israel-tourismus.de / nahost-politik.de / zionismus.info / hagalil.com

 

haGalil onLine

Israel Update Nach den Terror-Angriffen in Israel:
Auch Neu-Einwanderer stark betroffen

SELAH steht den betroffenen Familien zur Seite

Jerusalem (KH) - Unter den Terror-Opfern der letzten Woche, die ihr Leben verloren, befinden sich auch 12 neue Einwanderer. Das gleiche gilt für die Zahl der Verletzten, auch hier sind viele Einwanderer betroffen. Den Familien und den verwundeten Opfern steht SELAH, das israelische Krisen-Management-Zentrum, zur Seite. Dabei handelt es sich um ein landesweites Netzwerk von freiwilligen Helfern, die nach persönlichen oder gemeinschaftlichen Tragödien den Betroffenen auf mehreren Ebenen helfen. Diese Organisation ist dem Keren Hayesod eng verbunden und wird vom KH auch finanziell unterstützt.

Am Sonntag, 2. Dezember, wurden bei einem Anschlag auf einen Bus in Haifa mindestens 15 Menschen getötet und über 40 verwundet. Unter den Opfern waren neun neue Einwanderer, die meisten davon ältere Menschen. Viele Einwanderer befanden sich auch unter den Verwundeten. Der Terror-Angriff fand gegen Mittag durch eine Selbstmord-Attentäter statt. Ein zweiter Bus, der sich hinter dem ersten befand, wurde durch die Explosion ebenfalls zerstört.

Unter der Verwundeten befand sich auch ein siebenjähriges Kind. Sie wurden in verschiedene Krankenhäuser in Haifa gebracht, wo bereits SELAH-Mitarbeiter auf sie warteten, um sie zu betreuen. Das Notfall-Team wird von zwei führenden freiwilligen SELAH-Mitarbeitern geleitet, von Dr. Dian Chanoch, einer Psychiaterin, und von Dr. Zvia Shapira. Sie werden von weiteren SELAH-Mitarbeitern unterstützt, die zum Teil selbst Terror-Opfer waren und von SELAH bereits betreut wurden.

Am Samstag, 1. Dezember, explodierten Bomben auf der Ben Yehuda-Strasse in Jerusalem. Unter den 10 Opfern befand sich ein junger russischer Einwanderer, auch 11 weitere junge Einwanderer wurden bei dem Anschlag verletzt.

Zwei Selbstmord-Attentäter, die Bomben mit sich trugen, jagten sich in die Luft, wobei sie 10 Menschen töteten und weitere 200 verwundeten, einige der Opfer waren neue Einwanderer, die sich erst seit kurzer Zeit im Land befanden. Der Angriff fand gegen Mitternacht am Zion-Platz am Ende der Ben Yehuda-Strasse statt, ein Treffpunkt für Jugendliche in Israels Hauptstadt. Alle Toten waren junge Männer zwischen 14 und 20 Jahren.

Yuri (Yoni) Korganov, ein Neu-Einwanderer im Alter von 20 Jahren, aus Ma’ale Adumim, war eines der Opfer. Die Mitarbeiter von SELAH standen seinem Vater Vladimir zur Seite als er die Krankenhäuser nach seinem Sohn absuchte und waren auch an seiner Seite, als er die Leiche seines Sohnes identifizieren mußte. Später am gleichen Tag waren die Freiwilligen auch beim Begräbnis anwesend. Die Mutter von Yuri war vor einem Jahr an Krebs gestorben.

Gruppen von SELAH-Freiwilligen, die auch russisch- und amharisch-sprechende Mitarbeiter einschlossen, arbeiteten die ganze Nacht über an den Krankenhäusern, wo sich Verwundete befanden und standen den geschockten Familien, von denen viele neue Einwanderer ohne Sprachkenntnisse waren, zur Seite, um ihre verwundeten Kinder zu finden und ihnen zu helfen. Unter den Verwundeten befanden sich mindestens 11 russische und äthiopische Einwanderer, denen SELAH-Freiwillige weiter beistehen werden.

Bei einem weiteren Zwischenfall wurden zwei Einwanderer am Donnerstag, 29. November, bei einer Bus-Explosion an der Wadi Ara-Schnellstrasse bei Pardess Hanna getötet. Bei den Opfern handelt es sich um den 28jährigen Elshad Ichayev, dessen Familie aus Aserbeidschan eingewandert war, und um den 45jährigen Samuel Melishevsky. Auch hier standen SELAH-Mitarbeiter den Familien zur Seite.

keren-hayessod.de / 07-12-01