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Gedenkfeier mit KH-Beteiligung für olympische
Terror-Opfer von 1972 in München
„Wir werden diese Bilder des Schreckens nie
vergessen“
München
(KH) - Zum Abschluss der EM wurde mit einer Gedenkfeier an den
Terroranschlag auf das israelische Olympia-Team 1972 in München gedacht, an
deren Ausrichtung massgebend das Münchner KH-Büro unter dem dortigen
KH-Delegierten Mishi Salomon beteiligt war. "Wir werden die Bilder nie
vergessen. 1972 bewegt uns noch heute", sagte Israels Botschafter in
Deutschland, Shimon Stein bei der Gedenkfeier, der sich auch persönlich bei
Mishi Salomon für dessen Initiative bedankte.

Münchens KH-Delegierter Mishi Salomon (r.) mit Israels
Botschafter Shimon Stein.
Am Morgen des 5. September 1972 hatten acht
palästinensische Terroristen des „Schwarzen Septembers" das Quartier der
israelischen Mannschaft im Olympischen Dorf überfallen. Sie forderten die
Freilassung von 234 arabischen Häftlingen sowie die der deutschen
Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Zu Beginn der 21 Stunden
andauernden Tragödie erschossen die Terroristen den Trainer der Ringer,
Moshe Weinberg. Danach wurde der Gewichtheber Joseph Romano vor den Augen
seiner Teamkollegen zu Tode gefoltert. Auf dem Militärflughafen
Fürstenfeldbruck, wohin Terroristen und Geiseln zum angeblichen Flug nach
Ägypten gebracht wurden, eröffnen fünf Scharfschützen das Feuer. Bei dem
drei Stunden langen Feuergefecht starben alle neun Geiseln und fünf der acht
Terroristen.
Die Spiele wurden damals für 34 Stunden unterbrochen,
anschließend um einen Tag verlängert und fortgesetzt.

Die israelische Delegation der
Leichtathletik-Europameisterschaften von 2002 in München am Gedenkstein
anlässlich der Trauerfeier für die israelischen Olympia-Terror-Opfer von
1972.
Keren Hayesod
02.04.2008
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