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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Keren Hayesod kommt Sderot zu Hilfe:
KH Holland ermöglicht Vollendung des neuen Gemeindezentrums

Sderot (KH) – Der Keren Hayesod hat erneut seine Verpflichtung für Israel und für die Bedürfnisse seiner Bürger unter Beweis gestellt. Nach dem tragischen Tod eines vierjährigen Jungen und eines 49jährigen Großvaters, einem Einwanderer aus Russland, nach einem Anschlag mit einer Kassam-Rakete, die am 28. Juni von Gaza aus nach Sderot abgefeuert worden war, wurden der Öffentlichkeit die Probleme dieser Siedlung im Negev bewusst. Der Keren Hayesod rief seine hingebungsvollen Spender in aller Welt auf und die Kampagne in Holland antwortete mit einer Spende über $ 500 000, die für die Fertigstellung und den Betrieb eines neuen Gemeindezentrum in Sderot verwendet werden sollen. Dieses Zentrum wird Dienstleistungen, Nachschulprogramme sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten für die Kinder und die Senioren dieser kleinen und tapferen Stadt, die nur etwa zwei Kilometer von Gaza entfernt liegt.

Am Mittwoch, 21. Juli, am gleichen Tag an dem eine weitere Kassam-Rakete im Gebiet um Sderot einschlug, übergab der Weltvorsitzende des Keren Hayesod, Botschafter Avi Pazner, im Büro des Keren Hayesod in Jerusalem an den Bürgermeister von Sderot, Eli Moyal, einen durch weitere Spenden im Betrag enorm vergrößerten Scheck über NIS 2.2 Millionen ($500,000). Bei der Feier waren neben dem berühmten Sänger Kobi Oz, Gründer der Teapacks-Gruppe, der in Sderot geboren wurde, der stellvertretende Generaldirektor Allon Lev, Europa-Direktor Yankele Snir, der Direktor der Projekte-Abteilung, Dennis Alon sowie weitere Mitarbeiter des KH anwesend.

Der Keren Hayesod ist ein alter Freund der Gemeinde Sderot und hat dort im Verlauf der Jahre viele erzieherische und soziale Projekte im Gesamtwert von etwa NIS 14 Millionen ($3 Millionen) gespendet. Unter den verschiedenen Projekten befindet sich die Cinemateque, gespendet vom KH Italien, die einen gewissen Weltruhm erreicht hat. Hier fand vor kurzem ein internationales Filmfestival statt, dessen Ehrengast der Schauspieler Richard Gere war. Auch kam im November 2003 einen Solidaritätsmission aus Italien hierher, die den "Italy Square" seiner Bestimmung übergaben. Dieser hat seinen Namen von dem Umstand, dass er von Projekten umgeben ist, die vom KH Italien gespendet worden waren. Andere wichtige Projekte sind das Wissenschaftszentrum, gespendet vom KH in Genf, Kostenpunkt etwa NIS 1.27 Millionen ($282,200) und das KH Holland Jaeger Tageskinderzentrum, Kostenpunkt NIS 2.363 Millionen ($525,000).

Gegenwärtig wird an der Renovierung einer Sporthalle und an einem Freiwilligen-Zentrum im alten Gemeindezentrum gearbeitet. Darüber hinaus war Sderot eine der ersten Städte, in der das revolutionäre Net@Projekt gestartet wurde, das vor einem Jahr vom Keren Hayesod, Cisco, Tapuah und Jafi initiiert worden war, um Schülern im Hochschulalter, die ihre Perspektive und Hoffnung für die Zukunft verloren hatten, eine neue Chance zu geben, indem ihnen technologische Computer-Kenntnisse als Berufsgrundlage beigebracht wurden.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Keren Hayesod Bürgern zu Hilfe kommt, die durch einen Anschlag gefährdet sind. Nachdem sich die Wohngegend in Gilo bei Jerusalem ständigem Beschuss nach dem Ausbruch der palästinensischen Gewalttätigkeiten im Jahre 2000 ausgesetzt sah, entschloss sich der Keren Hayesod dazu, den Einwohnern zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen, indem er ein Musikzentrum im Wert von NIS 4.5 Millionen ($1 Million) baute.

Sderot ist in der Tat eine Stadt, die den Keren Hayesod und seine Hilfe benötigt – dringend sogar! 50 Prozent seiner Einwohner sind neue Einwanderer, die meisten von ihnen benötigen viel Unterstützung, materiell wie ideell. Außerdem hat sich die Stimmung in der Stadt geändert, auch wenn die Kassam-Raketen, die in Sderot einschlugen, keine Opfer forderten und die Bürger der Gemeinde standhaft blieben und in Sderot bleiben wollen. Einige der eingesessenen israelischen Veteranen sprechen jedoch davon, dass sie die Stadt verlassen wollen. Um Sderot eine Zukunftsperspektive zu geben, muss hier finanziell investiert werden, damit sich die Lebensbedingen und Arbeitsmöglichkeiten der Bürger verbessern.

Bei der Feier versprach KH-Vorsitzender Avi Pazner, dass "Sderot eine der wichtigsten Prioritäten des Keren Hayesod" bleiben wird. Europa-Direktor Snir sagte: "Dies ist keine einmalige Veranstaltung. Wir werden Sderot auch weiterhin unterstützen."

Keren Hayesod 24-07-2004

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem