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Presseschau des
Keren haYesod
Jerusalem

 Ohne Sprachkenntnisse und ohne ihre Familien machten sie Aliyah:
Fünf neue Einwanderer schildern ihre Erfahrungen in der
Zahal

Unteroffizier Yaron Pazi kam aus Deutschland, Korporal Ari Parmesat stammt aus Frankreich, Korporal Victoria Yvenko kam aus der Ukraine, während Unteroffizier Simona Shem-Tov aus Holland einwanderte und sein Kamerad Shmuel Lalerindika seine alte Heimat Indien verließ – Fünf IDF-Soldaten, die eine neue Zukunft in der Armee suchten, und dies ohne Sprachkenntnisse und ohne ihre Familien, aber mit viel Optimismus.

Von Marianna Benenson -  BaMahane – Zahal-Magazin, 5. November 2005

Korporal Ari Parmesat: Ich dachte, wir wären hier alle Brüder.

Er ist 20 Jahre und 10 Monate alt und wanderte im Jahre 2001 aus Roannes in Frankreich nach Israel ein. Er lebt in Jerusalem mit vier anderen allein hier lebenden Soldaten aus Frankreich.

Militär-Dienst: Auf einem Ausbildungs-Pfad beim "Haruv"- Batallion.

Familie im Ausland: Eltern und eine Schwester.

Während seiner Zeit in Europa: Ich war als junges Kind ein Mitglied von Hashomer Hatzair. "Meine Familie war nicht religiös, aber wir waren an Tradition und Zionismus interessiert. Als die Intifada ausbrach und ich sah, was geschah, einschließlich der Terror-Anschläge und der Zunahme von Antisemitismus in Frankreich, begann ich darüber nachzudenken, was es eigentlich bedeutete, jüdisch zu sein. Warum sehen mich die Menschen als jemand an, der anders ist? Ich begann Bücher über Israel zu lesen, einschließlich der Bücher von Rabin und Barak und ich nahm an Pro-Israel-Demonstrationen teil."

Vorurteil: "Ich dachte, dass alle hier in Israel Brüder, Zionisten  und sich in Zuneigung verbunden seien."  

Der erste Eindruck: "Zuerst, gleich bei meiner Ankunft, war alles etwas Besonderes für mich, schön, gut. Ich sah so viele Schilder in Hebräisch und dachte, "Wow! Juden haben diese Strasse gebaut. Ich hatte meine Augen vor Aufregung und Überraschung ganz weit aufgerissen."

Enttäuschung: "Die Menschen haben ihren Zionismus verloren. Als ich in die Armee eingezogen wurde, dachte ich, dass alle Kampfsoldaten werden wollten und dass es Sinn machte, ein Kampfsoldat zu sein. Ich sah viele Versager, die für sich den leichten Weg suchten, um sich davon zu machen, Faulpelze. Ich habe nicht gedacht, dass hier etwas Derartiges existieren würde. Während des Truppenabzugs blockierten wir Strassen und ich sah, wie meine Brüder, meine jüdischen Brüder, sich gegenseitig anbrüllten. Ich hatte Verständnis für den Zorn der Siedler, aber ein eingezogener Soldat kann sich Befehlen nicht widersetzen, also warum brüllte man ihn an?"

Hebräisch – Ist die Sprache schwer zu lernen? "Mein Hebräisch verbesserte sich enorm in der Armee, aber es fällt mir nach wie vor schwer, die Sprache zu sprechen. Zurzeit lachen alle über meinen Akzent und sie imitieren mich über die Gegensprechgeräte der Armee."

Sehnsucht nach zuhause: "Ich vermisse am meisten meine Eltern. Und obwohl ich Frankreich nicht besonders mag, vermisse ich die einzigartige Atmosphäre der Strassen, der Gebäude, der Geschäfte und der Museen von Paris."  

Zunahme von Antisemitismus: "Wenn ich spazieren ging und einen Magen David trug, wurde ich "Jüdischer Hurensohn" von Arabern gerufen. Dies geschieht manchmal in Frankreich."

Und was jetzt den Zionismus betrifft: "In der Diaspora Jude zu sein, bedeutet eine schwere Last auf deinem Rücken zu tragen. Wenn man in Israel lebt, wird man zu seinem starken Juden. Es ist Dein Land. Alles hier entstand dank der Arbeit von jüdischen Menschen. Man geht mit hocherhobenem Kopf  und niemand hier wird es stören, wenn du eine Kippa oder einen Magen David trägst."

Korporal Victoria Ivanenko: Ich stellte mir ein Land voller Palmen und Bananen vor.

Victoria ist 20 Jahre alt. Sie wanderte aus Yuzhnoukrainsk in der Ukraine mit ihrer Schwester Tania Ende des Jahres 2003 ein und wohnt in Rishon Lezion.

Armee: Sekretärin in der IDF Ordonanzzentrale.

Familie in der alten Heimat: Mutter und Halbbruder, Grosseltern.

Wie ich Aliyah machte: Ich lebte mit meinen Grosseltern in der  Ukraine. Meine Mutter kam mich besuchen und schlug vor, dass ich nach Israel auswandern sollte. Nachdem ich meine letzten Schulprüfungen abgelegt hatte, ging ich mit meiner Mutter zur Jewish Agency. Sie sahen sich meine Noten an, die sehr gut waren und luden mich zu einem Test für das Programm "Sela" ein. Ich legte Prüfungen in Mathematik, Englisch und Hebräisch ab sowie psychologische Tests. Sie forderten uns auf, uns so zu zeichnen, wie wir uns selbst in Israel vorstellten. Ich zeichnete mich mit einer israelischen Fahne in einer Hand und einem Buch in der anderen Hand. Eine Woche darauf informierte man mich und meine Schwester, dass wir die Prüfungen bestanden hatten."

Warum ich nach Israel kam: "Um etwas über die Menschen hier zu erfahren, über die Gesellschaft, was es hier gibt und ob ich hier unabhängig leben könnte, ohne von meinen Eltern abzuhängen."

Vorurteil: Ich stellte mir eine Menge Palmen und Bananen vor, dass alles das ganze Jahr über grün sein würde, dass es hier keinen Winter gibt und es das ganze Jahr über heiß ist."  

Der erste Eindruck: "Alles war interessant. Ich war ganz erstaunt, dass es hier so viele verschiedene Autos gibt. Als ich das erste Mal eine israelische Stadt besuchte, Kfar Saba, schien alles zu glänzen und sich um mich herum zu drehen, mit einer Menge von Menschen, die herum liefen. Ich kaufte mir eine Bluse und eine Hose und ich hatte nur Angst, mich zu verlaufen."

Unabhängigkeit: Ich lebe hier alleine, ich komme für mich selbst auf und ich erledige meinen Haushalt selbst, und ich habe hier keine Eltern, die mich unterstützen. In Israel denken die Menschen an sich selbst und versuchen, im Leben weiter zu kommen. Jetzt verstehe ich meinen Großvater und meine Mutter, die hart gearbeitet haben, um ihre Kinder zu unterstützen. Ich weiß, dass das Leben für viele Menschen nicht leicht ist, jeder hat seine Probleme, aber alle überleben irgendwie. Man benötigt Zeit und Geduld.  Ich beklage mich über meine Probleme nicht bei meiner Familie. Ich sage ihnen einfach, dass alles in Ordnung ist und dass sie sich über mich keine Sorgen machen müssen."

Es ist schade, dass: In Israel bezahlen wir Miete und es ist teuer, sich ein Wohnungen und Autos zu kaufen. In der Ukraine kann man sich eine Wohnung für $ 4000,- Dollar kaufen. Ich weiß, dass mir mein Vater und meine Mutter nichts kaufen werden, ich muss mir alles selbst verdienen." 

IDF-Einberufung: Im Dezember wurden meine Schwester und ich in die Machva Alon Grundlehrgangs-Ausbildungsbasis eingezogen, gemeinsam mit Dutzenden von weiteren "Sela"-Mädchen. In Bakum (der Einberufungsbasis) nahmen wir stolz unsere Uniformen entgegen und zogen alles 20 Mal an. Zuerst weinten die Mädchen viel, aber nachdem wir uns an alles gewöhnt hatten, wurden wir zu einer sehr fest gefügten Gruppe und es war eine großartige Zeit.  Mein Kommandeur sagte, dass ich sehr stark sei, ich ging allen immer voraus und trieb die Gruppe an."

Die alte Heimat besuchen: "Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren hier und ich war seitdem nie wieder in der Ukraine. Ich habe mit meiner Familie nur über das Telefon Kontakt und mit ihr gesprochen. Ich möchte sie gerne im Frühjahr besuchen, sie alle umarmen und küssen – ihnen alles über Israel erzählen und ihnen Fotos von den Dingen zeigen, über die ich mit meiner Schwester fortwährend spreche.

Hebräisch – fiel es dir schwer, die Sprache zu lernen? "Als ich das hebräische Alphabet zum ersten Mal sah, dachte ich, dass ich diese Hieroglyphen niemals in meinen Kopf hineinbekommen würde. Der Lehrer versprach mir jedoch, dass ich es doch am Ende schaffen würde. Ich begann langsam damit, mit Vokalen zu lesen, mit der Hilfe von Lehrern und Freunden. Der ausgezeichnete Lehrer, den ich im IDF-Ulpan hatte, Michal, verhalf mir enorm zu Fortschritten. Hier lernte ich einen fünfseitigen Aufsatz ohne Hilfe eines Wörterbuches zu schreiben. Ich machte Fehler, aber nicht zu viele. Wenn ich heute mit meinem Großvater am Telefon spreche, benütze ich automatisch hebräische Worte und  antworte ihm mit 'beseder" (okay)."

Unteroffizier Simona Shem-Tov: Wenn wir uns nicht beklagen, bekommen wir nie, was wir wollen

Sie wanderte im Jahre 2003 im Alter von 20 Jahren und 6 Monaten aus Zutphen in Holland nach Israel ein und lebt heute im  Kibbuz Ma'anit.

Armee:  Kompanie-Sekretärin im Hauptquartier des Haruv- Batallions.

Familie im Ausland: Eltern, ein Bruder und zwei Schwestern.

Entscheidung, in Israel einzuwandern:  Ich hatte im Alter von vier bis sieben Jahren in Israel gelebt, als wir nach Holland zurückkehrten. Als ich mit der Schule fertig war, hatte ich das Gefühl, dass ich eine Veränderung benötigte, dass ich etwas Interessantes tun wollte. Ich hörte davon, dass man auf einem Kibbuz-Ulpan studieren könnte und dachte, dass ich dies eine kurze Zeit tun könnte und danach nach Holland zurückkehren würde. Aber ich hatte soviel Spaß, dass ich mich dazu entschloss, hier zu bleiben. Ich reiste umher und lernte viele Freunde kennen und begann mich immer mehr hier zuhause zu fühlen."  

Liebe: Meine Freunde. Die Menschen in Israel sind warmherzig. Ich hatte Schwierigkeiten in Holland Freunde zu finden. Hier laden mich alle in ihre Wohnungen ein."

Es ist schade, dass: Einige Israelis haben keine Geduld. Wenn ich etwas frage, weil ich es nicht verstanden habe, in der Bank zum Beispiel, haben sie keine Geduld, mir diese Dinge zu erklären und sie erwarten von mir, dass ich es von selbst verstehe." 

Als ein Israeli: Ich glaube, dass ich mich verändert habe. Ich bin jetzt mehr dazu in der Lage, zu sagen, was ich denke. In Israel habe ich gelernt, dass wenn mich etwas aufregt, darf ich mich nicht davor fürchten, zu sagen, was ich denke. Wenn wir uns nicht beklagen, bekommen wir niemals, was wir wollen.  

Adoptierte Familie: "Ich wurde auf der Strasse mit dem Auto  einer Frau aus dem Kibbuz mitgenommen und wir begannen, uns zu unterhalten. Sie lud mich zur Geburtstagsparty ihrer Zwillinge ein. Als ich die gesamte Familie traf, sagten sie, dass sie mich adoptieren wollten. Sie sind jetzt wie Eltern zu mir. Sie machen sich um mich Sorgen und laden mich oft zu sich ein. Ein Freund von mir besuchte mich auf dem Kibbuz und fragte sie, wer ihre älteste Tochter sei. Sie antworteten, "zuerst haben wir Simona…" Hebräisch – Ist es eine schwer zu lernende Sprache?  Als ich im Alter von 7 Jahren nach Holland zurückkehrte, hörten wir völlig auf, Hebräisch zu sprechen, deshalb konnte ich mich nicht an viel erinnern, als ich nach Israel zurückkehrte. Als ich eingezogen wurde, diente ich in der Einsatzzentrale meiner Einheit und ich hatte dort nicht viele Freunde. Ich wusste nicht so recht, was ich tun sollte, weil ich die Sprache nicht verstand und sie waren  permanent wütend auf mich. Als ich in das Regiment verlegt wurde, kam ich mit den anderen Mädchen nach zwei Wochen so gut aus, dass ich mich dazu entschloss, hier zu bleiben."

Die Zukunft in Israel: Ich werde in jedem Fall nach dem Ausscheiden aus der Armee in Israel bleiben. Ich werde entweder arbeiten oder studieren, irgendetwas, das mit Kindern zu tun hat. Ich habe mich bisher noch nicht entschieden."

Unteroffizier Shmuel Lalerindika: Vermisst den Dschungel

24 Jahre alt, wanderte aus Mizoram in Nord-Indien im Jahre 2000 ein. Wohnt in Kiryat Arba.

Armee: Kampfsoldat, Rotem-Battalion, Givati-Brigade.

Familie im Ausland: Ich habe einen Onkel hier, der mit unserer Familie in Kontakt war und meine Mutter wollte, dass ich nach Israel auswandere. Obwohl ich nicht so scharf darauf war auszuwandern, tat ich es doch, weil man in Indien das tut, was einem die Eltern sagen zu tun.

Jüdisch zu sein: Wo ich lebte waren alle Christen und wir waren die einzige jüdische Familie. Ich ging auf eine christliche Schule. Die Inder dort haben keine Ahnung was es bedeutet, jüdisch zu sein oder den Shabbat zu halten. Sie haben mich manchmal ausgelacht."  

Vorurteil: Meine Grosseltern erzählten mir viele Dinge über Israel. Sie sagten mir, dass alle Menschen hier gut seien, religiös, dass es hier keine Probleme gäbe. Als ich hier ankam, sah ich, dass die Dinge nicht ganz so waren, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es war merkwürdig, Jungs und Mädchen hier herumspazieren zu sehen, die in aller Öffentlichkeit Händchen hielten. Dies geschieht in Indien nicht. Aber nach etwa 6 Monaten hatte ich mich daran gewöhnt.

Hebräisch – Ist es schwierig, die Sprache zu lernen? Als ich hierher kam, konnte ich kein Wort Hebräisch sprechen, ich konnte lediglich den Siddur lesen. Ich ging direkt in eine Yeshivah und lernte "Ma shlomcha?" (Wie geht es ihnen?) zu sagen und "Baruch Hashem" (Gesegnet sei er). Dann verließ ich die Yeshivah und begann zu arbeiten und ich lernte, die Sprache viel besser zu sprechen."

Liebe: "Ich liebe es, in der Armee zu sein, an Aktivitäten teilzunehmen und an Einsätzen. Ich habe hier gute Freunde, die mit mir den gesamten Armeedienst abgeleistet haben, von der Grundausbildung bis jetzt. Kurz nach meiner Einberufung hatte ich Probleme mit den Kontrollgängen, Lern- und Trainingseinsätzen, weil es da viele Dinge gab, die ich einfach nicht verstand. Meine Freunde haben mir dabei sehr geholfen.

Enttäuschung: Hier werden ältere Menschen nicht respektiert. In Indien spreche ich eine Person, die ein oder zwei Jahre älter ist als ich, nie mit dem Vornamen an. Man benützt keinen Familiennamen und wenn man dies tut, bedeutet dies, dass etwas Böses geschehen ist. Wir benützen aus Respekt Spitznamen. In Israel spricht ein Kind einen alten Mann mit seinem Namen an. Es stört mich, dass Kinder von indischen Eltern in Israel diese Traditionen nicht beibehalten.

Sehnsucht nach Zuhause: Ich vermisse meine Familie am meisten. Daneben vermisse ich den Dschungel. Ich machte mit meinen Freunden für ein oder zwei Wochen Ausflüge, wir aßen was es gerade gab, Fisch, wir suchten nach Tieren. Es machte Spaß. Hier sagten mir meine Freunde, dass ich auf dem Golan genauso wie in Indien herumreisen könnte. Ich bin in Israel viel herumgefahren, aber es ist nicht das gleiche wie in Indien."

Unteroffizier Yaron Pazi: Nicht das gleiche Land, das ich in "Eskimo Zitrone" sah.

Er ist 27 Jahre alt. Er wanderte 1998 von München in Deutschland nach Israel ein. In diesem Monat wird er aus der IDF ausgemustert, lebt in Tel Aviv.

Armee: Leiter der "Arbel" (Internationale Organisationen)-Einsatzabteilung in der IDF-Sprechereinheit.

Familie im Ausland: Eltern und kleine Schwester.

Während der Zeit in Europa:  Ich habe mich immer mit Israel verbunden gefühlt. Meine Grosseltern lebten hier, deshalb kam ich sehr oft hierher. Meine Familie war Israel verbunden und ich gehörte einer zionistischen Jugendbewegung an. Es sieht so aus, als hätte mich die Kombination aus Zionismus, Meer, Sonne und Mädchen hierher gezogen. Ich wusste, dass ich hier sein wollte, dass ich die Sprache lernen wollte. Ich kam nach dem Schulabschluss nach Israel.  Ich belegte einen Vorbereitungskurs für neue Einwanderer und lernte in einem Ulpan Hebräisch. Ich warf mich in das Nachtleben von Tel Aviv und sah, dass es mir gefiel. Ich entschloss mich dazu, hier zu bleiben und wanderte offiziell ein."

Studium: Ich entschied mich dafür, in Jerusalem internationale Beziehungen und Kommunikation zu studieren und damit tauchte ich in die Realität ein. Mein erstes Jahr in Israel bestand daraus, Hebräisch zu lernen und auf Parties zu gehen. Plötzlich musste ich an einer Universität in einer fremden Sprache studieren. Es war auch nicht einfach, was den sozialen Aspekt angeht. Es gibt soziale Unterschiede zwischen Israel und Deutschland, die auch verschiedene Verhaltensmuster betreffen. Man weiß einfach nicht, wie man Reaktionen einschätzen soll. Leute erzählten von allen möglichen TV-Serien, die sie als Kinder gesehen hatten, und ich fühlte mich wie ein Außenseiter. Man braucht Zeit, um sich mit diesen Dingen vertraut zu machen."

Die IDF-Einberufung:  Als ich einwanderte, war es ganz offensichtlich, dass ich in der Armee dienen musste. Ich bin nicht hierher gekommen, um eine militärische Herausforderung zu suchen, ein Kampfsoldat zu werden oder irgendetwas in dieser Richtung. Ich kam, um so zu dienen wie alle anderen und ein integrierter Teil der Gesellschaft zu sein. Die Armee ist eine sehr wichtige und formende Erfahrung für junge Menschen in Israel."

IDF-Sprecher:  "Ich liebe die Abteilung, die Arbeit hier ist sehr interessant und herausfordernd. Im ersten Jahr arbeitete ich als Assistent, aber dann ermöglichten es mir meine Kommandeure eine Position zu ergreifen, die normalerweise mit einem Offizier besetzt wird. Ich wurde zum Leiter der Arbel-Gruppe ernannt, die kurz bevor ich hierher kam, eingerichtet worden war. Es war sehr interessant, dazu in der Lage zu sein, diese Position zu entwickeln, die Zusammenarbeit der IDF mit Menschenrechtsgruppen zu verändern. Wir versuchen mit diesen Gruppen einen ständigen Dialog aufrecht zu erhalten und wir erhalten Anfragen wegen Veröffentlichungen."

Liebe und Enttäuschung: "Ich kam in kein Land, in dem Milch und Honig fließt. Es ist nicht das Land, an das ich mich aus "Eskimo Zitrone" erinnere. Es gab Zeiten, in dem ich in schrecklicher Verfassung war, als ich es sehr schwer fand, mit den Umständen fertig zu werden. Manchmal, wenn ich mich irgendwo anstelle und sich alle nach vorne drängen, dann denke ich "in Deutschland würde dies nie geschehen."  Andererseits kann man sich auch selbst nach vorne drängen, wenn man sehr in Eile ist. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich akzeptiere Israel so wie es ist und gegenwärtig passt mir das alles."

Keren Hayesod 20-02-2006

übersetzungsdienst der medienabteilung des keren hayesod jerusalem