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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

JAFI-Mitarbeiter arbeiten mit vollem Einsatz inmitten der Kampfhandlungen:
"Die neuen Einwanderer in den Bunkern im Norden Israels hängen voll von uns und der Jewish Agency ab"

Von der Jewish Agency-Website

In diesen Tagen, in denen die Terror-Raketen pausenlos über dem Himmel von Nord-Israel niedergehen, sind eine Million der insgesamt zwei Millionen Einwohner dieses Gebietes in die Sicherheit des Südens des Landes geflüchtet. Aber während die Läden und Betriebe in Nahariya geschlossen sind, haben sich die Mitarbeiter des Jewish Agency-Eingliederungszentrums Tapuz dazu entschlossen, die neuen Einwanderer aus Äthiopien nicht im Stich zu lassen, die sich nach wie vor im Eingliederungszentrum befinden und für die diese Einrichtung das einzige zuhause darstellt.

"Wir müssen hier 24 Stunden über verfügbar sein", sagt die Direktorin von Tapuz, Chava Maimon. Obwohl die Jewish Agency in der Lage war, viele der 250 Einwohner, einschließlich der Kinder, die sich nun in sicheren Not-Sommerlagern der Jewish Agency befinden, in andere Heime zu verlegen, leben viele der am meisten Verwundbaren in Bunkerschutzräumen.

"Diejenigen, die zurückbleiben mussten – die Alten, Familien mit jungen Kindern und jene, die keine andere Bleibe haben – hatten kaum Zeit, sich an die enormen Unterschiede zu gewöhnen, die die Auswanderung von Äthiopien nach Israel mit sich gebracht hat. Jetzt befinden sie sich mitten in einem Krieg und wir müssen sicherstellen, dass man sich um sie kümmert."

Haimanot Malada, eine "Hausmutter" im Zentrum, kam aus Äthiopien während des ersten Golfkrieges im Jahr 1991 an. "Ich erinnere mich daran, wie ich meine kleine neugeborene Tochter in ein Plastikbeatmungsgerät legen musste, damit sie in Sicherheit war, falls wir mit chemischen Waffen angegriffen werden sollten", schildert sie ihre eigene traumatische Erfahrung. "Deshalb bin ich dazu entschlossen, jetzt hier zu bleiben und diesen jungen Müttern zu helfen."

Von Haifa bis Metulla haben Mitarbeiter der Jewish Agency im Norden des Landes ihre eigenen Wohnungen verlassen, um bei den neuen Einwanderern zu bleiben.

Viele dieser hingebungsvollen Mitarbeiter haben selbst Familien, die in Bunkerschutzräumen ausharren müssen. Noch bemerkenswerter sind die Mitarbeiter der Jewish Agency aus anderen Teilen Israels, die sich freiwillig melden, um in den Norden zu fahren und dort zu helfen. "Diese Kollegen setzen sich buchstäblich selbst der Lebensgefahr aus, um auszuhelfen", erklärt Maimon. "Der Geist des Zusammengehörigkeits- Gefühls ist unglaublich."

Die Jewish Agency ist mit einem großen Programm dabei, rund um die Uhr den Grund-Bedürfnissen jener Menschen gerecht zu werden, die nach wie vor in den Bunkerschutzräumen der 13 Eingliederungszentren im gesamten Norden Israels ausharren müssen. Neben der psychologischen Betreuung und Aktivitäten für die Kinder, werden den Menschen Lebensmittel und Wasser zur Verfügung gestellt, tragbare chemische Nottoiletten und Notausrüstung. "Stellen Sie sich vor, was es heißt, nicht einmal in den Supermarkt gehen zu können, um sich mit den Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Sie hängen in allen Bereichen von uns ab", betont Maimon.

Keren Hayesod 09-08-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem