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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Berlins KH-Repräsentant Udi Lehavi läuft das Marathon-Rennen in Chicago zugunsten krebskranker Kinder in Israel:
Drei kleine Patienten, für die es ohne finanzielle Hilfe keine Rettung gibt

Berlin (KH) – Udi Lehavi, der Repräsentant des Keren Hayesod Deutschland in Berlin, ist mittlerweile nicht nur in der jüdischen Gemeinde für seine besondere Leidenschaft bekannt: Er läuft für sein Leben gern. Und dazu noch möglichst weite Strecken, wie bei Marathon-Wettbewerben, die mittlerweile jede große Stadt, die etwas auf sich hält, einmal im Jahr abhält. Die Bilder aus London und New York sind bekannt und gehen immer wieder um die Welt.

Udi bereitet sich gegenwärtig auf den KH-Marathon in Chicago vor, der am 22. Oktober stattfinden wird. Dazu nahm er vor kurzem, sozusagen als Vorgeschmack, auch am RUN Berlin teil, der über die Distanz von 10 km führte. Udi dazu: "Na ja, 10 km sind nicht gerade 42 km (Marathon-Distanz, Anm. d. Red.),  aber ich liege mit meiner Vorbereitung ganz gut im Plan.

Ich laufe jede Woche 3 Mal und lege pro Woche ca. 36 km zurück,  sodass ich für die zweite Stufe der Vorbereitung, der Halbmarathon in München am 25.06, gut trainiert sein sollte.

Was Udi jedoch besonders am Herzen liegt, beschreibt er so:  "Kürzlich erhielt ich einen Brief aus Israel, der nachfolgend abgedruckt ist. Mit Ihrer Zustimmung, möchte ich meinen Marathonlauf als Aktion für die kleinen Patienten des Soroka-Medizinzentrums in Israel verstanden wissen und bitte um Spenden für diesen Zweck. Wer den drei kleinen krebskranken Patienten direkt helfen will, mit einer Patenschaft oder ähnlichem, kann sich auch direkt an mich im Berliner KH-Büro wenden. Bitte motiviert so viele Menschen wie möglich zu helfen, die schwerkranken Kinder in diesem Hospital warten auf unseren Beistand. WIR können damit LEBEN retten!"

Nachfolgend der Wortlaut des Schreibens:

 

 

 

 

 

Dringender Aufruf der Abteilung Pädiatrische Abteilung Hemato-Onkologie zur Hilfe von krebskranken Kindern im Soroka Medical Center in Beer Sheva

"Wir benötigen finanzielle Hilfe für Medikamente, die vom Staat Israel und den Gesundheitsdiensten nicht kostenlos gestellt werden".

Mit einem jährlichen Spenden-Zuschuss von $60.000 ist es möglich, diese Medikamente anzuschaffen und diese bei Notfällen einzusetzen.  Es geht um schwerkranke jugendliche Patienten, die diese Medikamente benötigen und zwar schnell, bevor es für sie zu spät ist.

Gegenwärtig haben wir drei Kinder als Patienten, die unmittelbare Hilfe benötigen:

1. Sabi Karnowi ist ein 5 Jahre alter Junge, bei dem eine Stammzellentransplantation  durchgeführt wurde und bei dem sich die Graph Versus Host Disease (GVHD) entwickelt hat. Er hat auf Thalidomide-Tabletten gut reagiert, aber diese Medikamente werden vom Staat und dem Gesundheitsamt nicht kostenlos zur Verfügung gestellt. Er benötigt 100 mg pro Tag für ein ganzes Jahr. Die geschätzten Kosten hierfür belaufen sich auf $12,000 pro Jahr.

2. Das zweite Kind ist Lubin Abusomur, ein 7 Jahre altes Mädchen mit Pancreas Blastoma, was chirurgisch nicht entfernt werden kann. Ihr medizinischer Zustand hat sich nach einigen Wochen Behandlung mit Thalidomide stabilisiert. Auch sie benötigt die Versorgung mit diesem Medikament für ein ganzes Jahr, was  $12,000 an Kosten verursacht, die vom Staat nicht getragen werden.

3. Das dritte Kind ist Sivan Ben Simon, ein 6 Jahre altes Mädchen mit Adrenocortical Karzinom, das ebenfalls chirurgisch nicht entfernt werden kann und auf konventionelle Therapie nicht reagiert. Wir schlagen eine Behandlung mit Glivac vor, die mit einer anderen Therapie kombiniert wird. Die Kosten für diese Behandlung für ein Jahr belaufen sich auf $32,000.

Diese Medikamente sind sehr teuer und gehen über die finanziellen Möglichkeiten der Eltern dieser Kinder weit hinaus. Es handelt sich bei diesen Familien, wie auch bei den Familien vieler anderer pädiatrischer Krebspatienten bei uns im Haus um Eltern mit niedrigem Einkommen. Darüber hinaus verlangt der Zustand der Kinder von den Eltern viel zusätzlichen Zeitaufwand ab, was sich wiederum auf die Versorgung der anderen Kinder der Familien auswirkt.

Wir würden uns freuen, wenn wir mit Ihrer Unterstützung rechnen könnten und bedanken uns bereits jetzt im Namen unserer Patienten.

Mit aufrichtigen Grüssen der Verbundenheit

Prof. Joseph Kapelushnik,
Leiter der Pädiatrischen Hemato-Onkologieabteilung
Soroka Medical Center, Behr Sheva, Israel

Keren Hayesod 15-05-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem