sie das „Israel-Not-Programm“ des Keren Hayesod. Denn eines müssen wir uns immer wieder klar machen: Ohne eine gesicherte Existenz des Staates Israels gibt es auch keine sichere Existenz der Juden in der Diaspora. Wir sind aufeinander angewiesen.

Es ist eine alte jüdische Tradition, „Zedaka“ zu üben. Zedaka – Wohltätigkeit – ist eine Mizwa. Doch diejenigen, die „Zedaka“ üben, besitzen nicht nur das Verdienst, eine Mizwa erfüllt zu haben, sondern das Privileg, überhaupt „Zedaka“ ausüben zu können. Daher sollte der heutige Abend auch ein Anlass zur Dankbarkeit dafür sein, dass wir in der Lage zu sein, im Rahmen unserer Möglichkeiten, helfen zu können - etwas Konkretes und Gutes für die israelische Bevölkerung zu tun, soweit es in unseren Mächten steht.

Ihr

Dr. Alexander Brenner

Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Keren Hayesod 02.04.2008