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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

Jewish Agency startet Projekt "Together at Home" - Israelische Familien "adoptieren" und betreuen Einwanderer:
Mit offenen Armen aufgenommen

Von Hanan Tsafrir Aviov, Kol Hadarom (Ashdod)

Ashdod - 50 eingesessene israelische Familien aus Ashdod trafen mit 50 eingewanderten Familien im Beit Canada – Eingliederungszentrum zusammen. Sie nahmen gemeinsam das Abendessen ein, sangen Lieder und machten sich miteinander bekannt. Die Direktorin des Eingliederungszentrums, Sima Tsarfati, begrüßte die Gäste in mehreren Sprachen und der Eingliederungs-Projektkoordinator für Einwanderer, Avi Katsman, sprach den Kiddush und betätigte sich sogar als Ober, indem er den Gästen das Shabbat-Essen servierte.

Die Begegnung fand im Rahmen des neuen Jewish Agency-Programmes statt, das "Together at Home" (Gemeinsam zuhause) heißt und dessen Ziel es ist, eingesessene Familien mit neu eingewanderten Familien zu verbinden. Jede eingesessene Familie adoptierte eine Familie, die im vergangenen Jahr nach Israel eingewandert war, um ihnen dabei im täglichen Leben auf praktisch jede nur mögliche Art und Weise zu helfen, sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren: Mit gemeinsamen Ausflügen, Mahlzeiten, Begegnungen oder einfach nur mit einem freundschaftlichen Telefonat, in dem Ratschläge erteilt wurden.

Das Projekt, das auf Initiative der Jewish Agency, des Einwanderungs- und Eingliederungsministeriums und der Zentralbehörde der örtlichen Verwaltungen gestartet wurde, soll bald in den Medien einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und es wird erwartet, dass es schnell auf großes Interesse bei Familien stoßen wird. Sprecher der Agency erklären, dass die israelischen Adoptionsfamilien sorgfältig ausgewählt werden, um zu versuchen, sie mit den zu ihnen am besten passenden Einwanderungsfamilien zusammenzuführen, was gemeinsame Interessen, Alter und Hobbies betrifft.

Kommunizieren mit den Händen

Yitzhak und Iris Bar Lev sowie ihre Tochter Almogit stammen eigentlich aus Beersheva, aber sie besitzen eine Wohnung in Ashdod. Sie dienen als Adoptionsfamilie für Estela Kogan, einer Schmuckdesignerin, und ihren Söhnen Diego (28), der einen B.A. in Business Administration hat, und Damian (16), einem Oberstufenschüler an der Gemeinschaftsschule Zayin der Stadt. Die Kogan-Familie wanderte vor sechs Monaten aus Buenos Aires nach Israel ein und heute leben sie in einer gemieteten Wohnung in Ashdod.

"Wir trafen uns vor etwa einem halben Jahr und haben seitdem viel Zeit miteinander verbracht", sagt Iris. "Zuerst kommunizierten wir mit unseren Händen, aber heute können wir uns unterhalten. Wir machten zusammen Ausflüge und hatten gemeinsame Familienessen, sie waren am Pessach-Sederabend und auch an Rosch Haschana unsere Gäste. Wir haben eine Menge von gemeinsamen Plänen, wie eine gemeinsame Reise nach Eilat und wir wollen weitere Orte in ganz Israel kennen lernen."

Estela spürt bereits den Erfolg der erfolgreichen Verbindung. "Sie sind wie eine Familie zu uns", sagt sie. Wir feiern gemeinsam Geburtstage, wir machten zusammen einen Ausflug auf Kamelen und wir aßen Sabras (stachelige Kaktus-Früchte)."

Nissim und Hila Heiman, ihre Tochter Hila und ihr Freund Kfir Pe’er haben die Kravitz-Familie adoptiert, die vor 1,5 Monaten aus Uruguay nach Israel eingewandert ist. Die Eltern, Samuel und Alicia Kravitz sowie ihre Kinder Martin (20), ein Elektriker in Holon und Nadia (15), eine Schülerin in der Ulpan-Klasse an der Gemeinschaftsschule Alef, wohnen im Beit Canada-Eingliederungszentrum.

Sie machten sich kürzlich miteinander bekannt. "Wir wollen ihnen das schöne Israel zeigen und die warmen Menschen, die hier leben", sagt Nissim. "Wir werden gemeinsame Ausflüge machen und alles tun, was in unserer Macht steht, damit ihre Eingliederung erfolgreich verläuft."

Samuel hofft, dass alles gut verlaufen wird. "Ich bin glücklich, dass wir eine warmherzige Familie zur Seite haben, die uns hilft", sagt er. "Mein Traum ist es, dazu in der Lage zu sein, Bremsen zu reparieren. Das ist der Beruf, den ich an dem Ort ausübte, wo ich geboren wurde. Wir hoffen, dass sich die Dinge gut für uns entwickeln werden."

In der gleichen Woche gelang es Nissim, Samuel in seinem Beruf eine Stelle zu finden.

Die erste Familie

Amikam und Tsippi Gamilieli machten sich mit Enrique und Norma Buchman Martin bekannt, die vor etwa sechs Monaten nach Israel eingewandert sind. Amikam erzählt von dem Zufall, der sie auf die Martins treffen ließ. "Ich traf sie an Purim. Ich kam zum Eingliederungszentrum als Freiwilliger des Zivilschutzes, wo wir Lose zogen, um zu entscheiden, wer die Purim-Geschenke verteilen soll. Das Los fiel auf mich. Danach luden wir sie ein, mit uns den Seder-Abend zu verbringen und seitdem sind wir ihnen immer zur Seite gestanden. Wir besuchten gemeinsam die Klagemauer und wir fühlen uns wirklich wie eine Familie."

Norma erinnert sich, dass die Gamlielis ihre erste Familie wurden. "Wir genießen jede Minute mit Tsippi und Amikam", sagt sie. "Manchmal sind unsere Verwandten in Israel beleidigt, weil wir sie nicht besuchen, aber wir ziehen es vor, unsere Zeit mit dieser warmherzigen israelischen Familie zu verbringen."

Speziell und Erfrischend

Shosh und Avraham Gorner waren bereit, die Rozens zu adoptieren. Carlos Alberto, der als Gabelstapler-Fahrer arbeitet, und seine Ehefrau Paulina Perl, eine Yoga-Lehrerin, wanderten vor 2,5 Jahren aus Argentinien nach Israel ein und ließen drei erwachsene Kinder in ihrer früheren Heimat zurück.

Avraham betrachtet das Projekt als vollen Erfolg. "Wir kennen uns seit etwa einer Stunde", sagt Avraham, "wir schlossen uns diesem schönen Projekt an, um einem eingewanderten Ehepaar soviel wie nur möglich geben zu können. Vor vielen Jahren waren auch wir Einwanderer und es war definitiv nicht leicht. Wir tun etwas Besonderes und Erfrischendes, zum Nutzen von uns allen."

Carlos Alberto drückt vorsichtigen Optimismus aus: "Unser Traum ist es, in Israel gut leben zu können. Unsere Kinder blieben in Argentinien zurück und wir vermissen sie, aber die Wärme, die wir hier in Israel erfahren haben und jetzt, diese Familie, die uns unter ihre Fittiche genommen hat – hat uns mit Optimismus erfüllt und wir hoffen auf das Beste."

Jemand, mit dem man sprechen kann

Jerry und Ora Harel haben Yefim und Zina Takitz adoptiert, beide sind Ingenieure, die vor etwa einem halben Jahr von Russland nach Israel eingewandert sind. Das Ehepaar schloss sich ihren erwachsenen Kindern an, die bereits seit mehreren Jahren in Israel leben.

"Wir stießen durch Zufall auf dieses Programm", sagt Jerry. "Wir waren begeistert davon und da wir wissen, wie schwierig das Leben für eingesessene Bürger in Israel ist, ganz zu schweigen von neuen Einwanderern, entschlossen wir uns, daran teilzunehmen. Wir haben vor, diesem netten Ehepaar in jeder benötigten Form beizustehen, wir nehmen sie zu Ausflügen mit und wir werden versuchen, einige ihrer Ängste zu zerstreuen."

Yefim: "Wir trafen unsere Adoptionsfamilie in dieser Woche zum ersten Mal und sie ist warmherzig und liebenswürdig. Es war für uns etwas schwierig wegen der Sprache, aber sie zu verstehen war eine wirkliche Herausforderung und Teil unserer Eingliederungserfahrung. Es ist sehr gut mit jemand sprechen zu können, vor allem wenn man neu im Land ist und man nicht viele Menschen kennt. Ich hoffe, dass die Verbindung zu dieser israelischen Familie mit der Zeit enger wird."

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Ein glückliches Neues Jahr 2004

Keren Hayesod 31-12-2003

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem