israel-tourismus.de / nahost-politik.de / zionismus.info / hagalil.com
Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Die Raketenangriffe:
Wie eingewanderte Familien in Nahariya damit fertig werden

21. Juli 2006- Aus der JAFI WEBSITE

Nahariya – Im Tapuz-Eingliederungszentrum der Jewish Agency in Nahariya werden die Sicherheitsmassnahmen bereits angewendet. Seit dem vergangenen Wochenende werden alle Bewohner des Eingliederungszentrums dazu ermutigt, bis zum Ende der Angriffe zu Familien in zentraler Lage Israels zu ziehen.

Viele verließen das Zentrum in dieser Woche und ab dem 16. Juli verabschiedeten sich viele Kinder von ihren Familien, um am Sommerlager der Jewish Agency im Kiryat Yearim Jugendaliyahdorf teilzunehmen, das besonders dafür ausgestattet wurde, Kinder aufzunehmen, die der Gefahr in Israels Norden entgehen wollen.

Wagazo Andelo (17) ist gemeinsam mit seinen beiden jüngeren Brüdern auf dem Weg ins Kiryat Yearim-Sommerlager. "Meine Mutter ermutigte uns dazu, zu gehen", sagt er lächelnd. "Es ist schwer, seine Familie in dieser schweren Zeit zu verlassen, aber ich bin der älteste und ich werde auf meine beiden kleinen Brüder aufpassen. Ich hoffe, dass wir bald wieder mit unserer Familie vereint sein werden, gesund und glücklich."

Chava Maimon, der Direktor des Tapuz-Eingliederungszentrums, erklärt, dass trotz ihres Stresses und ihrer Angst alle Bewohner des Zentrums ihre Ruhe bewahrt hätten, während sie gleichzeitig zusammengearbeitet und sich gegenseitig geholfen haben. Die Mitarbeiter des Zentrums hielten die Bewohner über die Angriffe auf dem Laufenden und informierten sie über alle Sicherheitsvorschriften.

Sie halfen auch vielen Familien dabei, umzuziehen, dazu gehörte auch die Bestellung von Taxis und Informationen über die Busverbindungen zu den Gemeinden in zentraler Lage Israels. "Anfangs war es sehr schwierig gewesen, alle Bewohner (263 äthiopische Einwanderer) gemeinsam in den tiefer gelegenen Bunker zu bringen. Aber nachdem viele zu ihren Familien gezogen waren, verbesserten sich die Bedingungen für jene, die hier geblieben sind", sagt Maimon.

Arega Voderetz, ein Bewohnerin von Tapuz, beschloss, ihre Kinder nicht in ein Sommerlager der Jewish Agency zu schicken – weg von den ständigen Raketenangriffen. Da sie erst ein Jahr in Israel lebt, zog sie es vor, ihre Familie zusammen zu halten. "Sie wollten fahren", erklärt sie, "aber ich hatte Angst um sie. Ich denke, dass wenn wir sterben müssen, dann sollten wir wenigstens zusammen sein."

Aregas drei jüngere Kinder im Alter von 3, 12 und 18 Jahren, leben mit ihr im Eingliederungszentrum. Ihre beiden älteren Kinder leben noch in Äthiopien. Ihre Töchter Zena und Ingodi fügten hinzu, dass sie gerne ins Sommerlager gefahren wären, aber sie wollten ihre Grosseltern nicht alleine lassen. Deshalb beschlossen sie, gemeinsam bei ihrer Familie zu bleiben.

Keren Hayesod 24-07-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem