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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Teilnehmerbericht von Berlins KH-Repräsentanten Udi Lehav:
Chicago-Marathon - Inmitten von 40000 Teilnehmern nach 6 Stunden am Ziel zugunsten krebskranker Kinder in Israel

22. Oktober 2006 - (Chicago) - Um 5:00 Uhr morgens klingelt der Wecker, es ist Zeit aufzustehen, denn heute beginnt für mich der große Tag, für den ich monatelang trainiert habe, Heute ist MARATHON-Tag in Chicago und der Startschuss fällt bereits um 08:00 Uhr.

Ich schaue aus dem Fenster, leichter Regen und es ist windig. Chicago ist doch dafür auch sehr bekannt. Ich ziehe mich warm an, denn es wurde angekündigt, dass es sehr kalt sein wird und die Wettervorhersage hatte auch Recht. Die Temperaturen lagen kaum um den Gefrierpunkt. Da mein Hotel etwas außerhalb der Stadt liegt, muss ich mit dem Zug nach Chicago "Downtown" fahren, wo das Rennen beginnt.

Dank Doug Mann darf ich in das "Trophi Zelt", das extra für Teilnehmer, die für einen guten Zweck laufen, eingerichtet wurde. Ich weiß noch nicht wie dankbar ich ihm im Laufe des Nachmittags dafür sein werde. Dort warten auf die Läufer eine kleine Mahlzeit sowie die Möglichkeit, sich umzuziehen und bei 4 Grad ist dies ein echtes Geschenk!

Punkt 08:00 Uhr startet das Rennen. Bis ich aber "anlaufen" kann, dauert es noch über 20 Minuten, da sich für das Rennen 40,000 Läufer aus 91 Ländern angemeldet haben!

Obwohl es so kalt ist bejubeln uns die Zuschauer ohne Pause. Der Rennstrecke entlang liegen alle Sehenswürdigkeiten der Stadt, Lincoln Park, China Town, Französische Viertel, aber dafür habe ich keine Augen, man läuft und läuft und läuft.

Bei Kilometer 32 beginne ich meine Muskeln zu spüren, die sich durch die Kälte langsam zusammenziehen und ich denke mir, nun erst beginnt das Rennen für mich, obwohl es nur noch nur 10 km sind. An alles habe ich gedacht, nur nicht ans Aufhören. Ich war so konzentriert das Rennen zu beenden, dass ich die Menschen, die rechts und links standen und uns immer wieder angefeuert haben, kaum bemerkte. Ich will ans Ziel! Egal wie lange es dauert! Nur daran dachte ich. In diesem Moment dachte ich auch nur noch: "Laufe, laufe" und ich dachte an die Kinder in Beer Sheva und an Euch, Bekannte und Freunde, die mich dabei unterstützen. Ich weiß es nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber das hat sehr geholfen, es setzt die letzten Kräfte frei. Ich bin jedem von Euch so dankbar, denn ihr habt, bewusst oder nicht, an diesem Rennen teilgenommen.

Nach etwa 6 Stunden war ich am Ziel. Müde aber glücklich und ich war so froh, als ich die Medaille überreicht bekam, gleich in das Zelt zum Umziehen gehen konnte und eine warme Mahlzeit bekam.

Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank allen aussprechen, die das Projekt "Marathon für krebskranke Kinder" unterstützen. Ohne eure Unterstützung hätte ich das nicht geschafft!


Berlins KH-Repräsentant Udi Lehavi beim
Marathon-Rennen in Chicago

Keren Hayesod 10-11-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem