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Katzaw-Besuch in Deutschland:
Israels Präsident fordert Unterstützung gegen palästinensischen Terror

Berlin - Der israelische Präsident Mosche Katzaw hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, Israels Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus stärker zu unterstützen. "Wir müssen diesen Terror bremsen", sagte er am Sonntagabend vor der jüdischen Gemeinde in Berlin. Vor zahlreichen Gästen, darunter auch der Deutschland-Vorsitzende des Keren Hayesod, Andreas C. Wankum, wandte sich Katzaw sich dagegen, palästinensischen Terror und Israels Abwehrmaßnahmen auf eine Stufe zu stellen.

In seiner Festansprache anläßlich eines Besuchs in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sagte der israelische Präsident am Sonntagabend, "es gäbe für ihn keinen guten und keinen schlechten Terror, sondern nur Terror und den gelte es zu bekämpfen."

Vor der jüdischen Gemeinde sagte Kazaw, das israelische Volk sei noch nie so entschlossen gewesen wie jetzt, den Kampf gegen den Terrorismus zu führen. Der Konflikt sei Israel von den Palästinensern aufgezwungen worden. Es liege nun an den Palästinensern, ob sie ihn beenden oder nicht. Wenn der Terror gestoppt werde, "dann werden wir die politischen Verhandlungen wieder aufnehmen".


 
Beim Empfang im Berliner Gemeindezentrum anläßlich des Deutschland-Besuches von Israels Staatspräsidenten Moshe Katzaw begrüsste Gemeindevorsitzender Dr. Alexander Brenner (r.) die Ehren-Gäste: v. l. sitzend: Israels Botschafter Shimon Stein, Israels  Staatspräsident Moshe Katzaw, Zentralratspräsident Paul Spiegel sowie der Vorsitzende des Keren Hayesod Deutschland, Andreas C. Wankum
(Foto: Schmidt)

Besorgt äußerte sich Kazaw über antisemitische Tendenzen in Europa. "Dass gerade in Deutschland wieder antisemitische Stimmen zu hören sind", tue ihm weh. "Wir wissen nicht, wie weit das gehen kann." Er habe aber vollstes Vertrauen in den Kampf der Bundesregierung gegen den Antisemitismus.

In seiner Begrüssung sagte KH-Vorsitzender Andreas C. Wankum unter anderem:

"Nur ein starkes Israel, das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem Menschen in einer demokratischen Grundordnung leben, garantiert uns Juden in der Diaspora, und wir hier in Deutschland wissen dieses aus leidvollster Erfahrung, ein freies Leben und ein geachtetes Dasein.

Erst seitdem es Israel gibt, wird uns von der überwiegenden Mehrheit der nicht-jüdischen Umwelt der Respekt entgegen gebracht, der jedem Menschen zu erbringen ist!

Auf der anderen Seite schauen wir mit Respekt nach Israel, wo man nicht nur für sich, sondern für alle Juden auf der Welt einen Staat aufgebaut, bis heute verteidigt hat und auf alle Zeit verteidigen wird.

Unsere Achtung hat der deutsche Magbit auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass wir in diesem Jahr das beste Spendenergebnis seit Jahren haben sammeln können und er damit zum ersten Mal seit langer, langer Zeit wieder führend in Europa ist.

Dieses auch durch einige besonders großzügige Einzelspender, auch hier in Berlin. Vor allem aber durch eine Vielzahl von Spendern, von Menschen, die es selber schwer haben und doch wissen, dass die Situation der Menschen in Israel noch viel schwerer ist, als ihre eigene und deswegen gerne geben.

Wir werden uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen, sondern sie als Verpflichtung ansehen, im nächsten Jahr zu versuchen, noch mehr für Israel zu tun."

Katzaw hatte am Sonntagmorgen dieser Woche seinen dreitägigen Deutschlandbesuch in Wuppertal begonnen, wo er unter anderem an der Einweihung einer Synagoge teilnahm.

Keren Hayesod 09-12-2002