israel-tourismus.de / nahost-politik.de / zionismus.info / hagalil.com
Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Erinnerungen und Gedanken des erblindeten Oran Almog (12):
Zwei Jahre nach dem Terror-Anschlag auf das Maxim-Restaurant in Haifa

"Manchmal ist es besser, nicht alles sehen zu können"

Zwei Jahre nach dem Selbstmord-Terroranschlag auf das Maxim- Restaurant (21 Tote, 51 Verletzte), in denen er fünf Mitglieder seiner Familie verlor, darunter auch seinen Vater und Bruder und auch erblindete, hat der 12jährige Oran Almog viel zu erzählen - Über den Fahrer, der den weiblichen Selbstmordattentäter beförderte ("ich hoffe, er wird entsprechend bestraft"), über seinen Schmerz ("ich frage mich, warum mir dies zugestoßen ist"), darüber, wie sehr er seinen Bruder vermisst ("die Sony Play Station ist weniger anspruchsvoll als er es war") und über seine Blindheit ("Ich leide darunter, nicht sehen zu können, auch nur für einen Augenblick") - Eine bewegende Geschichte

Von Eti Abramov, Yediot Achronot

Ein kleiner Junge sitzt in einem Segelboot in der Tel Aviv Marina und segelt in den Horizont hinein. Von weitem gesehen, mit einer Kappe, die auf der Rückseite seines Kopfes sitzt, sieht er aus wie jeder andere 12jährige Junge. Aus der Nähe betrachtet, zeigt es sich jedoch, dass er nicht so ist wie alle anderen, Oran Almog ist blind.

Fast zwei Jahre sind vergangen seit jenem schicksalsträchtigen Tag am 4. Oktober 2003, als sich eine Selbstmordattentäterin im Maxim-Restaurant in Haifa in die Luft jagte und dabei 21 Menschen tötete und 51 weitere verletzte und dabei mehrere Familien teilweise oder auch ganz auslöschte. So erging es auch der Almog-Familie. Großvater Zeev – der frühere Leiter der Marina-Schule in Acco, Großmutter Ruth, ihr Sohn Moshik, seine Frau Orly und ihre Kinder Oran (damals 10), Tomer (9) und Adi (5), Moshiks Schwester Galit Shtayer und ihr Sohn Assaf (10) kamen vom Strand zurück und betraten gerade das Restaurant.
Vier der neun Familienmitglieder überlebten die Explosion: Die Schwiegertöchter Orly und Galit sowie die Geschwister Adi und Oran, der als Folge der Explosion sein Augenlicht verlor.

"Ich bin blind erwacht"

Zwei Jahre sind seitdem vergangen und der Kampf um das Überleben wich dem Kampf, trotz der schweren Verletzungen, ein normales Leben führen zu können. Vor einem Monat begann für die Überlebenden ein weiterer Kampf, dieses Mal vor Gericht gegen den Fahrer, der die Selbstmordattentäterin beförderte. Während des letzten Verhandlungstages, der vor etwa drei Wochen stattfand, wurde den Richtern ein sehr bewegender Brief von Ofer Shtayer vorgelesen, dem Onkel von Oran und Vater des verstorbenen Assaf sel. A. Der Brief war von Oran in Braille über einen längeren Zeitraum geschrieben worden. "Unsere gesamte Familie lebt in großem Schmerz" schrieb Oran, "weil wir nicht nur unter dem Schmerz unserer Verletzungen leiden, sondern uns auch so viele Mitglieder unserer Familie fehlen. Ich habe endlose Stunden über den Holocaust gesprochen, der über unsere Familie hereingebrochen ist und der nach wie vor anhält, und das alles wegen der kriminellen Handlung eines Mannes, bei dem es mich freut, dass ich diesen nie zu Gesicht bekommen werde."

Oran brach in Tränen aus, Familienmitglieder von jenen, die ermordet worden waren, weinten und die Richter ließen betroffen ihre Köpfe hängen. Onkel Ofer las weiter. "Ehrenhafte Richter, leider kann ich Ihnen nicht in die Augen sehen, aber schauen Sie mich genau an. Wollen Sie, dass weitere Kinder in Israel in meine Lage geraten? Schauen Sie mir in die Augen und schauen Sie sich gegenseitig in die Augen und jedem Kind in Israel in die Augen und sagen Sie "genug!" Wir haben genug von Kollaborateuren, die anderen helfen, sich illegal in Israel aufzuhalten. Schicken Sie eine klare und deutliche Botschaft hinaus, die klar macht, dass jeder, der das Leben von Israels Bevölkerung und deren Kinder gefährdet, niemals wieder das Tageslicht erblicken wird. Versprechen Sie mir und allen israelischen Kindern, dass die Strafe, die sie erteilen werden, keinen Zweifel daran lassen wird, dass gerade in Zukunft die Beförderung von lebenden Bomben gegen das Gesetz verstößt und weder akzeptiert noch toleriert wird.

"Oran, fühlst Du Zorn gegenüber dem Fahrer?

"Ja, natürlich! Ich möchte, dass er entsprechend bestraft wird, nicht nur sechs Jahre Gefängnis." Oran erblindete nicht sofort nach der Explosion. "Das letzte Bild an dem ich mich erinnern kann, ist jenes, in dem ich sehe wie ein Doktor einen Schlauch in meinen Mund einführt. Einen Monat später wachte ich blind wieder auf."

Anfangs versuchten den Ärzte, Orans Augenlicht durch mehrere komplizierte Operationen im Ausland zu bewahren. Heute träumt er davon, wie durch eine Operation seine Augen mit seinem Gehirn ohne einen optischen Nerv verbunden werden können. "Ich muss mindestens fünf Jahre auf diese Operation warten, die für sich selbst gesehen sehr kompliziert ist, weil sie auch eine Gehirnoperation erfordert."

Oran kehrte gegen Ende der 5. Klasse wieder auf seine frühere Schule, die Reali-Grundschule in Haifa, zurück, während er gleichzeitig weiter am Tel Hashomer Hospital behandelt wurde. Er wurde mit den anderen Schülern seines Jahrganges in die 6. Klasse versetzt und seit dem 1. September dieses Jahres besucht er die 7. Klasse der Reali Junior High School. "Jetzt bin ich an einer neuen Schule", sagt er, "es gibt darunter Kinder, die Bescheid wissen und andere, die zu verlegen sind, um zu fragen. Und natürlich gibt es Kinder, die Fragen stellen wie "bist Du Oran Almog vom Maxim-Terror-Anschlag?" Oder sie fragen einfach, "was ist mit dir geschehen?" Heute kann jeder fragen, was er will, aber anfangs wurde ich verlegen, besonders wenn mich kleine Kinder fragten. Zum Beispiel wenn jemand schrie "Hier kommt der Junge mit den Narben im Gesicht,". Ich war darüber niedergeschlagener als wenn jemand sagte "hier kommt der blinde Junge!"

"Wie klappt es mit den Hausaufgaben?"

"Zuerst erhielt ich viel Hilfe und gewöhnte mich langsam daran, mit allem fertig zu werden. Ich schreibe in Braille und habe es sogar meinen Freunden beigebracht, nur so zum Spaß. Ich lege die meisten meiner Prüfungen mündlich ab."

Hast Du Freunde, die auch blind sind?

"Nicht wirklich. Ich kenne viele blinde Kinder, die nicht am jährlichen Schulausflug ihrer Klasse teilnahmen und ich verstehe sie nicht. Ausflüge machen enorm viel Spaß. In diesem Jahr besuchte ich mit meiner Klasse die Judäische Wüste."

Hast du keine Angst gehabt, von einer Klippe zu fallen?

"Nein, weil ich nicht sehen konnte, in welcher Höhe wir uns befanden. Was ich nicht sehen kann, macht mir auch keine Angst. Wenn wir uns abseilen, dann stehe ich zum Beispiel an einer Felsklippe und lehne mich zurück. Ich kann die 50 Meter unter mir nicht sehen, deshalb beginne ich einfach mit dem Abstieg und das ist es dann."

Einige würden sagen, dass Du dich immer am Rand einer Klippe befindest.

"Man muss keine Angst haben wenn man fällt. Wissen Sie, gegen wie viele Dinge ich bereits gelaufen bin, wie viele Narben ich habe, die nicht vom Anschlag stammen? Ich kann Menschen nicht verstehen, die immer wieder sagen, "Vorsicht, hier ist eine Stufe!" Was soll das?"

Woher weißt Du, was Du trägst?

"Ich kann es fühlen. Ich kann jedes Hemd oder jede Hose erkennen."

"Ich träume viel im Schlaf"

Es fällt schwer, Oran anzusehen und sich vorzustellen, dass dieser gut aussehende Junge weder die Wellen des Meeres noch das Gesicht seiner Mutter sehen kann. Vielmehr ist es so, dass er seine Umgebung davon zu überzeugen versucht, dass es ihm letzten Endes gar nicht so schlecht geht. "Ich komme mit meiner Blindheit eigentlich ganz gut zurecht", betont er. "Ich habe einen Labradorhund, der "Patach" heißt. Er ist ein gewöhnlicher Hund, kein Blindenhund. Ich habe eine besondere Uhr, aber ich trage sie nicht. Ich brauche sie vor allem nachts. Da ich nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden kann, könnte es sein, dass ich gegen zwei Uhr morgens aufwache, aber glaube, dass es acht Uhr morgens ist. Deshalb habe ich meine Uhr unter meinem Kissen."

Was träumst du in der Nacht?

"Es stimmt, ich träume viel. Verglichen mit Menschen, die von Geburt an blind sind, weiß ich wovon ich träume. Wenn man ein Kind fragt, das von Geburt an blind ist, welche Farbe der Himmel hat, wird es dir sagen, dass er blau ist, aber es wird es nicht wirklich fühlen. Kinder, die blind geboren wurden, werden dir auch sagen, welches ihre Lieblingsfarbe ist. Wenn jemand das Meer liebt und weiß, dass das Meer blau ist, wird er seine Gefühle projizieren und sagen, dass er die Farbe blau liebt. Ich bin nicht so. Wenn ich sage, dass ich blau liebe, dann weiß ich, wovon ich spreche."

Wie ist das, in der Dunkelheit zu leben?

"Die Wahrheit ist, dass ich manchmal die Dunkelheit hasse, aber es gibt Dinge, man besser nicht sehen soll. Zum Beispiel macht es mich traurig, wenn ich das Krankenhaus vor mir sehe."

Gibt es etwas, von dem Du dir wünschst, es sehen zu können?

"Ich sehne mich danach, sehen zu können. Das ist es. Ganz egal wie, ich wünsche mir einfach, sehen zu können und sei es auch nur für einen Augenblick."

"Ich stelle mir die Farbe des Wassers vor"

Vor seiner Verwundung war Oran ein talentierter Sportler. Er war der jüngste Israeli, dem je der Schwarze Gürtel in Karate verliehen wurde. Nach seiner Verwundung entschied er sich dafür, keinen Sport mehr zu betreiben, bis vor einem Jahr, als er von Avi Mizrachi angerufen wurde, dem Manager der Nördlichen Region der "Etgarim"-Vereinigung. "Er sagte, dass an diesem Wochenende in Haifa eine Segelveranstaltung stattfinden würde. Ich habe vor meiner Verwundung gesegelt und ich wusste, was ich tun musste. Aber wenn man an zwei Blinde denkt, die alleine in einem Segelboot sind, dann fragt man sich, wie das gehen soll. Zuerst ist auch tatsächlich viel Stress dabei. Ich begann es zu mögen, Dinge alleine zu machen, ohne die Hilfe von jemand anders. Dies war sehr wichtig für mich."

Heute ist Segeln Orans ganze Leidenschaft. Vor zwei Wochen kehrte er vom "Etgarim" Sommer-Lager zurück, das am Kinneret See stattfand. "Ich verbrachte jeden Tag von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags mit verschiedenen Wassersport-Aktivitäten, einschließlich Wasser-Rad und Banana-Bootfahren. Das Meer gibt mir das Gefühl von größerer Freiheit. In welcher Richtung man sich auch bewegt, man hat das Wasser um sich und die Ruhe. Man ist ganz alleine – du und dein Boot."

Woran denkst Du, wenn Du dich in einem Boot befindest?

"Wenn ich trainiere, wenn ich also nicht wirklich segle, dann sehe ich ins Wasser und stelle mir seine Farbe vor. Wenn ich die Richtung verliere, denke ich an meinen Großvater. Wie heute beim Training. Ich hielt an, wartete geduldig eine Weile bis der Stress vorüber war und dachte daran, was mein Großvater tun würde."

Orans Traum besteht darin, eine Olympische Goldmedaille im Segelwettbewerb für sichtbehinderte Sportler zu erringen. Seine Chancen stehen gut, denn es gibt nur fünf Wettbewerber in Israel. Vor einem Monat nahm er am ersten Segel-Meisterschaftswettbewerb für Blinde in Italien teil. Er kehrte mit viel Erfahrung und großem Ehrgeiz zurück. Kürzlich startete er in einem Wettbewerb gegen den 21jährigen Soldaten Eitam Shmueli, einem weiteren blinden Segler, in der Tel Aviv Marina. Der Sieger wird darauf gegen den Sieger des zweiten Teams antreten. Jedes Boot hat zwei Plätze – einen für den blinden Segler und einen für den sehenden Schiedsrichter. Der Wettbewerb beinhaltet Segeln und das Umfahren einer schwimmenden Boje.

Diese Segelveranstaltung stellte die Eröffnung der Etgarim Schule für blinde Segler dar, die nach Amir Russo benannt wurde, einem von Geburt an blinden Segler, der bei einem Segelunfall vor drei Jahren in Griechenland ums Leben gekommen ist. Die "Etgarim" (Herausforderungen) –Vereinigung wurde vor zehn Jahren von Yoel Sharon gegründet, einem behinderten ehemaligen Teilnehmer des Yom Kippur-Krieges. "Wettbewerbs-Sport ist ein erstaunliches Rehabilitations-Mittel", sagt Sharon. "Wir versuchen, Oran das Unmögliche erreichen zu lassen, um ihm zu beweisen, dass alles möglich ist." Wenn man die Hilflosigkeit eines Menschen beschreiben will, benützt man den Ausdruck "wie ein Blinder im Meer". Andererseits gibt es nichts Besseres als das Meer, um alle Sinnen einzusetzen, wenn man etwas erreichen will.

Oran ist über seinen Chancen beim bevorstehenden Wettbewerb sehr optimistisch. "Ich bin mir sicher, den 3. Platz zu erreichen, vielleicht sogar den 2. Platz," sagt er und fügt schnell hinzu, dass auf ihn den Olympischen Spiele in Peking warten, vor allem weil er dann 16 Jahre alt sein wird (das Mindestalter, das für die Teilnahme nötig ist). "Sehen Sie," sagt er, "etwas Gutes hat meine Verletzung hervorgebracht. Beim regulären Segeln gibt es 120 Teilnehmer in meiner Kategorie. dagegen gibt es in meiner jetzigen sehr wenige Gegner und ich gehöre zu den Besten.

Nach Meinung von "Etgarim" bist Du sehr ehrgeizig.

"Ich bin in meinem Leben nicht auf Wettbewerb aus. Ich finde es schön, wenn mir eine Herausforderung oder ein Wettbewerb angeboten wird, aber ich mache nicht alles zu einem Wettbewerb. Ich bin nicht daran interessiert, in allem der Beste zu sein."

