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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Ausländische Quellen:
"Die IDF hat einen Angriffsplan gegen den Irak"

Die IDF hat eine Liste von Angriffszielen im Irak erstellt und bereitet sich auf einen möglichen Befehl vor, diese anzugreifen, was als Gegenschlag im Falle eines möglichen irakischen Angriffs auf Israel während des bevorstehenden Krieges anzusehen ist. Nach ausländischen Quellen hat das Oberkommando die Armee angewiesen, bis Dezember den Bereitschaftszustand aller Kräfte herzustellen, sowohl was die Verteidigung der Heimatfront und die Ausführung einer möglichen Offensive als Gegenschlag angeht.

Die “Irak-Akte” der IDF, die Vorbereitungen im Falle eines vollständigen Angriffes enthält, besteht bereits seit Jahren. In den letzten Jahren hat die IDF und besonders die Luftwaffe viel Geld und Anstrengungen darin investiert, ihre Schlagkraft-Reichweite zu erhöhen und es ihr zu ermöglichen auch in weit entfernten Ländern wie dem Iran und dem Irak operieren zu können.

Nach ausländischen Veröffentlichungen hat sich die IDF nicht nur in den letzten Jahren darauf vorbereitet, Scud-Abschußrampen aufzuspüren, die im Westen des Irak gegen Israel gerichtet sind, sondern auch in der Lage zu sein, Ziele tief im Inneren des Irak angreifen zu können.

Die Frage, ob Israel angreifen oder sich zurückhalten würde, war eines der Hauptthemen, die in der letzten Woche während des Besuches von Verteidigungsminister Shaul Mofaz in den Vereinigten Staaten diskutiert wurden, wo er mit leitenden Mitarbeitern der amerikanischen Regierung zusammentraf. Mofaz stellte klar, dass sich Israel das Recht auf einen Gegenschlag vorbehält, sagte aber auch, dass eine israelische Antwort „nicht notwendigerweise automatisch erfolgen würde.“

Nach den Worten eines leitenden Mitarbeiters des Verteidigungsministeriums wird die Entscheidung, ob zurückgeschlagen wird und welche Ziele angegriffen werden sollen, von der Höhe des Schadens abhängen, den ein irakischer Angriff auf Israel verursachen würde.

„Der Staat Israel ist besser denn je darauf vorbereitet, sich der irakischen Bedrohung erwehren zu können“ – versicherte Mofaz kürzlich im Rahmen einer Stipendiums-Verleihungsfeier an Soldaten, die ihren Militärdienst abgeleistet hatten. „Wir sind auf alle Möglichkeiten vorbereitet, sowohl in bezug auf aktive wie passive Verteidigungsmassnahmen, aber es ist zu früh zu sagen, daß ein Krieg bevorsteht. Wir befinden uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt außerhalb des Einzugsbereiches eines Krieges.“

Die irakische Bedrohung für Israel
Not-Bulletin Nr. 6

Keren Hayesod 25-12-2002

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem