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Ministerpräsident Sharon
informierte leitende jüdische Persönlichkeiten aus der ganzen Welt über
die gegenwärtige Lage in Israel
„Wir kämpfen für unsere Heime,
unsere Werte und unsere Art zu leben“
Etwa 24 Stunden nach seiner Ansprache an
die Bevölkerung Israels, informierte Ministerpräsident Ariel Sharon
leitende jüdische Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, darunter auch
den Vorsitzenden des Keren Hayesod Deutschland, Andreas C. Wankum, im
Rahmen einer Telefonkonferenzschaltung über die gegenwärtige Lage in
Israel. Unter anderem verwies er darauf, dass Israel am Sederabend des
Pessachfestes einen brutalen und mörderischen Terror-Anschlag auf das
Park Hotel in Netanya hinnehmen mußte, die Ermordung einer Familie in
Elon Moreh, die Ermordung zweier religiöser Juden in Netzarim auf ihrem
Weg in die Synagoge sowie das Selbstmord-Attentat auf das Restaurant in
Haifa. Dies alles war zur gleichen Zeit geschehen, als „wir große
Anstrengungen und Schritte unternahmen, um einen Waffenstillstand zu
erreichen.“
Sharon betonte, dass er seine Forderung
nach einer siebentätigen Ruhe-Pause aufgegeben habe, Israel habe seine
Truppen aus palästinensischen Städten abgezogen, „wir haben mit
Vize-Präsident Cheney und dem amerikanischen Gesandten General Zinni
zusammengearbeitet, um einen Waffenstillstand zu erreichen. Alles, was
wir dafür erhielten war Terror, Terror und weiterer Terror. Nachdem wir
alle Möglichkeiten ausgeschöpft hatten, um einen Waffenstillstand mit
der palästinensischen Autorität zu erreichen, hatten wir keine andere
Wahl als den Terror selbst zu bekämpfen.
Um für unsere Bürger die Sicherheit
wiederherzustellen, hat die Regierung Israels einen militärischen
Einsatz gegen den palästinensischen Terror angeordnet, dessen Hauptzweck
darin besteht, die terroristische Infrastruktur von der Wurzel her zu
zerstören sowie die terroristischen Aktivitäten und die terroristischen
Organisationen.“
Sharon weiter: „Dies ist ein Kampf für
unsere Heime, für unsere Werte und für unsere Art zu leben. Dieser Kampf
wird lange dauern, er wird schwierig sein und auf vielfältige Art und
Weise stattfinden. Er verlangt Einheit, Entschlossenheit und den Glauben
an die Rechtmäßigkeit unserer Sache. Dieser Einsatz wird solange dauern,
bis wir triumphieren werden. Nur durch den Sieg über den Terrorismus und
das siegreiche Ende dieser Kämpfe können wir das Ende der
Feindseligkeiten erreichen und schließlich auch den Frieden, nach dem
wir uns so sehr sehnen sowie Sicherheit für Generationen, wonach wir
alle trachten.
Wir sind uns darüber im klaren, dass der
Terrorismus gegen unsere Nation auch gegen das Judentum in der Diaspora
gerichtet ist. Wir sind über die weltweiten Anstieg des Antisemitismus
besorgt und stehen in diesem Kampf hinter ihnen. Die Einheit des
jüdischen Volkes ist heute wichtiger denn je. Wir betrachten die
Beziehungen zwischen den Juden in Israel und in der Diaspora als
besonders wichtiges Guthaben zu unseren Gunsten. Jeder Jude und alle
Gemeinden in Israel und in der Welt sind heute dazu aufgefordert, mit
allen Mitteln gegen jene vorzugehen, die unser Recht auf das Land Israel
in Frage stellen. In diesen Zeiten benötigen wir Sie alle mehr denn
je. Wir brauchen Sie, um Ihre Unterstützung für Israel öffentlich zum
Ausdruck zu bringen, in Ihren Gemeinden, unter den Meinungsmachern in
ihrem Ländern. Schließen Sie sich uns hier an, zeigen Sie Ihre Liebe und
Ihre Unterstützung.
Sie alle müssen heute eines mehr denn je
wissen. Ich war immer davon überzeugt, dass Israel kein israelisches
Projekt ist, Israel ist ein weltweites jüdisches Projekt.
Genauso wie wir uns für die jüdischen Gemeinden in aller Welt
verantwortlich fühlen, so bin ich mir sicher, dass Sie hinter uns stehen
und uns zur Seite stehen. Und ich bin mir sicher, dass Sie weiterhin
Ihre Solidarität und Unterstützung zeigen werden. Und wenn wir erst
einmal Frieden erreicht haben, dann werden wir in der Lage sein, der
Welt unsere gesamten Möglichkeiten und Talente zu zeigen.“
Ministerpräsident Sharon war der Konferenz vom Vorsitzenden der Jewish
Agency, Sallai Meridor, vorgestellt worden. Unter den Teilnehmern
befanden sich neben internationalen Direktoren der Jewish Agency und des
Keren Hayesod auch Harvey Wolfe, Welt-Vorsitzender des
Treuhänder-Ausschusses des Keren Hayesod sowie Brian Kerner, Präsident
des United Jewish Israel Appeal in England.
keren-hayessod.de / 15-03-02
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