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Jewish Agency und Keren Hayesod sind dabei besonders gefordert:
Die letzten 13000 Mitglieder der äthiopisch-jüdischen
Falashmura-Gemeinde sollen bis 2007 Aliyah machen
Jerusalem (bru) – Die israelische Regierung hat im
Februar dieses Jahres ihre Unterstützung zugesagt, im April muss das
Projekt von Ministerpräsident Ariel Sharon offiziell abgezeichnet werden
und danach kann es in Angriff genommen werden: Die Überführung der
restlichen jüdischen Falashmura-Gemeinde aus Äthiopien nach Israel.
Offiziell heißt es in der Regierungsvorlage: Bis Ende des
Jahres 2007 werden annähernd 13.000 Angehörige der Falashmura nach
Israel gebracht. Dies geschieht auf der Grundlage einer endgültigen
Liste und …des Aliyah-Potenzials, die vom Innenministerium genehmigt
wurden und insgesamt 17.188 Personen umfassen. Bis heute sind 4.300
dieser Personen nach Israel eingewandert.
Konkret geht es um etwa 13000 Mitglieder dieser Gemeinde,
die nach wie vor in Lagern in der Hauptstadt Addis Abeba und Gondar
unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten werden und auf ihre
Ausreise warten. Unsere Fotos vermitteln hierzu einen Eindruck von deren
Situation.
Auch der Zeitrahmen steht bereits fest. Waren es bisher
pro Monat etwa 300 Menschen, die aus diesen beiden Lagern nach Israel
"hineintröpfelten", so soll ab Juni 2005 diese monatliche Rate auf 600
erhöht werden, sich also verdoppeln. In jährlichen Stufen sieht die
geplante Aliyah aus wie folgt:
2005: 5,400 (300 x 6 Monate + 600 x 6 Monate)
2006: 7,200
2007: 1,000
Das gesamte Projekt soll Ende des Jahres 2007
abgeschlossen sein, so die offizielle Planung, und danach können die
Lager in Abstimmung mit der Regierung Äthiopiens endlich aufgelöst
werden.
Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit mehrerer
Ministerien und Organisationen, gefordert sind das Außenministerium, das
Innenministerium, das Gesundheitsministerium, das American Joint
Distribution Committee (JDC), das Einwanderungsministerium sowie die
Behörde für Glaubensfragen und Übertritte.
Doch bereits wie in der Vergangenheit trägt eine
Organisation die Hauptlast der praktischen Arbeit vor Ort: Die Jewish
Agency für Israel. Sie muss sich vor Ort um die Lager und die
dortigen Menschen kümmern, sie stellt die Versorgung und den Verlauf der
Ausreise sicher und sie bringt die Mittel vor Ort auf, um dies alles zu
finanzieren. In den Lagern muss Personal ausgebildet werden, die
wiederum durch Schlichim aus Israel ergänzt werden, die Menschen dort
müssen vorab auf ihre neue Umgebung vorbereitet werden, sie werden
medizinisch betreut und in den Schulbetrieb Israels integriert. In den
Lagern wird Hebräisch unterrichtet und auch Fächer wie Mathematik und
Englisch werden den Kindern nahe gebracht, für viele von ihnen ist dies
alles eine völlig neue Erfahrung. Ziel ist es, die Menschen auf die
moderne israelische Gesellschaft vorzubereiten, ihnen die Integration zu
erleichtern und ihnen auch den Zugang zur modernen jüdisch geprägten
israelischen Kultur zu ermöglichen.
Doch auch die Vorbereitung auf das Berufsleben in der
israelischen Gesellschaft muss geplant werden. Für viele der neuen
Einwanderer bedeutet dieser Schritt den ersten Eintritt ins 21.
Jahrhundert.
Dies alles kostet viel Geld, genauer gesagt, werden
Mittel in Höhe von $ 33 Millionen oder etwa € 25 Millionen für dieses
Projekt benötigt. Den Löwenanteil nehmen die Bereiche Ausbildung mit
fast $10 Millionen und Ernährung mit $ 9 Millionen in Anspruch. Dem
Staat Israel sind jedoch wegen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage
finanziell enge Grenzen gesetzt. Deshalb wird es wieder auf das
Solidaritätsgefühl der jüdischen Menschen in aller Welt und auf alle
Freunde Israels ankommen, diese Mittel aufzubringen.
Der Keren Hayesod wird durch seine weltweite
Spendenarbeit und durch Ihre Hilfe wie bereits in der Vergangenheit
entscheidend dazu beitragen, dass dieses Projekt finanziert und
erfolgreich durchgeführt werden kann.
(Für weitere
Informationen wenden Sie sich bitte an den Keren Hayesod-Repräsentanten
in Ihrem örtlichen KH-Büro, bitte hier klicken!).








Keren Hayesod 01-04-2005
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