|


V.l.: Yacov Moreno (KH -Jerusalem), Dr. hc. Joschka Fischer,
Yossi Sarid,
Nathan Gelbart, Ilan Mor, Dr. Michel Friedman, Ralph Giordano,
Stehend: Benny Ilsar, Dr. Gideon Joffe (Vorsitzender der Jüdischen
Gemeinde zu Berlin)
Große Berliner
Magbit-Eröffnungs-Gala zugunsten des Neta-Bildungsprogrammes:
"Mehr in Menschen investieren"
Berlin
(KH) - Der Keren Hayesod Berlin hatte kürzlich zur Eröffnungsgala 2006 in
das Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz geladen. KH-Vorsitzender Nathan
Gelbart begrüßte die Gäste im festlich geschmückten Saal. Moderatorin Hilda
Joffe erklärte, wofür an diesem Abend gesammelt werden sollte: für ein
Projekt, mit denen die Bildungschancen israelischer Kinder und Jugendlicher
erhöht werden.
Das Neta-Programm soll vor allem Jugendlichen aus Randgebieten und
sozial schwachen Bevölkerungsschichten helfen, einen Hightechberuf zu
ergreifen, indem es technologisches Fachwissen, Mathematik, Englisch und
Computerkenntnisse vermittelt, aber auch das Selbstwertgefühl der Teilnehmer
erhöht und ihren Willen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Die beiden charismatischen Gastredner des Abends, der Vorsitzende der Meretz
und Yachadpartei Yossi Sarid, der den mit ihm befreundeten Ex-Außenminister
Deutschlands Joschka Fischer mitgebrachte hatte sowie der Schriftsteller und
Publizist Ralph Giordano gingen das Thema Spenden sammeln für Israel auf
ihre je eigene Weise an.
Yossi Sarid, früher israelischer Umwelt-, dann Bildungsminister, der heute
noch unterrichtet und schreibt, hat gerade ein Kinderbuch über die Schoa
herausgegeben, das von einem kleinen, vierjährigen Jungen, Pepicek, handelt,
der aus Auschwitz befreit wurde und heute ein Rentner in Israel ist – Jossi
Sarid selbst. Im Namen aller "Sarids", die früher mal "Schneider" hießen,
einen Namen den sie nach der Schoa nicht mehr tragen wollten, sei er, der
Überlebende, nach Berlin gekommen, um Spenden für Israel zu sammeln, für ein
Land, das wie kein anderes Menschen aufgenommen habe und nun vor ungeheuren
Sicherheitsproblemen steht. "Wir haben zu viel in falsche Orte investiert",
sagte Sarid, "wir müssen mehr in die Menschen investieren".
Ralph Giordano bezog sich in seiner Rede auf den "Judenfresser im Iran" und
die Instrumentalisierung der Mohammed-Karikaturen und sagte, dass sich in
den arabischen Ländern ein "selbstverschuldeter Frust entlädt" und der Islam
"ungeheure Problem bei der Anpassung an die Moderne" habe und daher
versuche, die Krise zu exportieren. "Was uns hier zusammengeführt hat, ist
die Liebe zu Israel". Dem Umstand, dass Israel in den Medien an den Pranger
gestellt werde, "haben wir unsere Parteinahme entgegenzusetzen" – auch mit
Spenden.
Denn: "Jede Spende ist ein Beweis der Verantwortung" ergänzte der
Vorsitzende des Keren Hayesod Deutschland, Dr. Michel Friedman, seinen
Vorredner. "Wir spenden für unsere Identität und für unsere Sicherheit." Die
Hasstiraden aus dem Iran seien eine "verbale Kriegserklärung", auf die
reagiert werden müsse. Eine Deeskalation muss nicht von Europa oder Israel
kommen, sondern vom Iran und den radikalen Palästinensern. Natürlich seien
religiöse Gefühle zu achten, nur müsse dies für alle Religionen gelten. Und
die Freiheit der Presse, die habe "der aufgeklärte Teil der Menschheit zu
bestimmen", jedenfalls solange man in arabischen Ländern "mit einer Bibel im
Gepäck im Gefängnis landet". Zuletzt wies Friedman auch darauf hin, wie viel
die Region Israel zu verdanken habe: "Die Idee der Demokratie, der
Gleichberechtigung, der Bildung… Und darauf können nicht nur wir Juden stolz
sein!"
Bei der Magbit-Gala durfte natürlich die große Tombola nicht fehlen, gutes
Essen und viel Musik: Das Ungarische Tourismusamt und Malev stellten wieder
einen großzügigen Hauptgewinn - Hotelaufenthalt in Ungarn mit Flug zur
Verfügung und Sixt 1 Gutschein für 1 Woche Mietwagen in Mallorca.
Die EL AL überraschte
mit einem Flugschein Berlin- Tel Aviv – Berlin für die Tombola.
Die Shalomband trat mit der talentierten jungen Berliner Sängerin
Ramona auf und Shiri Maimon, bekannt von der Eurovision 2005, kam extra aus
Israel, um für Stimmung zu sorgen.
Nathan Gelbart hatte am Beginn des Abends berichtet, dass der Keren Hayesod
im letzten Jahr 2,4 Millionen Euro an Spenden gesammelt habe. Eine enorme
Zielvorgabe, die hoffentlich in diesem Jahr noch überboten wird.

Dr. hc. Joschka Fischer

Ralph Giordano

Sängerin aus Israel Shiri Maimon - Eurovisionsteilnehmerin
für Israel 2005

Dr. Michel Friedman, Vorsitzender des Keren Hayesod Deutschland

Dr. Michel Friedman, Dr. hc. Joschka Fischer, Yossi
Sarid, Yacov Moreno

Yossi Sarid, Vorsitzender der Meretz und
Yachadpartei

Shiri Maimon und die jüdische Nachwuchssängerin Ramona aus
Berlin
Der Keren Hayesod dankt seinen
Sponsoren
Bank Hapoalim, Bank Leumi, Hotel Ritz Carlton, JalouCity, Sixt, Malev,
Druckerei Schwarzer, Leo Sawin, Familie Shani, RA Gelbart & Nicklass,
Reisebüro Konstanzer, Format Hausverwaltungen und El Al.








Keren Hayesod 22-02-2006
|