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Stand: 10. September 2003:
Die neuesten Zahlen zur sozialen und wirtschaftlichen
Krise in Israel
In der vergangenen Woche stellte Finanzminister
Binyamin Netanyahu den vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagenen
Haushaltsentwurf für 2004 über NIS 267 Milliarden ($60.7 Milliarden)
vor, und ging im Detail auf weitreichende mehrfache strukturelle
Reformen und neue wirtschaftliche Vorschriften ein. Die
palästinensischen Gewaltakte, die im September 2000 begannen, haben sich
auf Israels Wirtschaft äußerst schädlich ausgewirkt und kosteten ihr
bisher $11 Milliarden.
Einige der Spar-Vorschläge des Wirtschaftsministeriums:
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Das Wirtschaftsministerium fordert von der Regierung
Einsparungen in Höhe von NIS 10 Milliarden ($2.3 Milliarden), wobei
der größte Einzelposten bei den Einsparungen, etwa NIS 3 Milliarden
($682 Millionen), im Verteidigungs-Haushalt liegt. Etwa 6,000
IDF-Zivilangestellte, Berufssoldaten und Offiziere sollen entlassen
werden – einschließlich 2 Generäle, 12 Brigadegeneräle, 46 Oberste und
240 Oberstleutnants. Armeestützpunkte sollen geschlossen und die
Entwicklung neuer Waffen soll verschoben werden. Die Streichungen sind
Teil eines 5-Jahre-Programmes, das vom Ministerium vorgeschlagen wurde
und bis zum Jahre 2008 zu Einsparungen über NIS 15 Milliarden ($3.4
Milliarden) führen soll. Diese Veränderungen sind die größten, die die
IDF in den 55 Jahren ihres Bestehens über sich ergehen lassen musste,
und sie werden von einigen Kritikern als eine ernste Bedrohung der
Sicherheit Israels angesehen. Andere glauben, dass die IDF die darin
enthaltenen Risiken verarbeiten kann, da die jüngsten Entwicklungen im
Nahen Osten, wie die Beseitigung der irakischen Armee und technische
Fortschritte, die erzielt wurden, die militärische Effektivität der IDF
verbessern. Nichtsdestoweniger gibt es eine fortwährende Instabilität in
der Region, einschließlich der sich entwickelnden Atombedrohung durch
den Iran und vielleicht auch von anderen Ländern.
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Eine 11 – 15%ige Einsparung der Ausgaben in jedem
Ministerium ist geplant, was die Staatsausgaben um NIS 2.4 Milliarden
verringern würde.
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Das aufgelaufene Defizit in den vergangenen 8 Monaten hat
einen Stand von NIS 17.2 Milliarden ($4 Milliarden) erreicht. Im
nächsten Jahr wird das Defizit um einen Prozentpunkt auf 4% des
Bruttosozialproduktes ansteigen, was NIS 20.6 Milliarden ($4.7
Milliarden) entspricht.
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Etwa 1,500 Beamte werden entlassen, da ganze
Regierungsbereiche geschlossen werden. Teile des Innenministeriums
werden zusammengelegt und Bereiche wie die Abteilung der
Öffentlichkeitsarbeit sollen aufgelöst werden. Im kommenden Jahr
sollen keine neuen Regierungsmitarbeiter eingestellt werden.
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Der Preis für das Wasser wird sich für Privatverbraucher
und industrielle Abnehmer um 15% erhöhen.
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Die Mehrwertsteuer wird bei 18% eingefroren, statt
auf 17% gesenkt, wie es versprochen wurde.
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Die Gebühren für Höhere Schulausbildung werden um 10%
verringert statt um 14%, wie es versprochen wurde.
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Die Beihilfen für aus dem Dienst entlassene Soldaten
werden um 10% verringert.
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Bestehende Rabatte bei städtischen Steuern für
Senioren werden eingeschränkt.
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Reduzierung der Dienstleistungen im
Gesundheitsbereich.
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Höhere Auflagen für Arbeitslosenunterstützung.
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Steuer-Befreiungen für vorzeitig in den Ruhestand
tretende Personen werden gestrichen.
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Das Pensionsalter für Frauen und Männer erhöht sich
von bisher 60 auf 65 bzw. 67.
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Reduzierung der Zahl der israelischen Vertretungen im
Ausland.
Einige der harten Realitäten in Israel im Jahre 2003:
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Das durchschnittliche Brutto-Gehalt in Israel betrug im
Januar 2002 NIS 7,000 ($1591). Im Juni 2003 war es auf NIS 6,936
($1576) zurückgegangen. Angesichts der gegenwärtigen harten
wirtschaftlichen Realität, haben viele Angestellte einer Kürzung ihrer
Gehälter zugestimmt, da sie froh sein können, ihren Arbeitsplatz zu
behalten. Der Rückgang der Gehälter bezieht sich auf fast jeden
Bereich im wirtschaftlichen Umfeld. Ein Viertel aller
gehaltsbezogenen Arbeiter (629,000) verdienen weniger als NIS 3,500
($795) im Monat.
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Im Laufe der vergangenen 18 Monate ging die Zahl der
angestellten Personen um 30.000 zurück. Während der letzten beiden
Monate hat sich die Zunahme des Abbaus der Arbeitsplätze beschleunigt.
Gegenwärtig sind etwa 300.000 Menschen ohne Arbeit.
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Nach der Statistik der NII leben 210,000 ältere
Menschen (jede dritte ältere Person) in armutsähnlichen Bedingungen
– alleine, vernachlässigt, hungrig und ohne Geld, sich die benötigten
Medikamente zu kaufen.
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Der Baubeginn für Wohnungen ist im ersten Halbjahr 2003
um 16 % zurückgegangen.
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Während der vergangenen 8 Monate des Jahres 2003 sind
die Steuereinnahmen des Staates um 6.2% zurückgegangen.
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Die Zahl der Menschen, die Behinderten-Zuschüsse erhalten
können, wird dahingehend reduziert, dass nur noch jene mit einem
Behindertengrad von 60 % und höher weiterhin dafür infrage kommen. Den
Anderen wird die Höhe der Zuschüsse jährlich um 10% gekürzt.
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Eine Studie, die vom Brookdale-Institut zusammen mit dem
Gesundheitsministerium und dem Israel-Zentrum für Gesundheitskontrolle
durchgeführt wurde, fand heraus, dass etwa 450,000 Haushalte
Schwierigkeiten haben, ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Keren Hayesod 15-09-2003
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