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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Ministerpräsident Ehud Olmert sprach zu neuen Einwanderern:
Ihr seid unsere Geheimwaffe

Von Hilary Leila Krieger, THE JERUSALEM POST, 25. Juli, 2006

Minuten bevor am vergangenen Dienstag die ersten der 650 neuen Einwanderer aus Frankreich aus ihren Flugzeugen auf dem Ben-Gurion-Flughafen strömten, erklärte der Vorsitzende des Jewish Agency, Zeev Bielski, "dies ist die jüdische Antwort auf die Hisbollah und die Hamas."

Trotz der täglichen Einschläge von Raketen der beiden Terrorgruppen, die in Israel niedergehen, hatte keiner der Einwanderer, dessen Abflug für diesen Tag vorgesehen war, seine Abreise abgesagt. Das Ergebnis stellt einen Aliyah-Rekord aus Frankreich für einen einzigen Tag dar. Die Flüge waren von der Jewish Agency und AMI organisiert worden. AMI ist eine Organisation, die dafür arbeitet, zur Aliyah aus Frankreich durch finanzielle Anreize und persönliche Beratung zu ermutigen.

Als Ministerpräsident Ehud Olmert die Einwanderer im Rahmen einer Willkommensfeier in einem Flughafen-Hangar begrüßte, betonte er gleichzeitig die Bereitschaft dieser Olim, in Israel sogar zu einer Zeit einzuwandern, in der das Land unter Raketen-Angriffen leidet.

"Die grundlegende Waffe, die wir haben, ist das jüdische Volk, Menschen, die Israel lieben, die hier leben wollen, die Israel verteidigen wollen", wie er sagte. "Unsere Feinde glauben, dass sie uns kennen, aber sie begreifen die tiefe Verbundenheit der Menschen mit Israel nicht, egal wo sie in der Welt leben."

Liraz Berdugo, 22, sagte bei ihrer Ankunft, dass sie schon immer Aliyah machen wollte und dass sie die seit kurzem vor sich gehenden Gewalttätigkeiten davon nicht abhalten konnten.

"Es ist nicht fair, nur dann zu kommen, wenn alles schön und gut ist", sagte die Jungverheiratete, die mit ihrem Mann in Jerusalem leben wird.

"Wenn man nachhause kommt, dann fragt man nicht, ob es eine Hisbollah, ob es Katuschas gibt", sagt Bielski, der meinte, dass er davon ausgeht, dass die Aliyah aus Frankreich in diesem Jahr um 20 Prozent zunehmen wird, auf insgesamt etwa 3500 Personen. "Dies ist die einzige Heimat, die ihr habt."

Julien Daham, 29, der aus Nizza ankam, gab zu, dass Israel der Ort ist, an dem er sich am meisten zuhause fühlt. Er sagte, dass er vorhat, nach Ashkelon zu ziehen, eine Stadt, die seit kurzem in Reichweite der von der Hamas abgefeuerten Kassam-Raketen liegt, eine Situation, die ihm allerdings keine Angst einflösst.

"Ich fühle mich hier nicht unsicher", sagt er, und bezeichnete Frankreich als gefährlicher als Israel. "Die Strassen sind sicherer hier, auch bei all den Angriffen."

Pierre Besnainou, der in Tunesien geborene französische Tycoon, der die meisten finanziellen Mittel für AMI bereitstellt, bezeichnete das Fehlen von Absagen von Seiten der Olim als einen "Sieg" für den Zionismus. Sein Sohn war am Dienstag unter jenen, die Aliyah machten.

An Bord waren auch die 91jährige Miriam Teboul und ihre Tochter Georgette.

"Es war schon immer ein Traum für mich und meine Mutter gewesen, in Israel zu leben", sagte Georgette bei ihrer Ankunft. "Ich glaube, sie will hier sterben."

(Hugues Lemaregnier trug zu diesem Bericht bei.)

Keren Hayesod 27-07-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem