|

Bundeskonferenz des Keren Hayesod Deutschland in München:
Michel Friedman zum neuen Vorsitzenden gewählt
München (bru) – Ohne Gegenstimme wurde das
Präsidiumsmitglied des Keren Hayesod Deutschland, Michel Friedman, bei
der Bundeskonferenz in München am letzten Novembersonntag zum neuen
Vorsitzenden gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Dr. David Leschem
an, der sein Amt nach fast 15 Monaten zur Verfügung stellte und
anschließend zum Stellvertreter von Friedman gewählt wurde.
Unter den Gästen der Konferenz waren auch der
Generaldirektor des KH Jerusalem, Greg Masel, sowie der Europadirektor
des KH, Jakob Snir.
In seiner Begrüßungsrede, die Leschem als Abschiedsrede umschrieb,
betonte er, dass er die beiden sich in seiner Amtszeit selbst gesteckten
Ziele erreicht habe: Die KH-Führung sei geeint und gestärkt und das
Verhältnis zum KH in Jerusalem sei harmonisch, es "herrscht ein gutes
Familienklima". Dafür dankte er seinen Präsidiumsmitgliedern, allen
voran der Schatzmeisterin Noemi Staszewski, die alle durch ihre gute
Zusammenarbeit wesentlich zum Erfolg der KH-Arbeit seit September 2003
beigetragen hätten, "besonders Noemi war mir eine unverzichtbare
Stütze", würdigte Leschem deren Einsatz.
Für Leschem ist wichtig, dass das Verhältnis der Ausgaben zu den
Einnahmen wieder "normal" sei und gerade das Berliner Komitee mit neuen
jungen Mitarbeitern einen beispielhaften Neuanfang geleistet habe.
Michel Friedman dankte den Anwesenden für das Vertrauen, das sie ihm
durch seine Wahl geschenkt hätten. Die Spenden für Israel über den Keren
Hayesod seien noch für die jüdische Generation seiner Eltern eine
selbstverständliche aber "inoffizielle Sondersteuer von Herzen" gewesen,
die gerne aufgebracht worden sei. Heute sei dies anders im Bewusstsein
der jungen jüdischen Menschen. Gerade deshalb sei diesen heute
klarzumachen, dass die Spende für Israel eine "Bringschuld von uns" sei,
für die kein Dank erwartet werden dürfe. Es gelte, allen 70 000 heute in
Deutschland lebenden Juden zu verdeutlichen, dass sie nicht nur für
Israel spenden, sondern "für unser Rückgrat, um als Juden in der
Diaspora leben zu können." Und dies gelte sowohl für die eingesessenen
Juden der Nachkriegszeit, wie für jene, die in den letzten Jahren aus
Russland hierher gekommen seien und hier integriert werden müssen. Hier
dürften keine Unterschiede gemacht werden. Sie alle müssten auf die
gleiche Weise angesprochen und erreicht werden, nur dann habe der KH in
Deutschland eine Zukunft.
Gleichzeitig forderte er von Jerusalem, die Bedeutung des KH in
Deutschland zu heben, indem führende politische Persönlichkeiten zu den
Veranstaltungen des KH entsandt werden. Er schloss seine Rede mit der
programmatischen Aussage: "Der KH ist eine Organisation, von der man in
der nächsten Zeit noch hören wird!"
Im weiteren Verlauf wurden eine neue und zeitgemäße Satzung angenommen
sowie die Haushaltsentwürfe der Jahre 2004 und 2005 verabschiedet.

Die Teilnehmer der Bundeskonferenz des Keren Hayesod Deutschland, vorne
3. v. r. KH-Generaldirektor Greg Masel.

Bei der Bundeskonferenz zum Vorsitzenden gewählt: Dr. Michel Friedman.

Gratulierten Michel Friedman zur Wahl: KH-Generaldirektor Greg Masel
(l). sowie KH-Europadirektor Jakob Snir.
(Fotos: bru)
Keren Hayesod 29-11-2004
|