Wer hat Dich am meisten beeinflusst?

"Dror Cohen ('Etgarim'-behinderter Pilot und Segler sowie Goldmedaillengewinner bei der Behindertenolympiade in Athen). Er hat eine Goldmedaille gewonnen, dazu zwei internationale Meisterschaften und er hat auch an regulären Wettbewerben teilgenommen."

Würdest Du gerne in die Armee eintreten?

"Natürlich. Ich kann kein Kampfsoldat werden, aber ich würde gerne etwas Interessantes tun."

Willst Du an der Universität studieren?

"Ja, aber zuvor möchte ich in Australien herumreisen. Das ist mein Traum, in einer Yacht um die Welt segeln."

"Ich möchte Vater nicht enttäuschen"

Die restliche Almog-Familie wohnt immer noch in dem gleichen Haus in Haifa, in dem sie vor dem Anschlag gelebt hatte. Sobald er nach 9 Monaten Behandlung im Krankenhaus nach Hause zurückgekehrt war, bat Oran darum, in das Zimmer seines jüngeren Bruders Tomer einziehen zu dürfen, der bei dem Anschlag ums Leben gekommen war. Adi, seine kleine Schwester, blieb in ihrem eigenen Zimmer im ersten Stock. Oran sagt, dass er mit seiner Schwester über den Anschlag nicht reden kann. Sie ist jung und versteht viele Dinge noch nicht," erklärt er.

Wenn ich zu Dir über Deine Familie rede, hast Du Tränen in Deinen Augen.

"Ich mag Tränen in meinen Augen haben, aber ich weine nie, weil es nichts gibt, über das ich weinen kann. Es hat Augenblicke gegeben, in denen ich mich fragte, warum mir das zugestoßen ist, aber in dem Augenblick, in dem ich erkannte, dass ich über bestimmte Dinge keine Kontrolle habe und dass ich die Uhr nicht zurückdrehen kann, befand ich mich an einem anderen Ort."

Was ist für Dich in Deinem Leben ohne Tomer am schwierigsten?

"Alles. Die Sony Play Station ist weniger anstrengend als er es war. Mir fehlen die Gespräche mit ihm. Wenn ich mit guten Nachrichten über eine Prüfung oder das Segeln nach Hause komme, muss ich jemandem davon erzählen. Also erzähle ich Mutter davon und das ist es dann. Es gibt niemanden anders zuhause, mit dem ich sprechen kann. Adi versteht noch nicht, was Schulnoten bedeuten, weil sie gerade die 1. Klasse begonnen hat."

Oran sagt, dass er seit dem Anschlag "zu Hause mehr Verantwortung verspürt." Wenn man ihn fragt, ob ihm das gut tut, antwortet er "es ist in Ordnung. Mir wäre es lieber, wenn mein Vater da wäre, aber mir ist es wichtig, ihn nicht zu enttäuschen."

Hasst Du das Succoth-Fest, dem Tag, an dem alles geschah?

"Nein, bis dahin hatten wir auch keine Succah gebaut. Ich empfand in diesem Jahr Pessach als sehr schwierig, da die gesamte Familie an Pessach zusammen war und jetzt fehlen diese Menschen in unserer Mitte. Dies war das zweite Pessach-Fest ohne sie, aber das erste Mal war ich noch im Krankenhaus gewesen und habe diese Abwesenheit deshalb weniger verspürt.

Was bereitet Dir mehr Probleme – Deine Behinderung oder das Fehlen der Familie?

"Die Familie, die es nicht mehr gibt. Die Blindheit bereitet mir kaum Schwierigkeiten. Ich habe kein Problem damit, blind zu sein, es macht mir nichts aus. Aber die Ferien sind immer die schwierigste Zeit für uns, weil dies Familienzeiten sind und wir dieses Gefühl des Zusammenseins nicht mehr haben. Wenn fünf Familienmitglieder getötet werden, ist das ein schrecklicher Verlust."

Keren Hayesod 16-10-2005

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem