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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Über 40 Städte in Deutschland machten mit beim ILI-Tag:
Kaiserwetter beim Israel-Tag in München

Marienplatz versank in blau-weiss – Foto-Schau

München (KH) - Wer am 4. Mai dieses Jahres in München zum Marienplatz ging, hörte schon von weitem israelische Klänge. Beim Näherkommen sah man dann unter den verschiedenen Flaggen auf dem Platz vor dem Rathaus auffallend viele Israel-Fahnen. Wie in mehr als 40 deutschen Städten wurde auch hier im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt der Israel-Tag gefeiert. In diesem Jahr nahmen die einzelnen Stände sowie die Bühne mehr als die Hälfte des Marienplatzes ein. Die monatelangen Vorbereitungen durch ili - I like Israel e.V. - hatten ein beeindruckendes Ergebnis erbracht.

Nahezu alle jüdischen Organisationen, die in München vertreten sind, beteiligten sich mit einem Stand, ebenso das Jugend- und Kulturzentrum sowie Jugendliche und junge Erwachsene der ZJD und des Studentenverbandes. Dazu kamen verschiedene Unternehmen mit Produkten aus Israel, Reisebüros, die Vertretung von ELAL und Danel. Früchte und Fruchtsäfte boten Erfrischung an diesem ersten wirklich warmen Frühlingsnachmittag in München. Die Münchner zeigten sich aufgeschlossen. Sie genossen nicht nur Fallafel und Getränke. Sie hörten sich gerne die Musik an, die DJ Armand Presser mit seinem Team präsentierte. Sie verfolgten die Live-Auftritte der Gruppe Gilgal und der Tanzgruppe. Die Bevölkerung nahm die Veranstaltung an - in diesem Jahr ohne negative Kommentare. Von einer offenen antiisraelischen Stimmung war in diesem Jahr nichts zu merken.

Zwar wurde die politische Situation im Nahen Osten auch diesmal immer wieder angesprochen, allerdings mehr unter dem Tenor: Kann denn nicht endlich Frieden kommen? Diese Frage war häufig verbunden mit der Angst, in ein Land zu fahren, das viele Menschen eigentlich gerne besuchen wollten. Gerade die ausgewählten Reisen von Keren Hayesod oder Keren Kayemeth L'Israel ließen den Zwiespalt der potentiellen Israel-Besucher deutlich zu Tage treten. An beiden Ständen, ebenso wie an demjenigen von ELAL und verschiedener Reisebüros - sogar das Bayerische Pilgerbüro war mit von der Partie - konnten sich die Besucher an Hand von Prospekten und Informationsmaterial ein Bild über Israel machen.

Auch an den Tischen der Münchner Organisationen und Vereine herrschte reger Andrang. Bei der WIZO waren viele Menschen darunter, welche die rührige Frauenvereinigung bereits von anderen Aktiven her kannten. Beim Jugendzentrum war der Andrang besonders groß: An zwei Tischen konnte man sich schminken lassen oder unter Anleitung basteln. Er waren durchaus nicht nur Kinder und Jugendliche, die von diesem Angebot Gebrauch machten. Bei manchem Älteren mag der aus israelischen Zeitungen gebastelte Hut ja willkommener Sonnenschutz gewesen sein. So mancher ließ sich dazu aber auch mit israelischen Symbolen wie Flaggen oder kleinen Davidsternen schminken.

Besonderen Spaß dabei schien eine Touristengruppe zu haben, die sich vorher bereits mit bayerischen Trachtenhüten ausgestattet hatte. Ein knappes Dutzend Helfer aus dem Jugendzentrum hatte an den beiden Tischen alle Hände voll zu tun, um all den Wünschen der Besucher nachzukommen. Informationen über die Arbeit des Jugendzentrums waren sehr gefragt - vom Kochkurs bis zum Sprachkurs. Auch am Nachbartisch, bei der ZJD, erkundigten sich die Besucher über Aktivitäten. So mancher Passant ließ machte spontan bei den Hora-Tänzen mit. Viele der Menschen zeigten sich über Israel informiert - und wollten darüber hinaus noch mehr wissen. Für die Veranstalter von ILI war das ein positives Zeichen. Und noch etwas fiel auf: So mancher äußerte seine Betroffenheit und Trauer über den Tod von Paul Spiegel sel. A..

Dass Israel mehr zu bieten hat als Geschichte, Reisen und Früchte wurde am TECpavillon deutlich. Dieser Name steht für die Achse Tel Aviv - München für die Etablierung von Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und israelischen Unternehmen mit dem Schwerpunkt Technologie. Viele HighTech-Produkte wie Navigationssysteme oder Antivirus-Programme kommen schließlich aus Israel. Auch hier war die Resonanz der Besucher groß und positiv. Erst lange nachdem die Luftballons in den bayerisch und israelisch weißblauen Himmel über München geflogen waren, fand der Israel-Tag sein Ende.

Genießen Sie den Tag mit unserer großen Fotoschau.

Alle Fotos: Geissert

Keren Hayesod 06-05-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem