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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Christliche Führungspersönlichkeiten aus Europa trafen sich in Jerusalem:
Israelisches Bus-Wrack soll in Den Haag EU-Richtern den Terror vor Augen führen

4. – 5. Februar 2004

Es war ein historisches Ereignis. Das erste Sondertreffen von führenden christlichen Führungspersönlichkeiten im Kampf gegen den Antisemitismus fand vom 4. bis 5. Februar in Jerusalem statt. Es war Teil der kürzlich gestarteten Initiative des Keren Hayesod, in der es diesem darum geht, mit christlichen Gemeinden zusammen zu arbeiten. Aber bei diesem Treffen ging es nicht um Kampagnen-Themen. Fünfundfünfzig christliche geistliche Führer, vor allem aus Europa, kamen zusammen, um über den wachsenden und gefährlichen Antisemitismus zu diskutieren, der gegenwärtig in Europa rapide Wurzeln schlägt. Es war das erste Mal, dass christliche führende Persönlichkeiten in Israel auf Initiative des Keren Hayesod in Zusammenarbeit mit der internationalen Bruderschaft von Christen und Juden zusammentrafen, um durch ihre Zusammenarbeit dieses Böse zu bekämpfen, von dem die Welt angenommen hatte, dass es nach dem 2. Weltkrieg nie wieder auftreten würde.

Die Bedeutung dieser Zusammenkunft wurde durch die Anwesenheit von Israels Ministerpräsident Ariel Sharon und Außenminister Silvan Shalom unterstrichen. Beide nahmen sich trotz ihres vollen Terminkalenders Zeit, um mit den Teilnehmern der Konferenz zusammen zu treffen. Beide dankten diesen herzlich für ihre wunderbare Arbeit zugunsten von Israel, dafür, dass sie für dieses Sondertreffen nach Jerusalem gekommen waren, dafür, dass sie die Menschen wahrheitsgemäß informieren, dafür, dass sie die Jugend erziehen und dass sie den Antisemitismus in Europa bekämpfen. Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Ich erwarte, dass sie uns zur Seite stehen, wir benötigen ihre starke Haltung, wenn es wieder einmal um unsere Existenz und die von Israel gehen sollte. Wir können in Bezug auf unsere Sicherheit keine Kompromisse eingehen."


Die christlichen Repräsentanten in Jerusalem bei ihrem Treffen mit Israels
Ministerpräsidenten Ariel Sharon in dessen Amtssitz. (r.).

In Anwesenheit des Ministerpräsidenten, dankte Rabbi Yechiel Eckstein, Gründer und Präsident der Internationalen Bruderschaft von Christen und Juden (IFCJ) und Vorsitzender des Internationalen KH-Komitees für Freundschaft mit Christen, der Gruppe, die nach seinen Worten Millionen von Menschen an vorderster Stelle repräsentieren, er dankte ihnen für ihre Unterstützung und die Arbeit, die die Aussendung von Briefen, das Auftreten in den Medien und die Organisation von Demonstrationen und Versammlungen beinhaltet.

Reverend Willem Glashouwer, Präsident der Internationalen Christen für Israel in Holland, betonte, dass "Israel nicht allein ist." Er sagte, dass die Bibel hinter dem jüdischen Volk stehe. Er schwor, dass alle in der Gruppe und die Gemeinden, die sie repräsentieren, ihre Gebete zu Gott verdoppeln würden, um Israel die Weisheit und den Mut zu geben, damit es die große Aufgabe erfüllen könne, die Gott dem Land gegeben habe – ein Licht für die Welt zu sein. Glashouwer informierte den Ministerpräsidenten vom Vorhaben seiner Kirche, das Wrack des Busses Nr. 19, der am 29. Januar in Jerusalem explodiert ist, wobei 11 Menschen getötet worden waren, vor den Friedenspalast in Den Haag zu stellen, wo der Internationale Gerichtshof über die Rechtmäßigkeit des israelischen Sicherheitszaunes beraten wird. Diese Aktion ist Teil ihrer Bemühungen, den Bedarf für den Sicherheitszaun zu erklären und den Terror bloßzustellen, der diesen Zaun nötig macht.

Be idem Treffen mit dem Ministerpräsidenten stellte Rabbi Yechiel Eckstein eine Erklärung vor, die von der Gruppe entworfen wurde und in der diese das Gelübde ablegen, Israel in diesen Zeiten zur Seite zu stehen und dem jüdischen Volk jede benötigte Unterstützung zukommen lassen werden wie auch den Antisemitismus zu bekämpfen.

Die Bedeutung, die der Keren Hayesod der Unterstützung durch die christlichen Gemeinden beimisst und besonders der Unterstützung der christlichen Führungspersönlichkeiten, die nach Jerusalem kamen, wurde in den Worten des KH-Generaldirektors Gad Ben Ari deutlich, der die Gruppe herzlich willkommen hieß.

KH - Weltvorsitzender Avi Pazner sprach von dem beängstigenden Antisemitismus, von dem er sich in Europa überzeugen konnte, besonders in Frankreich, von der Bedrohung für ganz Europa durch die ansteigende Zahl der Moslems in diesem Gebiet und der Voreingenommenheit der Medien gegenüber Israel. Er sagte, dass viele Juden in Europa ernsthaft die Alternative in Betracht ziehen würden – in Israel zu leben. Pazner dankte den Teilnehmern für ihre aufopfernde Arbeit über den Keren Hayesod und sagte, dass sie durch ihre Arbeit, das Ansehen von Israel in der Welt zu verbessern, dem KH bei seinen Spendenbemühungen helfen würden.

Stuart Schoffman, stellvertretender Chefredakteur der Jerusalem Report und Koppelman Scholar-in-Residence der Anti-Defamation League in Israel, sprach über den Gebrauch von christlichen Motiven durch europäische und arabische Medien für antisemitische und antiisraelische Zwecke, wobei er den Zuhörern auf schockierende Art und Weise deutlich machte, dass der hässliche krankhafte “alte” Antisemitismus in ganz Europa wütet.

Das traurige Bild, das Schoffman entworfen hatte, wurde von Malcom Hedding verstärkt, dem Exekutiv-Direktor der Internationalen Christlichen Botschaft in Israel, der über eine Gruppe sprach, die über Geld und Einfluss verfügt und ganz offen antisemitisch sei und auch zur Auflösung von Israel aufrufen würden. Er sagte, dass christliche Gruppen in der Lage seien, etwas zu unternehmen, um diesem Phänomen entgegenzutreten und es an der Zeit sei jetzt etwas zu tun – die Wahrheit zu sagen und unsere humanistischen Ideale zu verteidigen. Er verwies darauf, dass die christlichen Gruppen über weltweiten Einfluss verfügen und dass sie in 114 Länder in der ganzen Welt vertreten seien. Einer von Heddings vorgeschlagenen Plänen für Aktionen lag darin, christlich-jüdische Freundschaftsgruppen in ganz Europa zu gründen, deren Allianz von allen gesehen und gehört würde.

Die Teilnehmer dieses Sondertreffens kamen auch mit dem Tourismusminister Benny Eilon zusammen, der erläuterte, dass Antisemitismus etwas sei, das man rational nicht erklären könne. Aber es sei eine Krankheit, die er Judeophobie nannte, die ihre Wurzeln im Islam habe und jetzt den alten schlafenden christlichen Antisemitismus wieder erweckt habe. Er fuhr fort indem er sagte, dass sich die jüdischen Beziehungen zum Christentum stark verändert haben und nannte die versammelten christlichen führenden Persönlichkeiten "den Schlüssel im Kampf gegen die Judeophobie". Er sagte, dass ihre Führung stark sei und dass ihr mit der Zeit das Establishment folgen werde.

Um ihre Beziehung zu Israel zu vertiefen und ihnen die Realitäten im Land zu verdeutlichen, war ein ganzer Tag dem Besuch von Gebieten im Süden gewidmet, die wichtige Botschaften überbrachten, einschließlich des Beit Zippora - Äthiopischen Zentrums in Kiryat Malachi, das Nachschul-Unterrichtsstunden bietet und äthiopische Kinder unterstützt, neben einem Programm für ihre Eltern, das diesen hilft, eine Beziehung zum Unterricht ihrer Kinder zu finden. Weiterhin stand das Besuchs-Zentrum und Gemeindezentrum in Mitzpe Ramon auf dem Programm, wo sie mit neuen Einwanderern zusammentrafen, die sich in dieser kleinen aber wachsenden Gemeinde niedergelassen haben. Es ging auch zu einem Besuch der IDF-Offiziers-Akademie, wo sie mit den Kadetten zu Mittag aßen und Gelegenheit hatten, sich mit diesen zu unterhalten, wobei sie manchmal sehr delikate Fragen stellten, auf die die Soldaten kenntnisreich antworteten, stolz und voller Integrität, was ihnen die Bewunderung aller Anwesenden einbrachte. Weiter ging es zu Ben Gurions Kibbuz Sde Boker, um dem bewunderten Visionär Tribut zu zollen, dem ersten Ministerpräsidenten Israel, der hier mit seiner Frau Paula begraben wurde.

Gegen Ende des Treffens drückte William Gloushouwer dem Keren Hayesod seinen Dank dafür aus, dass er Christen zusammengeführt habe. Rabbi Eckstein sagte, dass der Keren Hayesod das beste Instrument sei, "um jüdische Hände christlichen Menschen entgegenzustrecken."

Micha Limor, der für die Beziehung zur christlichen Gemeinden unter Federführung des Keren Hayesod zuständig ist, und diese Konferenz veranlasst hatte, drückte seinen Optimismus über die zukünftige Beziehung und Zusammenarbeit mit den Teilnehmern aus und betonte, dass diese das Potential hätten, den entscheidenden Unterschied darzustellen.

Jacob Snir, Direktor der Europa-Abteilung, schloss die Konferenz mit dem Ausdruck des höchsten Lobes für die Liebe, Hingabe und harte Arbeit der christlichen Führungspersönlichkeiten, die nach Jerusalem gekommen seien, um mit dem Keren Hayesod zugunsten Israels und des jüdischen Volkes zu arbeiten.

Keren Hayesod 13-02-2004

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem