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Vor dem ersten WM-Spiel der iranischen Mannschaft in Deutschland:
Demo in Nürnberg stieß auf großes Echo bei Bürgern und
den Medien
Nürnberg - Etwa 1000 Menschen haben unmittelbar vor
dem ersten WM-Spiel der iranischen Fußball-Mannschaft in Nürnberg gegen
die antiisraelische Politik der iranischen Regierung protestiert, zu der
die Israelitische Kultusgemeinde aufgerufen hatte und die auch vom Keren
Hayesod Deutschland unterstützt wurde. Der Protest verlief ohne
Zwischenfälle. Bayerns Innenminister Günther Beckstein erklärte seine
uneingeschränkte Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung. zu der die
Israelitische Kultusgemeinde aufgerufen hatte.
Auf dem Jakobsplatz in der Nürnberger Innenstadt
versammelten sich Demonstranten mit zahllosen israelischen Flaggen, um
gegen die Israel-feindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten
Mahmud Ahmadinedschad zu protestieren. Zu der Demonstration hatten die
israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg und der Deutsche
Gewerkschaftsbund aufgerufen.
Gemeinsamer Auftritt von Beckstein, Roth und Michel
Friedman
In einer Rede auf der Kundgebung warb Bayerns
Innenminister Günther Beckstein für ein entschlossenes Vorgehen gegen
Antisemitismus. "Führen wir in aller Deutlichkeit vor Augen, dass Bayern
und Deutschland ebenso wie die gesamte westliche Welt fest an der Seite
des Staates Israel und der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger
stehen", sagte der CSU-Minister. Beckstein forderte einen "Aufstand der
Anständigen" gegen den iranischen Staatspräsidenten. Die Äußerungen
Ahmadineschads seien "von Hass, Intoleranz und tiefem Antisemitismus"
erfüllt und durch nichts zu entschuldigen. "Deshalb sage ich es auch in
aller Deutlichkeit: Ahmadinedschad ist in unserem Land nicht
willkommen", sagte der CSU-Politiker. Zugleich machte er deutlich, dass
sich der Protest nicht gegen die iranische Bevölkerung sowie die
iranische Fuball-Nationalmannschaft richte.
Grünen-Chefin Claudia Roth warf Ahmadindeschad eine
Verhöhnung der Opfer des Holocausts vor. Beckstein und Roth traten bei
der Kundgebung demonstrativ gemeinsam auf, um die parteiübergreifende
Verachtung der antisemitischen und israelfeindlichen Haltung des
iranischen Präsidenten zu unterstreichen.
Friedman: "Irans Präsident Hitler des 21.
Jahrhunderts"
Der frühere KH-Vorsitzende Michel Friedman bezeichnete
den iranischen Präsidenten als "Hitler des 21. Jahrhunderts" und warf
den deutschen Politikern einen "Schmusekurs" mit der Regierung in
Teheran vor. Friedman kritisierte zugleich, dass Irans Vizepräsident
Mohammed Aliabadi ein Visum bekommen habe. Sein damit ermöglichter
Besuch des Spiels Iran-Mexiko sei "eine Schande für unsere eigene
Glaubwürdigkeit".


Bayerns Innenminister Günther Beckstein bei seiner Rede in Nürnberg

Demonstration in Nürnberg gegen Irans antiisraelische Politik

Blaue Israelfahnen wehten auf der Demo in Nürnberg überall

Keren Hayesod 13-06-2006
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